Einmal wendet sich Fleabag an ihren Vater: „Ich habe das schreckliche Gefühl, dass ich eine gierige, perverse, selbstsüchtige, teilnahmslose, zynische, verkommene, moralisch bankrotte Frau bin, die sich nicht einmal eine Feministin nennen kann.“ Der Vater entgegnet: „Das hast du alles von deiner Mutter.“ Von ihrer Mutter, die an Brustkrebs gestorben ist, an Krebs an den Körperteilen, die sie am meisten mochte, wie Fleabag an ihrem Grab stehend sagt; ihrer Mutter, die nach ihrem Tod vom Vater durch Fleabags Taufpatin ersetzt wurde, eine Späthippie-Künstlerin mit dem Lieblingsthema Sex.
Fast jede Minute der mittlerweile zwölf Folgen der Serie „Fleabag“ steckt voller abgründiger Gags, voller Momente, in denen der Zuschauer denkt: „Sie wird doch jetzt nicht ...“ – Doch, sie wird sich vor dem schmierigen Bankberater, mit dem sie über einen Kredit verhandelt,…