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Wetenschap
P.M. Magazin

P.M. Magazin 09/2020

"P.M. berichtet informationstief und gedankenscharf über die spannendsten Ereignisse der Wissenschaft in einer ganz besonders unterhaltenden Art und Weise. P.M. erzählt aus den Werkstätten der Zukunft. Faszinierend und begeisternd. P.M. bietet emotionalen Mehrwert, denn P.M. ist das einzige seriöse Magazin im Wissenssegment, das nicht nur verständlich sondern auch unterhaltsam ist. Die Artikel gehen den Dingen auf den Grund und vermittelt Wissen leidenschaftlich – immer auf Augenhöhe mit seinen Lesern und stets aus überraschender Perspektive. Dabei liefert das Magazin immer wieder neues Wissen, spannende und außergewöhnliche Geschichten und gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Der Claim ""Neugierig auf morgen"" spiegelt sowohl das Interesse der Leser als auch den Antrieb der Redaktion perfekt wider."

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Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Verschijningsfrequentie:
Monthly
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12 Edities

in deze editie

2 min.
die unscheinbare weltmacht

Liebe Leserin, lieber Leser, »Ohne Pilze wäre die Welt eine Katastrophe.« Mit diesem Satz zitieren wir in unserer Titelgeschichte den Wissenschaftler François Buscot vom Helmholtz­Zentrum für Umweltforschung. Ein wenig seltsam klingt seine Feststellung schon, finde ich. Meine Güte, dann sind halt mal keine Champignons im Salat, was soll’s, so dachte ich. Meine Ignoranz, die ich hier zur Schau stelle, muss ich gar nicht vortäuschen, sie ist echt. Jedenfalls war sie es – bis ich den Text unseres Autors Carsten Jasner über das Reich der Pilze las. Er steckt voller unfassbarer Fakten. Mir war nicht klar, dass »Fungi« das dritte große Reich der eukariotischen Lebewesen ausmachen, eine eigene Kategorie, die auf Augenhöhe mit Pflanzen und Tieren ist. Wobei Pilze die Welt noch viel stärker durchdringen als die anderen Wesen. Sie sind in jedem…

1 min.
zitate

»Wahnsinn ist, etwas wieder und wieder auf dieselbe Art und Weise zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.« RITA MAE BROWN (* 1944), britische Schriftstellerin Eingesandt von Steffi Kremer, Hanau »Jeder Standpunkt ist unerträglich, aber gar keinen Standpunkt zu haben, das ist noch unerträglicher.« GOTTFRIED BENN (1886–1956), deutscher Dichter Eingesandt von Ulrike Schwarz, Büchenbach Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern. JEAN GABIN (1904–1976), französischer Schauspieler Eingesandt von Carmen Martinez, München »Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.« PETER USTINOV (1921–2004), britischer Schauspieler Eingesandt von Michael Knecht, per E-Mail »Wir begreifen so lange nicht, was wir tun, bis wir erfahren, was die Natur täte, wenn wir nichts tun würden.« WENDELL BERRY (* 1934), US-amerikanischer Dichter und Umweltaktivist Eingesandt von Stefan Schölkopf, per E-Mail HABEN SIE EIN LIEBLINGSZITAT? Schicken Sie es uns! Wir freuen uns…

2 min.
reaktion

P.M. 08/2020 Forschung Gentherapie Andreas Kulozik, Ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Heidelberg, weist darauf hin, dass jene 50 Patienten, die eine Gentherapie gegen Thalassämie erhalten haben, nicht ausschließlich von seinem Team behandelt worden sind, sondern unter Beteiligung seines Teams im Rahmen klinischer Studien. Wir entschuldigen uns für die missverständliche Formulierung. DIE REDAKTION Der Artikel zum Thema Genbehandlung ist sehr interessant. Allerdings verwundert die Tatsache, dass hier an Krankheiten geforscht wird, bei denen es zusammengenommen (Thalassämie und Sichelzellanämie) nur einige Tausend Fälle in Deutschland gibt. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte hier keine Selektion oder Triage betreiben, aber diese Forschungsgelder könnten doch einem viel größeren Kreis von Patienten zugutekommen, wenn andere Krankheitsbilder Priorität bekämen. Udo Trepte, per E-Mail P.M. 06/2020 Testgelände Der Test von Tschernobyl Danke für diesen Artikel. Es ist sehr selten, dass…

