DIE GESCHICHTEN HINTER DEN HÄUSERN Der Mann steht vor dem, was einmal sein Zuhause war, blickt auf die Baggerschaufel, die sich dem Dach nähert, zieht tief an seiner Zigarette und hält die Tränen zurück. Viel hat die Ahr nicht gelassen von seinem Haus. Und das, was noch steht, ist einsturzgefährdet, zu unsicher, um darin zu leben. „Gib mir mein Haus zurück, gib mir mein Haus zurück“, das sage seine Frau jede Nacht, sie weine viel und spreche wenig im Moment. Er müsse stark sein jetzt, für sie. „Sonst bricht sie mir kaputt.“ Seine Lippe bebt, die Baggerschaufel reißt ein großes Stück aus dem Dachstuhl, „das war alles mit Liebe gemacht“, sagt er, er sei Steinmetz, ein einfacher Mann, habe vieles selbst gebaut am Haus. 21 Jahre Arbeit stecken darin, vor…