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A&W ARCHITEKTUR & WOHNENA&W ARCHITEKTUR & WOHNEN

A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN 03/2019

A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN berichtet umfassend, kompetent und unterhaltend zugleich über die Trends und Tendenzen in den Bereichen Wohnen, Architektur, im Interior- und Produktdesign und in der Gartengestaltung. Das Magazin vermittelt Hintergrundwissen zu internationalen Architekturprojekten und beobachtet die Kunst aus seinem spezifischen Blickwinkel. Dabei ist A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN nicht nur Spiegelbild der ästhetischen Tendenzen unserer Zeit, sondern wirkt selbst stilbildend und beweist so seine Rolle als Opinionleader.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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6 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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aus der redaktion

Wie werden wir morgen leben? Während ich über diese Frage grübele, sitze ich im New Yorker Hotel Nomad am Broadway und schaue auf Hochhausfassaden. Vielleicht gibt es keinen besseren Ort, um über Zukunft nachzudenken, vielleicht auch keinen schlechteren: Ich habe ein Zimmer im vierten Stock, die Morgensonne erlebe ich nur an den heller leuchtenden neoklassizistischen Backstein-Hochhauswänden gegenüber, Sunset ist (im April) irgendwann gegen 15 Uhr, wenn der Feuerball sein einstündiges Intermezzo zwischen zwei 90er-Jahre-Wohnsilos abrupt beendet. Bis Mitte des Jahrhunderts wird auf dem Planeten Wohnraum für zusätzlich 2,6 Milliarden Menschen benötigt, überwiegend in Städten. In New York erlebt man hautnah, was das bedeutet: Ein bis dato ungekannter Bauboom hat die Stadt ergriffen, in atemberaubendem Tempo versinkt die alte, nach 9/11 eh kaum gelernte Skyline, zwischen Condominium-Towern rund um die Billionaires Row…

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contributors

MEIKE WINNEMUTH Wer pflanzt denn da? Die Auflösung des Rätsels: unsere Kolumnistin! Ein kleines eigenes Grundstück an der Ostsee wurde für sie zum Experimentierfeld und Erfahrungsraum. Dort hat sie, die ihr Leben lang in der Welt unterwegs war, Wurzeln geschlagen. In einer Hütte mit Holzofen, mit Fiete, ihrem Foxterrier. Ein Jahr hat sie geackert, gebuddelt, geerntet. Erfahrung? Hatte sie nahezu keine. Da war nur die Lust zu suchen, was man auf dem eigenen Stück Garten so finden kann. Ein berührendes Tagebuch ist daraus geworden. Man freut sich mit Meike, wenn sie Schnecken vertreibt, futtert mit ihr Unmengen selbst gezogener Radieschen, Kartoffeln und Tomaten, vertieft sich in Stauden-Latein, meuchelt auch mal eine Rose. Aber letztlich geht es um Geduld, ums Ankommen, um Heimat und um die Erkenntnis: Es geht immer weiter –…

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next generation

Ein Keller voller Spinnen – für Arachnophobiker eine Horrorvorstellung. Für Tomás Saraceno dagegen eine Welt voller Wunder. Im Untergeschoss seines Berliner Ateliers hält der Argentinier unzählige dieser Tierchen. Aus rein wissenschaftlichem Interesse. Ihn fasziniert ihre Fähigkeit des Netzbaus. Spinnen sind Meisterinnen darin, ihre Arbeit ist effizient, ressourcenschonend und wahrhaft ästhetisch. Prädestiniert als Vorbild für die Architektur von morgen. Saracenos Studien fließen in großformatige, oft begehbare Skulpturen, die der Künstler als Ausdruck der Vision eines zukünftigen Lebens betrachtet, in dem wir nicht mehr die Erde bewohnen, sondern dauerhaft den Luftraum erobern. morgen beginnt jetzt Es kann kein Zufall sein, dass auch der Architekturprofessor Achim Menges im Keller seines Arbeitsplatzes Spinnen beobachtet. Die Forschungsarbeit des Visionärs am Stuttgarter Institut für Computational Design and Construction befasst sich mit der Konvergenz von technologischen Prozessen und natürlichen…

