All diese großen Namen. Sie können eine Künstlerin ins Rampenlicht rücken und ihr Aufmerksamkeit schenken. Sie können sie aber auch überschatten, von ihrer eigenen Geschichte ablenken.
Dass große Namen Segen und Fluch zugleich sein können, hat Judith Hill früh erfahren. Aufgewachsen ist sie in Hollywood, dort, wo das Scheinwerferlicht besonders hell scheint. Hill, 37, kommt aus einer musikalischen Familie. Ihre Mutter Michiko, eine Japanerin, ist Pianistin, ihr Vater Robert „Pee Wee“ Bassist. Die Eltern spielten mit Bob Dylan, Wayne Shorter, Chaka Khan und Billy Preston. Berühmtheiten gingen bei ihnen ein und aus, um zu proben oder Musik aufzunehmen, Soul, Funk, R’n’B.
„Als Kind war ich wie ein Schwamm, der alles aufsaugte“, sagt Judith Hill im Telefongespräch. „Ich fühle mich privilegiert, so viele großartige Einflüsse gehabt zu haben.“ Mit vier Jahren…