Science
P.M. Magazin

P.M. Magazin

06/2020

"P.M. berichtet informationstief und gedankenscharf über die spannendsten Ereignisse der Wissenschaft in einer ganz besonders unterhaltenden Art und Weise. P.M. erzählt aus den Werkstätten der Zukunft. Faszinierend und begeisternd. P.M. bietet emotionalen Mehrwert, denn P.M. ist das einzige seriöse Magazin im Wissenssegment, das nicht nur verständlich sondern auch unterhaltsam ist. Die Artikel gehen den Dingen auf den Grund und vermittelt Wissen leidenschaftlich – immer auf Augenhöhe mit seinen Lesern und stets aus überraschender Perspektive. Dabei liefert das Magazin immer wieder neues Wissen, spannende und außergewöhnliche Geschichten und gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Der Claim ""Neugierig auf morgen"" spiegelt sowohl das Interesse der Leser als auch den Antrieb der Redaktion perfekt wider."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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dans ce numéro

2 min.
magnetismus der dritten art

Liebe Leserin, lieber Leser, die größten Erfolge bei unseren Lesern (gemessen an der Anzahl der gekauften Hefte) haben wir immer dann, wenn wir die großen Rätsel der Physik angehen. Offenbar kitzeln diese Themen die Fantasie und den Intellekt der P.M.-Gemeinde. Um solche Geschichten zu finden, wenden sich unsere Reporter oft extrem entfernten Orten zu, dem Rande des Universums etwa. Oder sie recherchieren die irrwitzigen Gedankenwindungen der Wissenschaftler zur Erklärung kaum begreiflicher Phänomene. Die Physik des Vakuums, also des Nichts, fällt mir als Beispiel ein, eine meiner Lieblings-Titelgeschichten. Eines der ganz großen Mysterien der Physik aber liegt gleich vor beziehungsweise unter unseren Füßen: der Magnetismus unseres Heimatplaneten. Das starke Magnetfeld, das im Inneren der Erde erzeugt wird, schützt uns zuverlässig vor den Teilchenströmen aus der Sonne, und es ist auch verantwortlich etwa…

1 min.
zitate

»Ein Intellektueller drückt etwas Einfaches kompliziert aus. Ein Künstler drückt etwas Kompliziertes einfach aus.« CHARLES BUKOWSKI (1920–1994), US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller Eingesandt von Klaus P. Jaworek, Büchenbach »Der Mensch hat viele Fähigkeiten, aber das größte Talent entwickelt er bei der Vernichtung der Natur.« RUMI (1207–1273), persischer Dichter Eingesandt von Andreas Albrecht, Leipzig Wir sehen und fühlen kaum mehr, sondern denken und grübeln nur. JOHANN GOTTFRIED HERDER (1744–1803), deutscher Philosoph und Dichter Eingesandt von Niklas Jung »Das Leben hat mich gelehrt, dass alles auf die Menschen ankommt, nicht auf die sogenannten Verhältnisse.« THEODOR FONTANE (1819–1898), deutscher Schriftsteller Eingesandt von Elke Schumann, Breitenbrunn »Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.« ALBERT SCHWEITZER (1875–1965), deutsch-französischer Arzt und Denker Eingesandt von Aimé De Moor, Destelbergen (Belgien) HABEN SIE EIN LIEBLINGSZITAT? Schicken Sie es uns! Wir freuen uns über…

2 min.
reaktion

P.M. 04/2020 Geheimnisse Die Welt der Pollen Herzlichen Dank für die vielen interessanten Beiträge in dieser Ausgabe. Die fantastischen Pollen-Abbildungen in der Fotostrecke »Keimzellen des Lebens« haben mich sehr fasziniert. Ich wünsche Euch weiterhin so gute Ideen! Renate Richter, Neresheim P.M. 04/2020 Durchblick Der Hochdruckreiniger Die schematische Darstellung der Taumelscheibe oben links ist falsch. Die schräge Scheibe gehört nach unten, darüber die Kugellagerkugeln, und auf diesen liegt dann die plane Scheibe, die die Stößel respektive die Kolben bewegt. In der Explosionsdarstellung ist es korrekt dargestellt. Norbert Süßdorf, per E-Mail Sie haben recht. Danke für den Hinweis! DIE REDAKTION P.M. 04/2020 Forschung Ab durch die Röhre Der Hyperloop macht meines Erachtens nur dann Sinn, wenn er weit entfernte Städte nonstop verbindet, beispielsweise New York mit Los Angeles, Kairo mit Kapstadt oder Moskau mit Peking. Aber ob es dafür genügend Fahrgäste gibt, mit denen ein rentabler Betrieb…

