Liebe Leserin, lieber Leser, wer atmet, steuert – sich und sein Leben. Denn das Atmen ist die einzige vegetative Funktion, die wir willentlich beeinflussen können. Hecheln – und uns schwindelt. Flach atmen – und wir laden uns auf mit Spannung. Tief einatmen – und der Puls beruhigt sich. Allein mit dem Atem vermögen wir tief in uns einzugreifen, in sonst unzugängliche Schichten.
Das gelingt nicht ohne Komik, wie Diana Laarz feststellte, als sie sich aufmachte, das Atmen neu zu erlernen (Seite 34). Sie stieß auf schwer zu beschreibende Tätigkeiten wie das Schwingen, das den Körper neu auspendelt – wobei Laarz dankbar war, dass ihr dabei niemand zuschaute. Sie rollte bei einem Yogi ihre Zunge zum Röhrchen, um der Luft neue Wege zu bahnen. Ein Therapeut zog an ihren kleinen Zehen,…
