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Es waren zwei Männer, die in einer Redaktionskonferenz darauf hinwiesen, dass sich der legendäre stern-Titel, in dem 374 Frauen die Abschaffung des Paragrafen 218 forderten, im Juni zum 50. Mal jährt. Daraus entspann sich bei uns eine tagelange Diskussion um die Frage, wie es in Deutschland im Jahr 2021 wirklich um die Gleichberechtigung von Frauen bestellt ist. Dass Abtreibungen im deutschen Strafgesetzbuch weiterhin als Tatbestand geregelt sind, auch wenn sie unter gewissen Voraussetzungen straffrei bleiben, macht viele von uns zornig. Wie weit ist das Recht auf körperliche Selbstbestimmung von Frauen in den vergangenen 50 Jahren tatsächlich vorangekommen? Und wie sieht es in anderen Bereichen aus – im Berufsleben, im Privaten, bei der Bildung? In unserem Ringen um Antworten wurde schnell klar, dass auch die Frauen beim stern sehr unterschiedliche Sichtweisen…
Parallel zum Erscheinen dieser Ausgabe finden Sie unter dem nebenstehenden Logo auf stern.de/dasgleichebitte viele Artikel über Vordenkerinnen, Heldinnen, Aktivistinnen. Zur Titelgeschichte „Wir haben abgetrieben“ gibt es Videos betroffener Frauen, und auch der Podcast „STERN nachgefragt“ widmet sich dem Thema. Im Podcast „Die Boss“ spricht Grünen-Politikerin Aminata Touré mit Simone Menne über die Rolle der Politik bei der Gleichstellung von Frauen – und die Verantwortung der Gesellschaft.…
Alle sind dran, in der Theorie. Klingt toll, bis man nach einem Termin fragt. Danach kann man nur noch weinen. Meike Oblau, via Facebook REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, ich habe eine ganz simple Frage: Was bedeutet eigentlich das kleine Sternchen am Ende vieler Artikel? Was wird damit ausgesagt? Klaus D. Treude, Amberg Sehr geehrter Herr Treude, nicht nur Astronomen fragen sich: Was bitte sollen nur all die Sterne? Angesichts der bis zu 200 Milliarden, die es davon allein in der Milchstraße geben soll, braucht die paar Symbole am Ende längerer Artikel vermutlich niemand – außer unsere grafische Abteilung. Die liebt Piktogramme. Sehen Sie den schwarzen Stern gern als Signatur, als Teil unserer Marken-Identität. Und als kleinen Hinweis: Sie haben die Endstation des Artikels erreicht. Der Zug endet hier. Bitte…
Das Schweigen brechen Vor 50 Jahren setzte die stern-Aktion „Wir haben abgetrieben“ ein Zeichen gegen Paragraf 218 StGB: Schwangerschaftsabbrüche waren verboten. Heute sind sie in Deutschland noch immer im Strafrecht verankert. Die meisten Frauen, die wir während unserer Recherchen getroffen haben, wussten das selbst nicht, ehe sie in der Situation waren. Sie kritisieren, dass die Gesetzgebung dazu beitrage, Frauen zu bevormunden und zu belasten – auch darum wollen sie darüber sprechen. Das Interview mit Yeliz Koc (r.) finden Sie auf www.stern.de/dasgleichebitte, Carolin Windel (l.) fotografierte Frauen in ganz Deutschland für unsere Titelgeschichte. (Seite 24) Leben unter Beschuss Wie gefährlich das Leben der einzigen Bürgermeisterin Afghanistans (l.) ist, erfuhren Fotografin Johanna-Maria Fritz (r.) und Thore Schröder beim Betreten der Sicherheitszone rund um das Rathaus in Maidan Schahr: „Hier kann jederzeit alles…
BELARUS WUT UND ANGST Dieses Foto wurde nicht in Belarus aufgenommen. Sondern in Polen, genau: in Warschau bei einem Protest der belarussischen Opposition vor der Vertretung der Europäischen Kommission. Die Verfolgung Andersdenkender durch den Diktator Alexander Lukaschenko vertreibt viele Oppositionelle aus dem Land. Sie lassen sich aber auch im Exil nicht zum Schweigen bringen. Auch, wenn sie nach der Entführung des Journalisten Raman Pratasewitsch und seiner Partnerin Sofia Sapega aus einem Ryanair-Flugzeug wissen: Sicher können sich die Gegner Lukaschenkos nirgendwo fühlen. Auch nicht in der Europäischen Union. SPANIEN SONNE, MEER, MATHE Versetzt in die nächste Klasse! Nicht nur diesen Tag werden die Schüler des Colegio Félix Rodríguez de la Fuente in Los Nietos ihr Leben lang nicht vergessen. Seit einigen Wochen werden alle Klassen abwechselnd an dem kleinen Strand des…
Der Titel dieser Kolumne müsste in dieser Woche eigentlich nicht „Ach, Mensch“ heißen, sondern „Oh, Mann“. Schauen Sie einfach mal auf die rechte Seite. Sie sehen dort eine bunte Auswahl früherer stern-Cover, und ich weiß nicht, ob ich lachen oder mich schämen soll. Man muss ja erst mal darauf kommen, eine Titelgeschichte über Stewardessen mit einer nackten Frau zu illustrieren, deren untere Körperhälfte zu einem Flugzeug wird. Als ob jeder mit-fliegende Geschäftsmann da gleich mal einsteigen kann. Oder zu einem der – aus deutscher Sicht – Höhepunkte der 70er Jahre, den Olympischen Spielen in München 1972, die fünf Ringe auf die rechte Pobacke einer (halb) nackten Frau zu malen und daneben die Zeile zu setzen „Alles über die Spiele“ – was offensichtlich mehr heißen soll als Speerwerfen und Rudern im…