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a family affair

Natürlich wird, wer den Londoner Bahnhof St Pancras für eine gut einstündige rumpelige Zugfahrt in leicht nordwestlicher Richtung verlässt, damit rechnen, in the middle of nowhere zu landen. Wer dann in Princes Risborough aussteigt, einem Ort, der nur mit fortgeschrittenem englischen Zungenschlag flüssig artikulierbar ist, wird dennoch in mehrfacher Hinsicht überrascht sein. Erstens weil ein öffentliches Verkehrsmittel sich kurz vor Oxford die Mühe macht, einen regulären Stopp einzulegen. Die übeaschaubare Ansammlung von Häusern macht eine solche Maßnahme nicht unbedingt zwingend. Zweitens weil es hier mal eine Bahnhofsgaststätte gab. Die Überflüssigkeit dieser Institution hat wohl auch der ehemalige Betreiber vor ziemlich langer Zeit eingesehen und seine Konsequenz mittels endgültiger Schließung gezogen – obwohl Pubs auf der Insel doch eigentlich eine sichere Bank sind. Und drittens weil ausgerechnet von hier angesagtes englisches…

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meisterstück

Das Lieblingsbild der Hamburger Tischlerin Hendrike Farenholtz ist der berühmte „Heilige „Hieronymus im Gehäus“ des Renaissancemalers Antonello da Messina. Die Schreibstube des Gelehrten steht darin frei in einem hohen mit Kacheln gepflasterten Kirchenraum. Ein Möbel wie dieses „Gehäus“ hat die Tischlerin mit dem kleinen Regalschrank aus Kirsche gebaut Kontakt hendrike-farenholtz.de 1 BAUART Einfach und klösterlich soll das Schreibmöbel sein. Dafür wählt die Tischlerin die simple Brettbauweise mit Dübeln als Eckverbindungen. Sie gestaltet es transparent, um Inneres und Äußeres gleich schön zu machen. 2 KONSTRUKTION Innen-liegende Kreuze steifen die Konstruktion von Tür und Regal aus. Einlegeböden und Kästen für Stifte lassen sich variabel einsetzen. Die Tür läuft auf Rollen. 3 OBERFLÄCHE Die Farbe des Holzes „befeuert“ Hendrike Farenholtz, indem sie die Kirsche mit Leinöl behandelt, dem sie Bienenwachs und Harze beigemischt hat.…

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bücher

KÖRPERGEFÜHL Mit gewagten Balanceakten wie dem Wohnturm Xanadú in Alicante (siehe Fotos) tanzt der katalanische „Erfinder der Postmoderne“ Ricardo Bofill seit den 60ern aus der Reihe der Modernisten. Was denkt er sich? Antworten von ihm und Weggefährten schärfen den Blick auf die Zeit- und Baugeschichte. Gestalten, 300 Seiten, englischer Text, 49,90 Euro. HEIMSPIELE Die digitale Gesellschaft sehne Bofill sich nach Natur und Häusern, die sich zu ihr öffnen, sagt Autor Philip Jodidio, zwei Jahrzehnte lang Chefredakteur des französischen Kunstmagazin „Conaissance“. Wie es Architekten in aller Welt gelingt, mit Grundrissen Landschaften und Gärten nach drinnen zu holen, beschreibt er so anschaulich, dass man beim Blättern Baupläne schmiedet. Taschen, 456 Seiten, 50 Euro. ALLESKLEBER Einen „Wilden“ nannte die etablierte Szene den 1869 geborenen Franzosen Henri Matisse wegen seiner Farborgien und naiven Formen, „fauve“. Umstritten blieb der „Vater…

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