Business Punk

Business Punk 03/2020

"BUSINESS PUNK ist das Business-Lifestyle-Magazin für alle, die etwas bewegen wollen. Für Macher, die ihr eigenes Ding durchziehen und für Leute, die in Unternehmen etwas unternehmen. Für die ein Job mehr ist als ein Job. BUSINESS PUNK mischt die großen Erfolgsstorys einer jungen Unternehmergeneration mit der Popkultur des digitalen Zeitalters und spricht damit junge Leser an, die im Internet zu Hause sind und ebenso lebens- wie erfolgshungrig sind. Das BUSINESS PUNK-Motto „Work hard. Play hard.“ bestimmt den Inhalt des Heftes. Es geht um Wirtschaft jenseits von Aktienkursen und Gewinnprognosen. Es geht um das laute, schnelle Leben, das hinter dem Business tobt. Um Typen, die es nach ganz oben geschafft haben. Und um die, die gerade auf dem Weg dahin sind. Das Magazin portraitiert erfolgreiche Business-Rebellen und berichtet über Ideen, Innovationen und Trends in der Arbeitswelt, um Styles und Must- Haves aus Mode, Accessoires und Körperpflege. Um Technik und Autos jenseits von Heckspoilern und oberflächlichen Gadget-Lobhudeleien."

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Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Bimonthly
5,94 €(TVA Incluse)
33,68 €(TVA Incluse)
6 Numéros

dans ce numéro

4 min
»corona hat die trends verstärkt. an digital führt kein weg vorbei«

Frau Sonne, warum hört man in der Startup-Welt nur so wenig von Sport-Acceleratoren? Sport war in der Startup-Szene lange vergleichsweise nischig. Tech hat diese Industrie deutlich langsamer disruptet als andere Bereiche, deswegen wurden da erst spät Investment-Opportunities gesehen. Als wir leAD Sports 2017 gelauncht haben, waren wir tatsächlich noch ein Underdog. Wie ist die Lage heute? Jetzt ist sehr viel Bewegung drin. Bis 2027 soll der Sporttechnologiemarkt jährlich um 20 Prozent wachsen: von 9,1 Mrd. Dollar in 2018 auf 51,9 Mrd. Dollar in 2027. In den letzten drei Jahren hat sich auch die Attitüde vieler Sport-Stakeholder wie Clubs und Ligen spürbar verändert. Gab es für sie lange gefühlt wenig Dringlichkeit, sich mit Innovation und Tech zu beschäftigen, sind sie mittlerweile wesentlich offener geworden. Auf welche Bereiche konzentriert sich Ihr Accelerator leAD Sports? Im ersten Jahr…

2 min
leben in logos

Mein erstes Paar war grau und hatte drei neongelbe Streifen: Meine Adidas Spikes waren mein ganzer Stolz. Ich bin heute noch traurig, dass ich sie nicht mehr habe. Adidas hat mir geholfen, den Weg zum Profisport zu ebnen, seit 2013 arbeiten wir erfolgreich zusammen. Auf dem Weg zu meinem Auto springt mich jedes Mal ein Logo an: das meines Mobilitätspartners ALD Automotive, eines Unternehmens für Full-Service-Leasing. Für mich ist es wichtig, ein gutes und sicheres Auto zu haben, ich bin schließlich sehr viel unterwegs. Als Nachwuchsathletin findet man nur schwer Sponsoren. Burg-Wächter, eine Traditionsfirma für Sicherheitsprodukte, fördert schon lange junge Leichtathleten und reagierte tatsächlich auf meine Anfrage. So wurde Burg-Wächter 2012 dann mein erster Sponsor. Kein soziales Netzwerk nutze ich so viel und regelmäßig wie Instagram. Es gibt mir die Möglichkeit, mit Fans…

