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Wetenschap
GEO

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12/2020

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

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Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Verschijningsfrequentie:
Monthly
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12 Edities

in deze editie

1 min.
editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, als Forscher aus der Schweiz 2019 eine Studie vorlegten, in der sie die Aufforstung einer knappen Milliarde Quadratkilometer Wald als die „effektivste Maßnahme gegen den Klimawandel“ beschrieben, war die Aufregung groß: Neue Bäume auf einer Fläche so groß wie die USA? Ist das wirklich ein realistisches Szenario – oder lenken solche Wunschträume nur ab von der unbequemen Wahrheit, dass die Menschheit ihre CO2-Emissionen radikal begrenzen muss? Unbestreitbar ist: Der potenziell enorme Nutzen des Waldes im Kampf gegen die globale Erwärmung hat viele Menschen inspiriert. Wir wollten es daher genauer wissen: GEO-Redakteurin Ines Possemeyer ist nach Panama gereist, um das wohl größte Projekt zu besuchen, in dem Forscher die Auswirkungen nachwachsender Bäume auf die Ökosysteme der Erde ergründen. Mit spannenden Ergebnissen. Etwa dem, dass wir bei aller…

2 min.
unterwegs

»Dem Sohn des Fotografen fressen wilde Affen aus der Hand« Hochgefühle in der Arktis GEO-Redakteurin Marlene Göring begleitete die »Polarstern«-Expedition Mitternacht, die Sonne scheint, und die Forscher haben gerade einen aufreibenden 36-Stunden-Messzyklus hinter sich: die richtige Zeit, um albern zu sein. GEO-Redakteurin Marlene Göring ließ sich von der Stimmung anstecken und zog ihre dicken Polarstiefel aus. Drei Monate verbrachte sie als Reporterin an Bord des Forschungsschiffs „Polarstern“, lernte Stärken und Leidenschaften der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kennen. Mit der Redaktion sprechen konnte sie nur aus der Funkerkabine des Schiffs, per Satellit. Seite 82 Heilsamer Zwischenstopp Selten verirren sich Besucher aus dem Westen in die Praxis der TCM-Ärztin May Yufang (M.) in der chinesischen Stadt Lanzhou. Der Autorin Bettina Sengling (hinten r.) verordnete sie Moxa-Kegel und Akupunktur. Die traditionelle Behandlung hielt Yufang in einem Selfie fest. Vier…

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kosmos

DR KONGO Niedliche Stilikone Mit Hut, Schottenrock und Schuhen von Versace posiert Israell Mbona vor der Kamera. Er ist erst fünf Jahre alt, aber schon ein »Sapeur«. Mitglieder dieser Bewegung schlüpfen in elegantere Identitäten; noch wichtiger als westliche Luxuskleidung sind ihre einstudierten Gesten. Ihr Aufzug steht im starken Kontrast zu ihren Lebensumständen. Doch auf den Straßen werden sie gefeiert und bewundert, sie bringen Farbe in den Alltag Kinshasas. Israells Pfeife ist vermutlich kalt – die meisten Sapeurs zünden auch Zigarren aus Kostengründen nicht an OZEANIEN Neugieriger Riese Direkt unter der Wasserlinie scheint sich der Wal am Schlauchboot vorbeizudrücken: 300 Meter beträgt eigentlich der obligatorische Mindestabstand zu den Tieren in den Gewässern um Tonga. Das Königreich im Südpazifik besteht aus mehr als 170 weit zerstreuten Inseln. Die tropische Meeresregion mit ihren milden Temperaturen dient Buckelwalen als…

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glanz aus alten eimern

Sie stapeln sich in Kellern und verstauben auf Dachböden: Eimer und Dosen mit nicht aufgebrauchter Farbe. 50 Millionen Liter davon werden jedes Jahr allein in Großbritannien entsorgt. Dabei wäre etwa Hälfte dieser Menge noch gut zu gebrauchen. Dieser Reste nimmt sich das Recycling-Netzwerk „Community RePaint“ an: Überall im Land sammelt die Initiative Farbreste und vermittelt sie an Geringverdiener und gemeinnützige Projekte. Genutzt werden die Lacke, Öle und Wandfarben für öffentliche und private Zwecke: Freiwillige streichen damit Parkbänke in Cornwall oder die Möbel eines Gemeindezentrums in Birmingham, Familien verzieren Gartenhäuser oder Küchenschränke, Kinder dürfen damit die Eingangshallen und Außenwände ihrer Schulen bemalen. In Großbritannien gibt es bereits rund 100 Verkaufsstellen für die Recyclingware. Jede Farbe – egal, wie teuer sie einst war – kostet dort einen bis drei Euro pro Liter. Außerdem bietet…

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und ein leckerli als dankeschön

Wenn Charly unachtsam über die Straße rennt, das Auto übersieht, beim Aufprall einen Milzriss erleidet, muss er womöglich mit inneren Blutungen in die Tierklinik. Er benötigt dann vielleicht Spenderblut – und zwar das passende. Denn auch Hund und Katze haben, wie die meisten Wirbeltiere, Blutgruppen. Und auch Haustiere können Blut spenden. Nur wissen Herrchen und Frauchen das meist nicht. Eine britische Studie brachte an den Tag: 70 Prozent der Halter haben noch nie von dieser Möglichkeit gehört, obwohl fast 90 Prozent von ihnen bereit wären, ihr Tier spenden zu lassen. Spenderblut ist Mangelware in der Kleintiermedizin. In Deutschland entstand 1997 die erste Tierblutbank an der FU Berlin, etwa 300 Hunde und 180 Katzen erhalten dort jedes Jahr Blut. Hunde spenden für Hunde, Katzen für Katzen. Was sie davon haben? Eine kostenlose…

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der anstifter

Seine Feuertaufe durchlebte Juri Komarow als Kind: Sein Onkel, ein Feuerwehrmann, nahm ihn zu einem Einsatz mit, Komarow durfte aus sicherer Entfernung zuschauen. Doch erst Jahre später, als Jugendlicher, wurde er selbst aktiv – wegen einer umstrittenen Regelung der russischen Regierung: Seit dem Jahr 2015 brauchen Brände, die in sogenannten Kontrollzonen lodern, nicht mehr gelöscht zu werden. Wenn die Einsatzkosten höher sein könnten als der zu erwartende Schaden, lassen die zuständigen Behörden die Feuer häufig einfach brennen. Was wirtschaftlich rentabel scheint, nimmt Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum und lässt Anwohner aus umliegenden Dörfern und Städten über Atemprobleme klagen. Zudem verstärken die Feuer die Klimakrise: Die in Russland typischen Torfbrände setzen sehr viel CO2 frei. Feuer sind in Russland ein wiederkehrendes Problem, allein 2019 brannten 13 Millionen Hektar Wald ab, ein Gebiet…