„ER ZEIGTE AUF MICH. ‚ICH WILL DIE DA. UND ICH NEHME SIE MIR‘“ Kurz vor halb drei an einem Februartag, eine Bäckerei in einem Dorf zwischen Weinbergen, wenige Kilometer von Stuttgart entfernt, nahe der kleinen Stadt, in der sie jetzt wohnt. Sie lernte laufen in dieser Stadt, zog fort und kehrte mehrfach zurück. Mit zwölf Jahren, um zu arbeiten; später mit ihrem Mann, frisch verheiratet und noch nicht volljährig. Und nun, vor einem Jahr, als geschiedene, gejagte Frau.
Schwäbisch ist wenig an Maria G. Ihre Eltern stammen aus Italien, der Vater aus Rossano in der Region Kalabrien, gelegen an der Sohle der italienischen Stiefelspitze. Der Heimat der Mafia, der ’Ndrangheta.
Maria G., 35 Jahre alt, Mutter von fünf Kindern, war Kronzeugin gegen diese ’Ndrangheta. Sie hat ausgesagt bei den italienischen…