10 min.
blitzende löcher

ASTROPHYSIK Wenn Schwarze Löcher kollidieren, ist das mit optischen Teleskopen eigentlich nicht zu sehen. Beobachten lässt es sich nur mit Detektoren, die Gravitationswellen wahrnehmen. Doch als solche Detektoren im Mai 2019 eine Kollision entdeckten, konnte auch das Palomar-Observatorium bei San Diego einen Lichtblitz aus just jener Region des Alls beobachten, wie nun verkündet wurde. Demnach verschmolzen zwei »kleine« Schwarze Löcher – gemeinsam etwa 100-mal so massereich wie die Sonne – in der gasreichen Umgebung eines dritten, supermassiven Schwarzen Lochs. Das neu entstandene Ungetüm durchpflügte das Gas mit hoher Geschwindigkeit und produzierte dadurch die Lichtblitze. Zurück in der Zukunft: Speichermedien COMPUTER »Es ist noch nicht lange her, da waren Computeranwender schon froh, wenn sie Disketten mit einer Speicherfähigkeit von 360 Kilobyte benutzen konnten.« Vor 30 Jahren schrieb P.M. diesen Satz. Seitdem hat sich…

15 min.
heimliche herrscher

Dieser Ort im Wald erinnert an ein Reihengrab: Vier Meter lange Baumstämme liegen in regelmäßigen Abständen nebeneinander und verrotten. Rinde platzt ab, Moos wuchert. Angenagelte Schildchen weisen das Totholz als Kirsche, Hainbuche, Eiche, Kiefer aus – 13 Arten insgesamt. Den Ahorn bedeckt ein schwarzer Film, aus der Kiefer wuchern hufartige Gebilde. Aus der Birke quillt teigige Masse. »Was wir hier von den Pilzen sehen«, sagt François Buscot, »sind bloß winzige Auswüchse.« Der Baumfriedhof im brandenburgischen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist ein wissenschaftliches Experiment. Seit zwölf Jahren dokumentieren Dutzende Forscher den Zerfall, darunter der Ökologe Buscot vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle. Er interessiert sich für die Verantwortlichen: Pilze. Sie treiben mikroskopisch feine Fäden über Millionen Kilometer kreuz und quer durch die Stämme. »Sie zerlegen sie wie Bergarbeiter in einer Mine. Sie sind die…

13 min.
»hätten traditionelle mittel das malaria-problem gelöst, wären meine erfindungen unnötig«

Als Astrophysiker erforscht Szabolcs Márka an der New Yorker Columbia University Schwarze Löcher. Er war als Teil des Forschungsnetzwerks Ligo am Nachweis von Gravitationswellen beteiligt – und damit an einer wichtigen Bestätigung von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Nun arbeitet er daran, eine der tödlichsten Krankheiten der Welt auszurotten. P.M.: Ist Ihnen der Kosmos zu langweilig geworden, Professor Márka? Márka: Eigentlich nicht. Aber für mich ist Astrophysik etwas von abstrakter Schönheit. Sie wird niemals direkten Einfluss auf unser Leben haben. Deshalb widmen Sie sich neben der Astrophysik einem irdischen Problem: der Malaria. Genau. Wenn ich sterbe, stirbt all mein Wissen mit mir. Deshalb habe ich mich gefragt: Kann ich mein Wissen dafür einsetzen, etwas zu tun, das der Menschheit wirklich hilft? Aber was haben das Aufspüren Schwarzer Löcher und der Kampf gegen die Anophelesmücken, die Überträger…