Neulich, mitten in Stockholm, kommt eine Fremde auf sie zu, legt die Arme um sie, fängt an zu weinen und stammelt: „Es war so rührend.“ Ihre Freundin gesellt sich dazu, auch ihr kommen ein paar Tränen. „Da standen wir dann, drei schluchzende Frauen.“ So erzählt es Alba August. Der Grund für die emotionale Spontanbegegnung: „Astrid“, ein Film über die frühen und ziemlich traurigen Jahre der Astrid Lindgren, der nun auch bei uns in den Kinos läuft.
Alba August spielt die 18-Jährige, die ungewollt schwanger wird von dem um 30 Jahre älteren Zeitungsbesitzer in ihrer Heimatstadt Vimmerby, dann ihren Sohn Lasse 1926 im fernen Kopenhagen einer Pflegemutter überlassen muss – so verlangen es die Zeiten, die Familie, die Moral, die Kirche. So kam es aber vielleicht auch, dass aus dem jungen…