8 min
»charakter ist der wunsch zu dienen«

Herr Stavridis, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Kontakt mit dem Meer? In der US-Marineakademie. Ich bin in einer Militärfamilie groß geworden, aber alle waren Infanterieoffiziere. Ich ging in die Akademie nach Annapolis und kam auf ein Schiff. Wir fuhren von San Diego aus in den Pazifik, segelten in die untergehende Sonne. Ich ging auf die Brücke, und ich fühlte mich wie Paulus auf dem Weg nach Damaskus. Ich war damals 17 Jahre alt und wusste mit einem Mal, dass ich Seemann werden wollte. Das hat Sie so sehr beeindruckt? Es ist so ein wunderbarer offener Raum, voller Licht und Wasser. Da wird einem bewusst, dass wir alle auf dieser Welt nur auf der Durchreise sind. Wo das Meer und der Himmel zusammentreffen, erkennt man die Ewigkeit. Das war ein enormer Moment…

10 min
»ich habe gelernt, marken als menschen zu betrachten«

Guten Morgen: In Baltimore an der US-Ostküste ist es 5 Uhr Ortszeit, und wir sind schon auf den Beinen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Rahmen des Human Performance Summits ist für diese Zeit ein Termin mit Patrik Frisk eingetragen, dem CEO von Under Armour. Es hätte uns skeptisch machen müssen, dass man vorher gebeten wurde, zum Termin in Sportkleidung zu erscheinen. Deswegen handelt es sich dann folgerichtig auch nicht um ein klassisches Gespräch, sondern um ein intensives Work-out. Den Muskelkater davon spürt man noch Tage danach. Aber gut, bei einem Gipfeltreffen, das den Begriff Leistung im Namen trägt und bei dem Menschen wie Schwimmlegende Michael Phelps oder Ski-Weltmeisterin Lindsey Vonn auftauchen, sollte einen das nicht allzu sehr überraschen. Später treffen wir Frisk dann doch noch in…

8 min
1000 jahre eis-samkeit

Kann man sich eigentlich gar nicht richtig vorstellen: die Welt in 1 000 Jahren. Für den Mitteleuropäer ebenso fremd: eine Insel, die sich in Schnee und Eis hüllt, deren Boden feindlich harten Dauerfrost aufweist, die ohne Reisepass besuchbar ist. Das sind die Zeit-und-Ort-Parameter für eines der faszinierendsten Projekte, die die Menschheit derzeit in Angriff nimmt. Denn das Code-Repository Github um den Berliner Thomas Dohmke denkt an die Welt von überüberübermorgen: Auf Spitzbergen wird der wichtigste Open-Source-Code auf speziellen Filmrollen eingelagert, damit die Menschheit der fernen Zukunft Einblick in unsere Zeit bekommt. Oder um dann eine Zivilisation neu aufbauen zu können, wer weiß. Jedenfalls: Besonders in einer Zeit, in der die Welt mit der Corona-Pandemie so im Hier und Jetzt gefangen ist, fasziniert der Ausblick nach vorne noch einmal mehr. Dohmke sitzt in…

7 min
tech statt bling am fuss

Den ersten Lauf hat der Prototyp nicht überlebt. Wie auch? „Der sah aus wie aus den tiefsten 70ern und war sehr rudimentär“, sagt David Allemann. Er ist einer der Gründer des Schweizer Laufschuhherstellers On – und er ist auch der, der den Schuhprototyp ziemlich erfolgreich kaputtgemacht hat. Zehn Jahre ist das her. Dass sich aus diesem einen Experiment einmal eine der am schnellsten wachsenden Laufschuhmarken entwickeln sollte, hat Allemann damals nicht geahnt. Er war auch nicht der, der ihn entwickelt hat. Das war Olivier Bernhard, einer der erfolgreichsten Läufer der Schweiz, der Allemann den Schuh damals in die Hand gedrückt hat. Bernhard trieb im Laufe seiner Karriere die Frage um, warum Laufschuhe eigentlich so sind, wie sie sind – und warum sich keiner dransetzt, sich was Neues für die Füße auszudenken?…