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ARTE Magazin February 2021

ARTE Magazin ist die monatlich in deutscher Sprache erscheinende Zeitschrift des Europäischen Kultursenders ARTE. Neben dem kompletten TV-Monatsprogramm des Senders finden die Leser des ARTE Magazin reichlich Hintergrundinformationen, Reportagen und Interviews zum aktuellen TV-Programm des Senders. Das ARTE Magazin wendet sich an all, die sich für den Sender ARTE und sein qualitativ außergewöhnliches Programm interessieren.

Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
Axel Springer SE
Frequentie:
Monthly
€ 1,96(Incl. btw)
€ 21,38(Incl. btw)
12 Edities

in deze editie

1 min
liebe leserinnen & leser

Bonjour und herzlich willkommen in der Februar-Ausgabe des ARTE Magazins! Obwohl – oder gerade weil – die Berlinale, diese alljährliche große Feier des Kinos, aus bekannten Gründen verschoben werden musste, haben wir diesen Monat ganz besondere Spielfilme und Serien im Programm. Die hochkarätig besetzte Serie „In Therapie“ wurde nach dem israelischen Original „BeTipul“ in mehreren Ländern erfolgreich adaptiert. In der französischen Version der gefeierten Regisseure Olivier Nakache und Éric Toledano („Ziemlich beste Freunde“) sitzen nun Hilfe suchende Pariserinnen und Pariser auf der Couch eines Psychotherapeuten. In einer für das Land hochtraumatischen Phase: kurz nach den Terroranschlägen vom November 2015 unter anderem auf den Musikclub Bataclan. Mehr über die Hintergründe zur Serie lesen Sie q ab Seite 16. Der Traumfabrik Hollywood zollen wir im Februar Tribut – passend zum Valentinstag mit dem Blockbuster…

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1 min
die vielfalt von arte

1 Deutschland Natur am Königssee Naturdoku — Rauschende Wildbäche, eingefrorene Wasserfälle, uralte Zirbelkiefern – und zwischendrin jede Menge seltene Tiere. Mit reizvollen Bildern blickt die Dokumentation auf die Flora und Fauna rund um den knapp 200 Meter tiefen Königssee in Bayern. Vor dem Bilderbuchpanorama der Berchtesgadener Alpen segeln sogar wieder die Steinadler, die lange als ausgestorben galten, über dem fjordartigen See durch die Lüfte. TV Donnerstag, 4.2. — 20.15 Uhr ► MEDIATHEK bis 4.5. verfügbar…

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2 min
mit arte um die welt

2 Tasmanien Die Welt der Tüpfelbeutelmarder Tierdoku — Früher in ganz Australien beheimatet, existiert der Tüpfelbeutelmarder heute nur noch auf der Insel Tasmanien. Um das Leben des vom Aussterben bedrohten Raubbeutlers zu erforschen, verbrachte der Naturforscher und Filmemacher Simon Plowright ein Jahr auf einer verlassenen tasmanischen Farm. TV Donnerstag, 25.2. — 20.15 Uhr ► MEDIATHEK bis 24.2.2022 verfügbar 3 Indonesien Im Reich der Frauen (1/5) Dokureihe — Wie würde eine Welt unter der Vorherrschaft von Frauen aussehen? Die ARTE-Dokureihe zeigt fünf traditionelle Gesellschaften, in denen die Frauen das Sagen haben. Darunter die Minangkabau, eine große matriarchali sche Volksgruppe muslimischen Glaubens in Indonesien. TV ab Montag, 1.2. — 16.00 Uhr ► MEDIATHEK je 60 Tage verfügbar 4 Deutschland Bäume werden gefällt, Bäume werden besetzt. Gerade unter jungen Leuten findet die Protestform in jüngster Zeit immer mehr Anhänger. Ziviler Ungehorsam trifft dabei auf…

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3 min
wie geht es weiter mit polen und europa?

Europa war für uns Polen der Nachkriegsgeneration ein Wunschtraum. Wie andere Mitteleuropäer waren wir 1945 unter sowjetischen Einfluss geraten und lebten seitdem mit dem Gefühl, am falschen Ort zu sein. In den Ländern des sogenannten Ostblocks wurde der Westen zum Mythos, zum ersehnten gelobten Land. Dann fiel der Eiserne Vorhang und unser Traum ging in Erfüllung. Die jüngsten Jahrzehnte waren für Polen eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Dennoch haben meine Landsleute 2015 eine Partei zur stärksten Kraft im Land gemacht, die aus ihrer Europa-Skepsis keinen Hehl macht: die Partei „Recht und Gerechtigkeit“, kurz PiS. Warum bloß? Betonen muss man: Die populistische Partei wurde nicht wegen, sondern trotz ihres Misstrauens gegenüber der EU gewählt. Als entscheidend für ihren Erfolg erwies sich ein attraktives Sozialprogramm. Doch seitdem sie an der Macht ist, betreibt die PiS…

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2 min
noah saavedra

ARTE MAGAZIN Herr Saavedra, Sie spielen in „O Beautiful Night“ einen extremen Hypochonder. Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet? NOAH SAAVEDRA Ich habe versucht, der Todesfurcht, die der Protagonist empfindet, habhaft zu werden. Angst ist ein körperlicher Zustand – geweitete Pupillen, gerötete Haut, erhöhte Aufmerksamkeit. Um das herzustellen, habe ich nach Ereignissen gesucht, die meine persönlichen Ängste verstärken. Die Angst vor dem Sterben ist mir eher fremd. Mich in diese Gefühlswelt hineinzuversetzen, ist aber sehr spannend. Diese im Film allegorisch erzählten innerlichen Gefühls- und Seinszustände darzustellen, ist generell eine große Herausforderung. Sie gut zu spielen war nur möglich, weil es einen konkreten Kern und eine Richtung gab. ARTE MAGAZIN In einer Waschsalon-Szene zu Beginn des Films sagt ein alter Mann, die jungen Leute seien heutzutage auch nicht mehr so robust…

artede2102_article_009_01_01
7 min
leos lehren

Leider gibt es zu solchen Themen nie belastbare Umfragen, aber wir vermuten einfach mal stark: Im Frühjahr 1998, als „Titanic“ in den Kinos lief und lief, bis allein in Deutschland 18 Millionen Tickets verkauft waren, hätten sicher nur wenige geglaubt, dass der Schauspieler Leonardo DiCaprio im Jahr 2021 noch immer ein so grandioses Thema sein würde. Mehr noch: eine der weltberühmtesten, künstlerisch maßgeblichsten, zudem teuersten Persönlichkeiten Hollywoods. DiCaprio, damals 23, wirkte bei allem Talent doch mehr wie ein typisches Produkt aus der Jugendschiene des Popsenders MTV. Wie einer, dessen Babyspeck ihm letztendlich den Zugang zu den echt großen Rollen verwehren könnte. Der unweigerlich aus dem Rampenlicht sinken würde wie der Leadsänger einer Boygroup, sobald das Publikum die Kinderzimmer Richtung Universität verlässt. Aber es lief besser für Leonardo DiCaprio, viel besser. Und…

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