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ARTE Magazin November 2020

ARTE Magazin ist die monatlich in deutscher Sprache erscheinende Zeitschrift des Europäischen Kultursenders ARTE. Neben dem kompletten TV-Monatsprogramm des Senders finden die Leser des ARTE Magazin reichlich Hintergrundinformationen, Reportagen und Interviews zum aktuellen TV-Programm des Senders. Das ARTE Magazin wendet sich an all, die sich für den Sender ARTE und sein qualitativ außergewöhnliches Programm interessieren.

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Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
Axel Springer SE
Frequentie:
Monthly
€ 1,96(Incl. btw)
€ 21,38(Incl. btw)
12 Edities

in deze editie

2 min
liebe leserinnen & leser

Im November, wenn es zu kühl ist, um abends noch draußen zu sitzen, gibt es nichts Schöneres, als sich Geschichten erzählen zu lassen. Sie sind herzlich dazu eingeladen – im Rahmen des großen Filmfestivals zeigt ARTE 13 inter nationale Kino-Koproduktionen als TV-Premiere. Mit dabei: Doris Dörries „Kirschblüten und Dämonen“, „Der wilde Birnbaum“ von Nuri Bilge Ceylan sowie Christian Petzolds wunderbare Anna-Seghers-Verfilmung „Transit“ mit Paula Beer in der weiblichen Hauptrolle. Worin das Geheimnis der 25-jährigen Schauspielerin besteht, lesen Sie ab Seite 10. Ein Glanzstück ist dem Regisseur Matti Geschonneck mit dem Kammerspiel „Das Verhör in der Nacht“ gelungen. Charly Hübner verkörpert einen Beamten, der versucht, einen Anschlag zu verhindern – aber um welchen Preis? Was der Schauspieler selbst darüber denkt, lesen Sie ab Seite 16. Im Schwerpunkt „Es wird Zeit!“ beschäftigen sich junge…

artede2011_article_003_01_01
1 min
portugalim lithiu mstreit

Auf deutsch heißt Trás-os- Montes „hinter den Bergen“.In dieser Regioni m Norden Portugals gelten die Menschen als stur und naturverbunden. Darum wollen sie sich den Maschinen inden Wegstellen,die nach dem„weißen Gold“ graben sollen. Portugal und sein Lithium – nirgend woin Europa gibt es mehr von dem Stoff, ohne den kein Note - book oder Smartphone läuft und derjetzt inrauen Mengenin die Batterien europäischer E-Autos fließensoll. Die Regierung will zu einem „Big Player“im europäischen Green Deal werden.Sie hofft auf Fördergelder und Arbeitsplätze. Dafür müsse man Opferbringen. Was sie nich tsagt: Es würden Krater entstehen, die ganze Gebirgsketten verschlucken. Für ein Kilo Lithium muss eine Tonne Gestein zerkleinert und mit Che mikalien ausge waschen werden.In einer von der UNO geschützten Kulturlandschaft. Also rufen die Menschen zum Widerstand auf. Mich erinnert die Provinz…

artede2011_article_007_01_01
1 min
re: was europa bewegt

DER ROLLENDE DORFLADEN von Leokadija Lescika ist für die Bewohner der lettischen Provinz um Liepa ein „Gottesgeschenk“. Die Region inmitten des Nationalparks Gauja ist dünn besiedelt und von Überalterung, Abwanderung und durch fehlende Arbeitsplätze geprägt. Für viele Alte und Allein-lebende ist es kaum möglich, sich mit dem zu versorgen, was sie für ihr Leben brauchen. Die 67-jährige Leokadija Lescika lässt ihre Landsleute nicht allein. An sechs Tagen pro Woche klappert die Verkäuferin mit ihrem rollenden Tante-Emma-Laden mehr als 100 Verkaufsstellen ab. „Bettwäsche, Unterhosen, Socken, Pantoffeln, Handtücher – ich habe alles“, erzählt sie. Und wenn die schmale Rente ihrer Kunden zum Monatsende einmal nicht ausreicht, gewährt sie ihnen einen Kredit. Re: Verkäuferin mit Herz Reportage TV Freitag, 20.11. • 19.40 Uhr ► bis 17.2.2021 auf arte.tv…

artede2011_article_008_01_01
1 min
mahner gegen das artensterben

Fernsehjournalist Steffens und Zeit-Redakteur Habekuß schlagen Alarm: Das Artensterben bedroht uns selbst. Rettung, so ihr Fazit, heißt radikal umsteuern. Die US-amerikanische Reporterin erhielt für die spannende Schilderung ihrer Reise zu weltweiten Schauplätzen des Artensterbens den Pulitzer-Preis. In Teil drei ihrer Roman-Quadrologie zu Klimawandel und Artensterben galoppiert die Norwegerin mit Przewalski-Pferden in eine dystopische Zukunft. Ausgewählt von OLIVER DE WEERT, Redakteur TV Samstag, 7.11. • 20.15 Uhr ► bis 4.2.2021 in der Mediathek → Mehr ab Seite 34 ILLUSTRATIONEN: SARAH MATUSZEWSKI UND ULI KNÖRZER FÜR ARTE MAGAZIN; FOTOS: MDR, THOMAS LAISNÉ/CONTOUR/GETTY IMAGES, NADIA ROMANOVA…

artede2011_article_008_03_01
1 min
köpfe: faszinierende talente, spannende künstler

Schauspielerin MÉLANIE THIERRY »Vor der Kamera kann ich mich extrovertiert geben, im echten Leben nicht« → Sie wirkt zart und geheimnisvoll, aber keinesfalls fragil. Bereits mit 18 Jahren gelang Mélanie Thierry der internationale Durchbruch mit ihrer berührenden Darbietung eines jungen Mädchens in „Die Legende des Ozeanpianisten“ (1999). Heute gehört sie zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen Frankreichs. In einem Interview offenbarte Thierry, dass sie im Alltag sehr verschlossen sei: „Wer mich kennenlernen will, erfährt durch meine Filme mehr als bei einer realen Begegnung.“ Die Serie „Kampf um den Halbmond“, die im November auf ARTE läuft, gibt hierfür Gelegenheit. Thierry spielt nahbar und emotionsstark eine im syrischen Bürgerkrieg verschollen geglaubte Frau, die von ihrem Bruder gesucht wird. Kampf um den Halbmond Spionageserie TV ab Donnerstag, 26.11. • 21.45 Uhr ► bis 29.5.2021 in der Mediathek Dirigent TEODOR CURRENTZIS »Musik ist für mich Ritualkunst,…

artede2011_article_009_01_01
8 min
die tänzerin

Ein paar Alltagsfragen vorneweg, um sich dem Filmstar zu nähern. Paula Beer ist nicht auf Instagram. Schaut sie zumindest manchmal heimlich rein? „Ich wüsste gar nicht, was ich da angucken soll. Es interessiert mich einfach nicht.“ Was hat sie für ein Handy? „Ein Smartphone. Aber erst seit ein paar Jahren. Ich hatte noch ziemlich lange so eine alte Krücke.“ Wurde sie schon einmal abgelehnt bei einem Casting? „Natürlich, ganz oft. Das tut jedes Mal weh. Wenn man sich reindenkt, damit liebäugelt und dann kommt: Wir nehmen dich nicht.“ Und wann ist das zum letzten Mal passiert? „Letzte Woche.“ Kann man sich eigentlich nicht vorstellen, dass jemand Paula Beer zum Casting einlädt und dann sagt: Ne, sorry, nicht das, was wir suchen. Denn es fühlt sich manchmal so an, als hätte die…

artede2011_article_010_01_01