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P.M. Magazin

P.M. Magazin 01/2021

"P.M. berichtet informationstief und gedankenscharf über die spannendsten Ereignisse der Wissenschaft in einer ganz besonders unterhaltenden Art und Weise. P.M. erzählt aus den Werkstätten der Zukunft. Faszinierend und begeisternd. P.M. bietet emotionalen Mehrwert, denn P.M. ist das einzige seriöse Magazin im Wissenssegment, das nicht nur verständlich sondern auch unterhaltsam ist. Die Artikel gehen den Dingen auf den Grund und vermittelt Wissen leidenschaftlich – immer auf Augenhöhe mit seinen Lesern und stets aus überraschender Perspektive. Dabei liefert das Magazin immer wieder neues Wissen, spannende und außergewöhnliche Geschichten und gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Der Claim ""Neugierig auf morgen"" spiegelt sowohl das Interesse der Leser als auch den Antrieb der Redaktion perfekt wider."

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Land:
Germany
Taal:
German
Uitgever:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frequentie:
Monthly
€ 2,96(Incl. btw)
€ 34,66(Incl. btw)
12 Edities

in deze editie

8 min
digitales wohnen

Den Inhalt des Kühlschranks vom Büro aus checken und die Einkaufsliste aufs Handy schicken lassen, der Roboter mäht derweil den Rasen, und die Wohnung wird von unterwegs auf Wohlfühltemperatur gebracht: Schön, wenn man müde von der Arbeit heimkommt und alles schon erledigt ist. Das Smarthome ist eine Verheißung. »Der Trend geht klar in Richtung Vernetzung: Die Geräte kommunizieren untereinander und werden über eine gemeinsame Plattform gesteuert«, sagt Sebastian Klöß vom Digitalverband Bitkom. »Das Smarthome erkennt, wenn sein Bewohner nach Hause kommt, entriegelt für ihn die Wohnungstür, schaltet das Licht ein, startet seine Lieblingsmusik und fährt die Rollos hoch – um nur ein paar Beispiele zu nennen.« Dumm nur, wenn die einzelnen Verbundgeräte sich eben nicht reibungslos vernetzen lassen oder plötzlich ein Eigenleben führen. Dann wird es kompliziert, um nicht zu sagen: reichlich…

3 min
wie jetzt?

Warum haben nur Männer Glatzen? MEDIZIN Eine Hauptrolle beim Haarausfall spielt das männliche Geschlechtshormon Testosteron. In der Haut wächst jedes Haar in seinem eigenen Minikanal heran: dem Haarfollikel. Dort bilden sich neue Haare und verdrängen die alten nach und nach. Doch ein Enzym kann Testosteron in Dihydrotestosteron umwandeln, das sich an die Haarfollikel setzt und sie langsam verkümmern lässt. Wie empfindlich die Follikel dafür sind, wird von Genen gesteuert, die sowohl Vater als auch Mutter weitergeben. Genetisch betrachtet sind also auch Frauen betroffen – allerdings schwächer, denn sie haben nun einmal weniger männliche Geschlechtshormone. Warum sagen wir »Fahneneid«? GESCHICHTE Symbolisch legen Bundeswehrsoldaten ihren Eid an einer Fahne ab. Und auch sonst spielt die Fahne beim Militär eine wichtige Rolle – sprachlich ist das etwa am Begriff »Fahnenflucht« erkennbar. Auch früher trugen viele Militärformationen bedeutsame…

