Oh, Chicago! Wer etwas versteht vom Indierock, der eigenwillig, unprätentiös und mit viel Lust auf Experimente sein will, verbindet mit der US-Metropole am Lake Michigan im Kopf und im Ohr sofort Namen wie: Eleventh Dream Day, The Sea and Cake und Tortoise, Urge Overkill und, klar, die Smashing Pumpkins.
Der Name der Newcomer von Friko lässt eher an Tiefkühlkost denken, doch Sänger Niko Kapetan, Bassist Luke Stamos und Schlagzeugerin Bailey Minzenberger werfen sich so heißblütig in ihre Mini-Opern aus Kummer und Herrlichkeit, dass sofort alle Rockerherzen auftauen sollten. Geschrei, Mehrstimmigkeit und Balladen, Gitarrenlawinen, Geige, Cello und Klavier: Alles findet seinen Platz in einem Stilgemisch, dessen Leitmotiv Kapetan umschreibt mit „sich selbst und die Menschen um sich herum verbessern zu wollen, aber zu fragen, wie man das in der Welt, in…
