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art Magazinart Magazin

art Magazin 01/2019

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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CHF 73.46
12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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leonardo, bauhaus, biennale – und ein jubiläum in eigener sache

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, auf dem Titel dieses Hefts haben wir forsch ausgerufen: 2019 ist Da-Vinci-Jahr! Aber ehe uns hier »Fake News« vorgeworfen werden: Ja, das ist nur ein Teil der Wahrheit, die ich unserer prall gefüllten Themenwand fürs nächste Jahr entnehme! Denn parallel zum 500-Jahre-Jubiläum des Renaissancegenies, das in der großen Retrospektive im Pariser LOUVRE im Herbst gipfeln wird, ist in Deutschland BAUHAUS-Jahr! Auch hier beim Hundertsten ist die Dynamik leicht verzögert: Nach dem Eröffnungsfestival vom 16. bis 24. Januar in der Berliner AKADEMIE DER KÜNSTE kehrt erst einmal Ruhe ein, bis dann im April in Weimar das neue Museum eröffnet, der landesweite Reigen der Ausstellungen beginnt und seinen Höhepunkt im September finden wird, wenn auch Dessau kurz vor knapp noch seinen BAUHAUS-Neubau einweiht. Alles dazu in unserem Sonderheft…

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betreff: art

Für unseren Spanien-Korrespondenten Manuel Meyer und Fotografen Gunnar Knechtel war der Besuch der Sagrada Família abenteuerlich und voller Überraschungen: In schwindelerregender Höhe zeigte ihnen Chefarchitekt Jordi Faulí die Geheimnisse der Basilika und irritierte beide mit seiner verblüffenden Ähnlichkeit mit dem legendären Schöpfer Antoni Gaudí. Grandios war auch die Zeitreise, auf die der 93-jährige ehemalige Chefarchitekt Jordi Bonet die beiden mitnahm. Dabei musste unser Korrespondent lernen, dass man ältere Menschen nicht unterbrechen darf. Das war fast noch gefährlicher, als Jordi Faulí über schmale Baugerüste zu folgen. Als Kunstkritikerin der »Süddeutschen Zeitung« betreut Kia Vahland das ganze Spektrum der Kunst – ihre Forscherleidenschaft aber gehört der Renaissance. Nach dem Studium in Rom schrieb sie ihre Dissertation über die Frauenbildnisse von Raffaels Konkurrenten Sebastiano del Piombo. Auch ihn hatte Leonardo da Vinci beeinflusst. So…

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bilder+themen des monats

Feuerwerk bei Kaiserwetter Wer hätte gedacht, dass es keiner Nachtschwärze bedarf, um ein gewaltiges Farbspiel in den Himmel zu zaubern? Am 18. November malte der chinesische Aktionskünstler Cai Guo-Qiang – inspiriert von Botticellis Meisterwerk Primavera – zehn zauberhafte Minuten lang die schönsten Blumen aus Feuer, Licht und Rauch in den Himmel über Florenz. Hier sehen wir den sechsten Akt, Red Lilies, des Schauspiels City of Flowers in the Sky, mit der Cai die Eröffnung seiner Soloschau Flora Commedia in den Uffizien feierte. Dort sind noch bis17. Februar über 60 seiner Werke zu sehen, darunter passenderweise auch diverse prächtige Schießpulvergemälde. Noldes Happy End NDR-Intendant Lutz Marmor (links) präsentiert das Emil-Nolde-Gemälde Sonnenblumen (1926), das 1979 vom Hamburger NDR-Gelände verschwunden war. Die Polizei ging damals davon aus, dass der Dieb NDR-Mitarbeiter gewesen sein muss, stellte die…

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kunst für eine bessere welt

Zehn Jahre ist es her, dass die südkoreanische Multimedia-Künstlerin Kyungah Ham ein nordkoreanisches Propagandaflugblatt fand. Der Wind hatte es vor das Tor ihres Elternhauses getragen. Zuvor war es wahrscheinlich mit einem Heliumballon aus Nordkorea losgeschickt worden. Ham, 1966 in Seoul geboren, ist mit solcher Art Propaganda aufgewachsen. Als Schulkind lieferte sie die Flugblätter bei ihren Lehrern ab und wurde dafür belohnt. Doch als Erwachsene weckte der Fund das Bedürfnis, mit dem vermeintlichen Feind auf der anderen Seite Kontakt aufzunehmen. Es begann ein langwieriger Prozess, in dem Ham ein Netzwerk aufbaute, über das sie anonym mit Künstlern in der nordkoreanischen Diktatur zusammenarbeitet. Sie zeichnet Motive, wie Kronleuchter oder Wortbotschaften wie »Are you lonely too?«, die sie mit der bezahlten Hilfe von russischen oder chinesischen Mittelsmännern nach Nordkorea schmuggeln lässt. Die nordkoreanischen Künstler,…

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aktuell überschätzt

Sein Blick schweift sehnsuchtsvoll in die Ferne. Aus seinen Augen spricht Weisheit und Melancholie. Er ist der König der Tiere, verantwortlich für seine Art. Die Löwen in den Gemälden von Wilhelm Kuhnert, der derzeit von der Frankfurter SCHIRN-KUNSTHALLE als große Entdeckung gefeiert wird, sehen meistens so aus, als hätten sie die Vorlage zum Walt-Disney-Film Der König der Löwen abgegeben: die gleichen majestätischen Posen, die gleiche sorgenvoll-treue Miene. Tatsächlich ist das gar nicht so weit hergeholt, denn die Tierbilder des deutschen Malers und Illustrators haben das Bild von Afrika, seiner Landschaft und seiner Fauna im westlichen Teil der Welt wesentlich mitgeprägt – sämtliche Klischees inklusive. Um 1900 ist Kuhnert (1865 bis1926) mehrmals in die ehemalige Kolonie Deutsch-Ostafrika, heute Tansania, Burundi und Ruanda, gereist, um dort Tiere erst zu erlegen, dann zu malen.…

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kunst aus dem off

Die Figuren und ihre Kleidung wirken furios und gewagt. Unwillkürlich stellt man sich das gelbe Gewand mit den gigantischen Puffärmeln, dem opulenten Adlerrapport und den reich verzierten blauen Handschuhen auf dem Laufsteg vor. Keck und mondän zugleich wirkt auch ein Exemplar mit üppigem Kronendekor auf blauem Grund, das in der Kombination mit dem Kaulquappenmuster des Innenfutters und einem feschen Federhelm jeden Fashionisto begeistern dürfte. Extrem schick und modern – möchte man meinen. Doch in Wahrheit sind diese Entwürfe, die aus dem nordfranzösischen Lille stammen, schon fast 600 Jahre alt. Sie entstammen dem Großen Wappenbuch der Ritter vom Goldenen Vlies, eine der spektakulärsten illustrierten Handschriften des Mittelalters, die nun vollständig in einer hochwertigen Reproduktion vorliegt (erschienen im Verlag wbg Edition, 79,95 Euro). Die Pracht der Bilder ist umwerfend: Ritter mit kühn verzierten…

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