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Art & Architecture
IDEAT

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02/2020

IDEAT ist das internationale Magazin für urbanen Lebensstil und zeitgemäßes Design. Das Magazin verknüpft Lifestyle, Design, Einrichtung, Mode, Reise und Kunst in einem Magazin, das für einen besonderen Stil steht.

Country:
Germany
Language:
German
Publisher:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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6 Issues

In this issue

3 min.
id-team

Monica Spezia Die Mailänder Fotografin fragte sich schon lange, wie die Apartments in Zaha Hadids futuristischem Hochhaus im Westen der Stadt von innen aussehen. Also suchte sie sich das spektakulärste Interieur aus und dokumentierte es (Seite 114). »Die schönsten Lebensmomente einzufangen war schon immer mein Traum«, so die studierte Philosophin. Solche fand sie auch in dem Glas-Chalet einer Familie in Südtirol (Seite 138). Johannes Hünig Der Kurztrip nach Innsbruck zum Architekturbüro Snøhetta wurde für den IDEAT-Texchef zur Erlebnisreise: Gemeinsam mit den Architekten besuchte er nicht nur deren Manufakturgebäude für Swarovski, sondern auch den zugehörigen Spielturm für Kinder und Erwachsene – mit Trampolin und Panoramablick in den Schnee. Einladende Bauten, die man sich erobern darf, sind typisch für das Büro, wie er im Interview erfuhr (Seite 66). Maria Chiara Antonini und MUT Design Die Designexpertin und…

3 min.
besser bauen in der city

Ich habe gerade eine Architekturpraline gegessen. Sie war von Mario Botta. Der 76-jährige Architekt aus dem Tessin hat Anfang des Jahrtausends das Spa des Tschuggen Grand Hotels in Arosa gezeichnet: eine in den Fels gehauene Konstruktion aus Naturstein und mit mehreren bis zu 13 Meter hohen Glaselementen. Von der Seite nimmt man sie als Segel wahr, sie sollen aber Tannen darstellen. Vor allem jedoch lenken sie grandios vom Hauptgebäude des Hotels ab, einem Flachdachklotz aus den 70er Jahren. Jedenfalls hatte die Praline – ein Give-away für Gäste – die Form einer dieser Glaswipfel. Mario Bottas Architektur gefällt nicht jedem, gerade in seinem Heimatland ist seine Arbeit umstritten, schließlich schätzt man in der Schweiz eher Understatement als Statement. Dass außergewöhnliche Formen erst mal Kritiker auf den Plan rufen und ein paar…

1 min.
contemporary news was jetzt unsere neugier weckt

Himmelsstürmer Farben sind ein Lebensthema für Eva Marguerre und Marcel Besau. Das bewies das Hamburger Gestalter-Paar vor Kurzem wieder auf der Internationalen Möbelmesse in Köln: Aus den ungewöhnlichen Marmorsorten Giallo Reale und Verde Guatemala entwarfen sie für das deutsche Label Favius die gestreiften Beistelltische Sediment, schufen rundherum einen Messestand im Look der Postmoderne – und machten so die junge Firma zum Gesprächsstoff der Stunde. Bei dem Hersteller Schönbuch wiederum leuchteten ihre Regalboxen Simetria wie bunte Bauklötze zum Öffnen in Kreis- und Rechteckformen an den Wänden. Dass man weiteren spannenden Neuheiten der Farbprofis, die auch die Hamburger Elbphilharmonie möbliert haben, auf der Mailänder Möbelmesse im April begegnen wird, ist sicher – live und in Farbe.…

4 min.
die party geht weiter

Die gut gelaunte Patricia Urquiola, die bei Cassina auf ihre Outdoorinsel hopste, und ein neckischer Philippe Starck, der sich ebenda hinter seinen Gartensofas versteckte, passten zum Look vieler Neuheiten auf der imm cologne: Designer und Hersteller präsentierten freimütigere Entwürfe für eine buntere Welt. Sofas und Sessel zeigen sich rundlich wie Hippo-Popos (Surf von Molteni&C) oder schwungvoll wie Halfpipes (Asmara von Ligne Roset). Zurück sind Riffelglas und fluffige Flokatisessel, die man streicheln möchte. Dabei wurde an das Wohnen en miniature ebenso gedacht wie an den Lifestyle im Loft. Konsolen, die sich schlank machen, treffen auf Sofalandschaften, auf die man sich mit Schwung werfen muss, um mit der Rückenlehne in Berührung zu kommen. Bei aller Leichtigkeit spürt man außerdem, dass viele Möbelmarken sich ihrer Verantwortung bewusst sind – als Teil einer globalen…

2 min.
so einfach, so gut

Es wurde alles schon designt, nur noch nicht von jedem – dieses Bonmot frei nach Karl Valentin kommt einem auf vielen Interior-Messen in den Sinn. Hier noch ein Marmortischchen, dort noch ein runder Sessel: Stellt man sich da als junger Gestalter nicht die Frage, ob die eigene Profession langsam, aber sicher obsolet wird? Glücklicherweise nicht, wie der diesjährige Pure Talents Contest, der Nachwuchswettbewerb der imm cologne, zeigte. Noch immer gibt es eine Menge zu erfinden und in eine gute Form zu bringen, allein schon deshalb, weil sich Lebens- und Sehgewohnheiten nun einmal ändern. Die Preisträger des Wettbewerbs widmeten sich dieser Aufgabe so unbefangen, dass man über die Selbstverständlichkeit ihrer Entwürfe nur erstaunt sein konnte, allen voran die Erstplatzierten Marie Kurstjens und Iva Coskun, die an der Bauhaus-Universität Weimar studieren. Sie…

2 min.
sein name ist johann

Blendend gelaunt und ein bisschen stolz schwingt sich Bretz-Chefin Carolin Kutzera über die sich keck reckenden Nussbaumarmlehnen des zierlichen Sessels. Für Johann, so heißt das Sitzmöbel im Fifties-Look, hat das Familienunternehmen auf der Möbelmesse imm in Köln eigens eine kleine Bühne gebaut. Zu Recht, denn für Bretz ist Johann ein bemerkenswerter Entwurf. Seit mehr als einem Jahrhundert produziert das Unternehmen in Gensingen, einem Weinort zwischen Bad Kreuznach und Mainz, zuerst Matratzen, später Polstermöbel. Mit extravagantem Design, XXL-Maßen und Namen wie Croissant, Moonraft oder Cloud 7 hat sich Bretz über die Jahre eine treue Fangemeinde aufgebaut. Johann aber ist anders. Der Sessel ist eine Re-Edition des Bretz-Modells 413 von 1957 –und unterscheidet sich radikal von den unter Wohnindividualisten heiß gelieb ten Sofas des Bretz-Portfolios: schlank gebaut, ohne Velours, dafür mit Holz.…