Lesen Sie exklusive und spannende Reportagen aus den Ressorts Gesellschaft, Politik, Kultur, Panorama, Wissenschaft, Medizin und Technik. Entdecken Sie Woche für Woche die neuesten Trends aus Lifestyle, Gesundheit, Auto, Musik, Mode und Sport.
Überall lauern schlechte Nachrichten: Die Inzidenzwerte sind erneut extrem hoch, dabei hat die kalte Jahreszeit noch gar nicht richtig angefangen. Die Preise steigen, in vielen Branchen ist von Lieferschwierigkeiten die Rede. Und in der Bekämpfung der Klimakrise kommen wir einfach nicht schnell genug voran. Da möchte man obendrauf nicht auch noch von anderen globalen Problemen hören. Und trotzdem konfrontieren wir Sie mit einem weiteren bedrückenden Thema, weil es wichtig ist, darüber zu sprechen: Der Hunger ist wieder da. Etwa 270 Millionen Menschen droht dieses Jahr eine Nahrungsmittelknappheit, das ist nahezu eine Verdopplung der Zahlen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit.Wir waren auf einem guten Weg. Bilder von aufgeblähten Kinderbäuchen aus der nigerianischen Region Biafra in den 60er Jahren oder aus den Bürgerkriegsgebieten Äthiopiens in den Siebzigern und Achtzigern gehörten der Vergangenheit an.…
stern Nr. 44/2021, „Wir waren Vollidioten“ – Ex-Chefredakteur Hajo Schumacher über Machtmissbrauch in Redaktionen Vogelfreie Tippmamsells Als ich 1970 mein Zeitungsvolontariat antrat, wusste ich nach einer Woche, wie es so läuft: Betatschen, begrapschen und anzügliche Sprüche gehörten zum Alltag. Damen waren damals unisono Tippmamsells und vogelfrei! 50 Jahre arbeite ich jetzt als Journalistin – geändert hat sich leider fast nichts! Sylvia von Lichem, München Wir Idiotinnen! Danke für den ehrlichen Artikel. Auch ich habe als junge Frau für eine Zeitung gearbeitet. Man nannte uns Frischfleisch. Aber den Begriff kannte ich schon von der Uni. Auch die Bezeichnung „wandelnde Feuchtzone“ war verbreitet. 2005 fasste mir ein unappetitlicher Mitarbeiter in einem großen amerikanischen Unternehmen in Berlin im Fahrstuhl an den Busen. Ein anderer disste mich, weil ich seine Avancen abwehrte.…
Liebe stern-Redaktion, wann kommt der große Artikel, der sich mit der Herstellung der Batterien für E-Autos und E-Bikes beschäftigt? Stichwort Abbau und Transport seltener Erden. Ich frage mich: Wie ist die Ökobilanz von Elektro-Fahrzeugen tatsächlich? Frank-Michael Homa, Frankfurt am Main Sehr geehrter Herr Homa, Ihre Frage ist berechtigt: Heutige Akkus enthalten Rohstoffe wie Kobalt, Lithium oder Nickel. Deren Gewinnung braucht unter anderem viel Wasser. Trotzdem schlägt ein modernes E-Auto über den Lebenszyklus in ökologischer Hinsicht jeden Verbrenner. Die renommierte Organisation Transport & Environment (T&E) hat jüngst ausgerechnet: Ein Benziner verbraucht im Leben durchschnittlich 12 500 Kilogramm Benzin. Ein E-Auto nutzt (nicht verbraucht) dagegen nur 160 Kilogramm Metallrohstoff, wovon sich 130 Kilogramm recyceln lassen. Der Metallbedarf wird weiter sinken, so T&E. Das International Council On Clean Transportation (ICCT) sieht das ähnlich.…
Gemeinsam gegen den Hunger Ein großes Projekt, in großartiger Teamarbeit: Gemeinsam mit Dorfchefin Josephine Mbuvi (l.), den Welthungerhilfe-Mitarbeitern Esther Mutisya und Nicholas Kimeu (r.) diskutierte stern-Redakteur Marc Goergen die Herausforderungen von Kinakoni – jenes Dorfs in Kenia, das stern und Welthungerhilfe über drei Jahre begleiten werden, um Lösungen für den wiederkehrenden Hunger zu finden. Seit mehreren Monaten laufen in Deutschland und in Kenia die Vorbereitungen für diese einzigartige Kooperation. Eine besondere Rolle wird der Dorffelsen von Kinakoni spielen, auf dem sich das Team niedergelassen hat – warum, das lesen Sie ab Seite 22. Dahin, wo die Angst ist Zwei Stunden lang hielt Ferdinand von Schirach, der eine Serie über Deutschlands größten Justiz-Skandal geschrieben hat, den stern-Reportern Hannes Roß (r.) und Lena Steeg ein Plädoyer für die Macht der Vernunft. Er…
GROSSBRITANNIEN KLIMA-STAR Die Eskorte zum Empfang hatte fast royale Dimensionen. Am Samstag traf die Umweltaktivistin Greta Thunberg in Glasgow ein. Anders als viele Delegierte der nahezu 200 Staaten, die auf dem Weltklimagipfel COP 26 über Wege beraten, die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad zu begrenzen, war die 18-Jährige klimafreundlich per Zug angereist. Umringt von einem Polizeikordon wurde sie an Fotografen und Fans vorbei durch den Bahnhof geschleust. „Danke für den herzlichen Empfang!“, schrieb Thunberg später auf Twitter. Zurzeit bewegt sich die Welt laut UN auf 2,7 Grad Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 zu. SPANIEN ALTER FALTER! Ach, wie gern würden wir Menschen dem ganzen Alltags-Mist manchmal einfach davonflattern. Aber sich leicht zu fühlen ist oft so schwer. Schön, dass es zumindest in der Kunst gelingt: Diese Tänzerin des „Ballet Flamenco…
Wer es gesehen hat, spricht mit Abscheu davon. Aber auch mit Faszination. „Squid Game“ heißt die Serie der Stunde. Menschen mit hohen Schulden nehmen an einem „Wettkampf in Kinderspielen“ teil, so beschreibt Netflix das Programm, das zum erfolgreichsten in der Geschichte des Streamingdienstes geworden ist (siehe auch S. 50). Die Teilnehmer wissen, dass sie sich in Lebensgefahr begeben, aber sie hoffen auf das hohe Preisgeld, ihre Rettung. Wer in einem dieser „Kinderspiele“ verliert, wird getötet. Und das geht so: Stellen Sie sich vor, Sie spielen „Mensch ärgere Dich nicht“, und als Ihr Mitspieler Ihr rotes Hütchen vom Feld räumt, schießt Ihnen jemand ins Gesicht. So ungefähr ist „Squid Game“. Dabei sieht das Ganze sehr ästhetisch aus.Die Bilder zeigen bunte Flächen in geschlossenen Räumen, einige Figuren tragen gesichtslose Masken und farbige…