AD (D)

AD (D) Februar 2021

Stil leben! AD ARCHITECTURAL DIGEST ist das Premium-Magazin für Architektur, Wohndesign und Lebensart im deutschsprachigen Raum. Jede Ausgabe fasziniert durch ihr hohes Maß an Qualität und Originalität mit beeindruckenden Bildern und excellent recherchierten Geschichten. Anspruchsvolle Architektur, luxuriöses Interieur, intelligente Wohnkonzepte – zur Vielfalt von AD gehört der ganze Themenkosmos moderner Lebensart. Von Design und Einrichtung über Kunst, Uhren und Schmuck, Autos und Yachten bis zum Reisen – AD informiert, berät und unterhält den anspruchsvollen Leser.

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Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
Conde Nast Germany GmbH
Fréquence:
Monthly
6,22 €(TVA Incluse)
44,52 €(TVA Incluse)
10 Numéros

dans ce numéro

1 min
die smarten

Studio KO @studioko „Wir antworten auf Sehnsüchte“, sagen die Architekten des YSL-Museums Karl Fournier und Marty Olivier (re.). Nach den Prinzipien des Philosophen Gaston Bachelard gestalten sie deshalb „Schutzzonen“ (o. Villa B auf Korsika, mit de Sedes Sofa „DS-600“), stets im Einklang mit der Natur. Die müsse man bei all ihren Interiors sehen (Ausblicke!) und fühlen (Texturen, „am liebsten rau!“). Das Ergebnis? Schönheit natürlich! Welcher Gedanke ist Ihnen kürzlich unter der Dusche gekommen? Dass eigentlich das Einzige, was wirklich zählt, das Land ist, die Bäume, die Biodiversität und Artenvielfalt. Das ist unser Kapital, alles andere ist nur Pillepalle.…

1 min
das kollektiv

Note Design Studio @notedesignstudio Das Stockholmer Kollektiv bündelt die Kreativkompetenzen verschiedenster Sparten – Experimentierfreude und Eleganz prägen ihre Entwürfe. Von Cristiano Pigazzini und Johannes Carlström 2008 ursprünglich als reines Architekturbüro gegründet, ist Note heute einer der prägnantesten Gestalter für Interior und Möbel im sophisticated scandi-Stil – kollaborativ, nicht zu nordisch-nüchtern, dafür farbenverliebt, so waren sie etwa einer der Vorreiter des Pastell-Trends. „Void Matters“ (o.), die neuste Kollektion des vielseitigen Studios für das spanische Traditionsunternehmen Sancal, spielt mit der Poesie positiver und negativer Formen, gut zu erkennen etwa an der Pouf-Serie „Dividuals“, deren organische Elemente einzeln schön sind, ihre ganze Wirkung aber zusammen entfalten. Eben wie in jedem guten Team. Cristiano Pigazzini, wie lautet Ihr Motto für 2021? Neue Normalität. Es soll ein Jahr werden, in dem Umarmungen als Zeichen für Freiheit stehen. Fotos: Note Design…

1 min
der symphoniker

„Mein Garten ist wie ein lebendiges Wesen, die Natur hat mir die Augen über meine Arbeit, aber auch über mich selbst geöffnet. Sie hat mir gezeigt, dass man immer weiterwachsen kann.“ Pierre Yovanovitch Pierre Yovanovitch @pierre.yovanovitch „Materialien, Texturen, Lichtstimmung, Formen, Farben – alles, was meine Interieurs und Möbelentwürfe ausmacht“, sagt der Pariser Raumkünstler, „habe ich aus der Natur. Sie ist das A …“ Und das O? „Ist die Kunst. Ein starkes Interieur braucht den Dialog, das gibt Räumen eine geistige Dimension.“ Atmosphäre. Jene aus Strenge und Feingefühl gemischte Poesie, wie sie dem großen Jean-Michel Frank eigen war. Da kommt es nicht von ungefähr, dass Yovanovitch neben Bjarke Ingels' „The Xi“-Penthouses in New York nun auch das einstige Pariser Apartment des Art déco-Idols eingerichtet – und auf neue Art zum Klingen gebracht hat. Welchen Traum…

1 min
der weltverbesserer

Snøhetta @snohetta „Stellen Sie sich nur vor, was wir zur Bewältigung der Klimakrise beitragen könnten, wenn die Bauindustrie mal anfinge, Erfahrung und Wissen auszutauschen!“ Sagt einer, der unentwegt voranprescht: Snøhetta-Gründer Kjetil Traedal Thorsen hat mit dem Powerhouse Telemark gerade ein Bürogebäude realisiert, das deutlich mehr Energie produziert, als es verbraucht – Bau, Betrieb und Recycling eingeschlossen. Ein ums andere Mal versetzen die Norweger so aufs Neue die Grenzen dessen, was Architektur leisten kann. Und erschaffen dabei Dinge und Gebäude von einzigartiger Schönheit. Wären Sie nicht Architekt geworden, wären Sie heute … … Archäologe. Ihre geheime Passion: Das Schreinern! Ihre wichtigste Inspiration … … ist und war stets die Natur. Foto: Ivar Kvaal; Porträt: Bjørnar Øvrebø…

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die archäologin

Jinny Blom @jinny.blom Welche Bäume wuchsen hier früher? Gab es einen Teich, wie sah das Haus einst aus, und welche Geschichten ranken sich darum? Bei jedem ihrer Gärten (etwa für Lady Getty oder Prinz Harry) recherchiert Jinny Blom in alten Plänen und Folianten, akribisch wie eine Archäologin auf der Suche nach dem Genius Loci. Dazu gehöre auch, sagt Blom (u. mit Himmelschlüsseln), die ihren Job als Psychologin sausen ließ, um Gartendesignerin zu werden, „dass ich den Himmel anschaue, erst dann erschließt sich mir der Ort darunter“. Ihr Motto ist von Aristoteles: „Die Natur tut nichts ohne Sinn.“ Fotos: Andrew Lawson; Luciano Giubbilei; Porträt: Tom Mannion…

4 min
„der ort traf mich

mitten ins Herz“, sagt Pierre Yovanovitch. Hohe Mauern, vier Türme – ein bisschen sah es aus wie eine Sandburg. Eine Kinderfantasie. Als ihm das Schloss aus dem 17.Jahrhundert vor elf Jahren mitsamt 36 Hektar Land zum Kauf angeboten wurde, „wusste ich, dass ich den Platz gefunden habe, zu dem ich gehöre“. Fabrègues, im Norden der Provence, wo die Landschaft rau und felsig, sonnenverbrannt und nur noch postkartenlieblich ist, wenn im Frühjahr die Bäume blühen. „Meine Mutter stammt aus der Gegend. Vielleicht gibt es so etwas wie das Gedächtnis der Zellen.“ Es war wie ein Wiedererkennen. Im Dunklen und Kargen genauso wie im Violett der Lavendelfelder, im Licht und den Farben. Seither ist ihm das Haus zu einem Gegenüber und die Landschaft zur Inspiration geworden. „Wenn ich lange nicht dort bin,…