Zu spät, zu zögerlich, zu wenig Weitblick, zu viel auf Sicht, zu viele Stimmen, eine unklare Strategie und keine Perspektive, und deshalb: das Scheitern.Ja,ein „Winterversagen“ruft schon der „Spiegel“ aus. Ist klar: Wenn wir etwas hinbekommen in diesem Land, dann lassen wir uns gerne als Vorbild feiern. Ach ja, die Deutschen, die haben das gut gemacht, sind ja eh top organisiert, föderal, nicht zentral, vernünftig und vorsichtig, ein gutes Gesundheitssystem obendrein, eine kluge und rationale Kanzlerin sowieso. Ein paar Zentimeter weiter beginnt aber schon der Abgrund des Versagens – und mit ihm oft der Untergang.
So auch in dieser Pandemie. Der erste Lockdown war erfolgreich, der zweite nicht. Wir waren Europas Musterschüler, ein Land, das in einem Atemzug mit Neuseeland, Taiwan und Finnland genannt wurde, nun schauen wir verstohlen nach Belgien…
