Frühjahr 2018: Glennon Doyle saß wie Zigtausende andere vor dem Fernseher und sah von ihren Eltern getrennte Flüchtlingskinder, manche noch in Windeln, das jüngste fünf Monate alt. Mehr als 2000 Mädchen und Jungen wurden unter Trumps „Null-Toleranz-Politik“ von ihren Familien isoliert, knapp 500 Eltern ohne ihre Kinder in ihre Heimatländer abgeschoben. Bald wurde klar, dass die US-amerikanische Regierung keinen realistischen Plan hatte, die Menschen wieder zusammenzuführen. „Ich war völlig schockiert“, erzählt Glennon Doyle beim Gespräch in ihrem Haus in Naples, Florida. „Mein Herz zerbrach, und ich dachte, jeder, der ein Herz hat, will etwas dazu beitragen, dass das aufhört.“
Doyle, 43, ist so etwas wie die Berufsmutter der USA: Sie wurde als christliche Mom-Bloggerin bekannt, die nach außen ein Bilderbuchleben führte – drei adrette Kinder, attraktiver Mann, hübsches Haus –,…