9 min.
alpha

Rosa. Riesig. BIOLOGIE Mantarochen pflegen einen minimalistischen Farbstil: grauer Rücken, weißer Bauch. So verschmelzen sie von oben betrachtet mit den dunklen Meerestiefen, von unten betrachtet mit der gleißenden Oberfläche. Nicht so der Manta Clouseau, benannt nach dem Inspektor aus dem Film »Der rosarote Panther«. Der pinkbäuchige Rochen wurde 2015 erstmals am Great Barrier Reef gesichtet, nun schwebte er einem Unterwasser-Fotografen vor die Linse. Woher seine knallige Färbung stammt, ist offen. Eine Hautprobe aus dem Jahr 2016 legte nahe, dass weder Krankheit noch Ernährung verantwortlich sind. Vielleicht besitzt Clouseau eine Mutation in jenem Gen, das die Bauanleitung für den Farbstoff Melanin liefert. Zurück in der Zukunft: Langstrecken-Airbus LUFTFAHRT Das waren noch Zeiten! Anfang der 1990er-Jahre befand sich die Luftfahrtindustrie in einem Rausch: 1991 beförderten die Fluglinien erstmals eine Milliarde Fluggäste. Die Kerosinpreise waren niedrig,…

16 min.
die planeten- maschine… … und ihr vorbild

VERALTET Der Forscher William Gilbert (1544–1603) glaubte, die Erde sei ein Permanentmagnet. VEREINFACHT Tatsächlich entsteht das Magnetfeld im äußeren Erdkern: Dort – zwischen festem innerem Kern und äußerem steinernem Erdmantel – fließt flüssiges Metall. Aber nicht, wie oft gelehrt, einfach im Kreis – denn so entstünde kein stabiles Magnetfeld. VERFEINERT Tatsächlich erschaffen Wärmebewegungen (Konvektion) und Erddrehung spiralförmige Metallströme. Erst so setzt der Dynamoeffekt ein. Um das weltweit ehrgeizigste Experiment zur Erforschung des Erdmagnetfelds zu besuchen, kann man passenderweise dem Kompass folgen: Vom Zentrum Dresdens führt die Bundesstraße 6 geradewegs nach Osten zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Mitten im Wald liegt ein Labyrinth aus Forschungsgebäuden. Hier entsteht die Anlage »Dresdyn«. Der Name ist, wie so oft in der Physik, eine spielerische Abkürzung. Sie steht für »Dresdner Natrium-Anlage für Dynamo- und Thermohydraulikforschung«. Sie soll ab 2022 ein künstliches Mini-Erdmagnetfeld erschaffen…

14 min.
die dunkle seite der fischerei

Der Investigativjournalist Ian Urbina zeichnete in langen Recherchen nach, wie kriminelle Banden im Auftrag großer Nationen Milliarden Euro mit illegaler Fischerei verdienen. Über fünf Jahre reiste er auf den Weltmeeren umher, oft nachts, oft auf kleinen, unsicheren Booten. Der 48-Jährige lebt mit seiner Familie in Washington, D. C. Er wurde vielfach ausgezeichnet, 2009 erhielt er den renommierten Pulitzerpreis. Herr Urbina, immer mehr Fischarten sind durch Überfischung vom Aussterben bedroht. Essen wir Menschen die Meere leer? Wir essen definitiv zu viel billigen Fisch. Fast genauso schlimm ist allerdings, dass wir den Fisch auch noch im großen Stil an Fische verfüttern. Wie meinen Sie das? Ich rede vom Riesengeschäft mit dem Fischmehl, das etwa zur Fütterung in der Lachszucht eingesetzt wird. Dieses Fischmehl stammt oft aus illegaler Fischerei, es beinhaltet Beifang, der eigentlich zurück ins Meer…