10 min
krank heisst auch gesund

Werden wir krank, dann leiden wir. Und verfluchen oftmals unseren siechen Körper: Warum lässt er uns nur so im Stich? Tatsache ist: Unser Organismus ist ein Kompromiss zwischen teils gegensätzlichen Anforderungen, geschmiedet von der Evolution. Was uns vor einem Leiden schützt, macht uns für ein anderes anfällig. Das sieht man zum Beispiel an der schweren Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose. Von den fast 785 000 Säuglingen, die im Jahr 2017 in Deutschland geboren wurden, bekamen 206 diese Diagnose. Die Kinder leiden darunter, dass sich zäher Schleim im Gewebe zwischen ihren Zellen bildet. Vor allem Lunge und Bauchspeicheldrüse nehmen Schaden. Die Ursache sind Mutationen auf dem CFTR-Gen. Sie kommen recht häufig vor: Jeder 25. Mensch europäischer Abstammung gilt als Träger einer solchen Genvariante. Krank macht sie aber nur, wenn sie von beiden Elternteilen weitergeben wird. Auch wenn…

5 min
1843 was ist eine dampfmaschine?

Die Dampfmaschine veränderte im 19. Jahrhundert die Welt für immer. Das riesige, heiße und laute Ungetüm trieb eine neuartige Industrie an. Doch die Naturwissenschaft konnte mit dieser Revolution nicht mithalten. Wie genau gelang es der Maschine, die Wärme eines Kohlenfeuers in das kraftvolle Rotieren einer Achse zu verwandeln? Wie ließ sich die Technik weiterentwickeln, und welche Grenzen waren ihr gesetzt? Die Physiker waren ratlos. Die Geheimnisse der Dampfmaschine konnten erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelüftet werden. Zuvor hatte eine bunte Truppe von Außenseitern, die einander nicht einmal kannten, in einem halben Jahrhundert das nötige Wissen zusammengetragen. DER OFFIZIER Der erste von ihnen war der erst 27 Jahre alte französische Offizier im Ingenieurskorps und Naturwissenschaftler Sadi Carnot. Seine erste und einzige Veröffentlichung waren die »Betrachtungen über die bewegende Kraft des Feuers«…

10 min
alpha

Rare Urwälder ÖKOLOGIE Moos und Flechten überziehen die Bäume des Lorbeerwalds von Garajonay auf der Kanareninsel La Gomera. Wälder dieser Art bedeckten einst auch das europäische Festland – die Eiszeit überstanden sie jedoch nur auf wenigen Inseln. Welche Typen von Wald wo in Europa noch naturbelassen wachsen, hat nun ein internationales Forscherteam für 54 Waldarten aufgeschlüsselt. Bei 39 der Arten beträgt der Anteil der naturbelassenen Bestände europaweit demnach nur weniger als ein Prozent. Doch ein Ergebnis der Studie ermutigt: Um die meisten der verbliebenen »Primärwälder« zu erhalten, so die Forscher, müssten nur 0,3 Prozent der Landfläche Europas zusätzlich unter Naturschutz gestellt werden. Zurück in der Zukunft: Endlagersuche ATOMENERGIE Gorleben lag noch »nahe an der Grenze zur DDR«, und in der Bundesrepublik leisteten 20 Kernkraftwerke ihren Dienst. Das damalige Problem aber klingt heute aktueller…

12 min
schmelzzeit

So sah das gestern aber noch nicht aus. Jeden Morgen stiefelt Marcel Nicolaus nach draußen zu seinem Arbeitsplatz, und oft wartet dort eine Überraschung auf den Meereis-Physiker. Neben dem Loch, durch das er seinen Unterwasserroboter hinablässt, hat sich heute ein Eisklotz, groß wie ein Findling, hochgeschoben. Er drückt die Eiskante nach unten, sodass sie von Meerwasser überspült wird. Es sind um die null Grad, überall taut es. »Puh, ist das warm«, sagt Nicolaus. Eben weil es in der Arktis immer wärmer wird, arbeitet Nicolaus im Sommer 2020 nicht in seinem Büro beim Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, sondern auf einer Eisscholle unweit vom Nordpol: 500 mal 400 Meter groß, am Rand Berge aus Presseis. Die müssen die Forscher jedes Mal überqueren, wenn sie zu ihren Stationen auf der Eisfläche davor gelangen wollen. Es ist…