Liebe Leserin, lieber Leser,
GEO war noch kein Jahr alt, da hob am amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral eine Trägerrakete die Raumsonde „Voyager 1“ ins All. An Bord: eine goldene Schallplatte mit Musik von Mozart, Grüßen in 55 Sprachen und, wie poetisch, mit Aufnahmen von menschlichem Gelächter.
Außerirdischen, die „Voyager 1“ einfangen, soll die goldene Scheibe ein Bild vermitteln von uns Menschen. Die Sonde rast mit 61 000 Kilometern pro Stunde durchs All und ist doch, nach fast 50 Jahren, erst einen Lichttag (!) von uns entfernt. Was für ein hochfliegendes Menschheitsprojekt: einen fröhlichen Gruß zu senden in das furcht erregend leere Nichts, das uns umgibt.
Etwa zur selben Zeit, als „Voyager 1“ ihre Odyssee antrat, begann man in der Bundesrepublik Deutschland, Dokumente deutscher Kultur und Geschichte auf Mikrofilm zu bannen…