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art Magazinart Magazin

art Magazin 02/2017

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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hoffnung auf fehlschüsse, die ins schwarze treffen

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, Rückblick ins Desaster, Ausblick mulmig – das war der Tenor der ehrlichen Neujahrsansprachen. Auch wenn uns die Weltlage nicht fröhlich stimmt: Für die Kunst wird 2017 ein großes Jahr, ein Jahr, in dem sie sich beweisen muss. VENEDIG-BIENNALE, SKULPTUR PROJEKTE MÜNSTER, DOCUMENTA finden in diesem Sommer gleichzeitig statt. Und wenn es früher mit diesen gewaltig dimensionierten Messinstrumenten der Avantgarde darum ging, herauszufinden, wo bei der Kunst jetzt vorn und wo nun hinten war, wird heute sehr viel mehr verlangt: eine Haltung, die uns hilft, mit der Welt klarzukommen.Hoffnung soll die Kunst stiften, originelle Analysen soll sie liefern, sie soll auf der richtigen Seite stehen, sie soll schön sein und noch dazu brisant, sie soll sich den Fragen der Zeit stellen und die von morgen aufwerfen. Terror,…

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betreff: art

Der Maler Michael Simpson (links) und der Fotograf Pål Hansen im Atelier des MalersART-Leser kennen seine Fotos schon länger: Pål Hansen hat für uns bereits den ehemaligen Direktor der TATE MODERN, Chris Dercon, die Malerin Rose Wylie und den Filmemacher John Akomfrah porträtiert. Der norwegische Fotograf lebt seit vielen Jahren in London; er arbeitet auch für Magazine wie »Time«, »Vogue« und »Vanity Fair«, vor seiner Kamera standen unter anderen die dänische Königin und der Ex-Beatle Ringo Starr. Für den Termin mit dem Maler Michael Simpson fuhr er aufs Land nach Wiltshire. Den Text schrieb Hans Pietsch (ab Seite 52).Fröhliche Fehlersuche: Anke Richter (links) und Dörthe Kretschmer, lange Zeit Dokumentarinnen von ART Wenn Sie, liebe Leser, in unserem Magazin keine, oder sagen wir: fast keine sachlichen Fehler finden, so verdanken Sie das nicht…

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bilder+themen des monats

Klotzen und Kleckern Bei dieser wahnwitzigen Wohnwelt aus Spaghetti-Bergen, Hängeleuchten und Kitschobjekten handelt es sich um den Auftritt der ehrwürdigen Schweizer FONDATION BEYELER auf der letzten ART BASEL MIAMI BEACH. Das Konzept-Chaos stammt vom italienischen Duo Infernale des Kunstbetriebs: Maurizio Cattelan (Künstler) und Pierpaolo Ferrari (Modefotograf), die gemeinsam unter dem Projektnamen »Toilet Paper« agieren. Das seltsame surreale Sammelsurium Maze of Quotes sorgte für viel Aufmerksamkeit – was auf der für Glamour, Exzesse und Rekorde berühmten Messe keine Selbstverständlichkeit ist. Es könnte an der konsequenten Verweigerung guten Geschmacks gelegen haben, dessen gefällige Bedienung ja oftmals Langeweile erzeugt. Beyeler preist den eigenen »Toilet Paper«-Auftritt als Ausdruck einer »komplett neuen Bildgrammatik, die Warhols ohnehin schon dünne Oberflächlichkeit nochmals unterbietet«. Dem ist von unserer Seite nichts hinzuzufügen.Inspiration Elbphilharmonie Die Fertigstellung des neuen Hamburger Wahrzeichens hat für…

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kunst aus dem off

Drei Jahre ist es her, dass der 34-jährige Laolu Senbanjo seinen Beruf als Anwalt für Menschenrechte und seine Heimatstadt Lagos in Nigeria hinter sich ließ, um in die USA zu gehen. Bevor er nach Brooklyn zog, hatte er sich vor allem den Erwartungen seiner Familie und seines Umfelds anpassen müssen. Niemand in seiner Heimat verstand so recht, warum er neben seiner Anwaltskarriere noch unbedingt ein Leben als Künstler haben musste.Die Kultur seines Volks, die Yoruba, die vor allem im Südwesten Nigerias leben und deren mythische Ursprünge wohl zurück bis ins alte Ägypten führen, nahm er mit nach Amerika. In seiner Arbeit empfindet Senbanjo die traditionellen Zeichnungen der Yoruba nach und gibt dem Ganzen einen von Street Art inspirierten Keith-Haring-Touch. In Amerika fühlte er sich schnell akzeptiert und wohl. Er sei…

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kunst für eine bessere welt

Windfarmen müssen nicht wie Fremdkörper in der Landschaft wirken – sie können auch gut aussehenWie eine Armee von außerirdischen Angreifern wirken Windfarmen oft in der Landschaft, wenn man in einiger Entfernung an ihnen vorbeifährt. Die riesigen Windkraftanlagen (Höhe etwa 100 bis 180 Meter, Rotordurchmesser etwa 80 bis 120 Meter) ragen aus der platten norddeutschen Landschaft wie Fremdkörper. »Das muss nicht sein«, findet Gudrun Beneke, die 2014 den Arbeitskreis Ästhetische Energielandschaften ins Leben gerufen hat.Beneke ist Landschaftsarchitektin und Wohn- und Stadtsoziologin und weiß als Niedersächsin, wovon sie spricht, denn in diesem Bundesland stehen mit knapp 6000 Windrädern die meisten in Deutschland. »Unser Anliegen ist es«, sagt Beneke, »dass die Windkraftanlagen sich besser in die Landschaft integrieren, als das bisher der Fall ist.« Dem Arbeitskreis schwebt vor, dass der Stadort für jeden…

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aktuell überschätzt

So soll der Tulpenstrauß vor dem Palais de Tokyo in Zukunft der Terroropfer vom 13. November 2015 gedenken (BOUQUET OF TULIPS, 2016)Tulpen gehen immer. Wenn Rosen zu verbindlich wirken, Margeriten zu altmodisch und Orchideen zu ausgefallen, sind die holländischen Allrounder harmlos genug für jeden Anlass von der Abiturfeier bis zur Pensionierung. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade Jeff Koons, der Papst der Trivial-Kunstwelt, diese Blume längst in sein Hochglanz-Repertoire aufgenommen hat. In Riesengröße in Metall gegossen und spiegelglatt poliert, ist der Tulpenstrauß eine charmant-witzige Großskulptur, die sich mit einer Dosis ironischem Kitsch zum Verkaufsschlager entpuppt hat – genau wie sein realer Kontrapart aus Pflanzensaft und Zellulose. Die koonschen Tulips liegen und lagen an allen möglichen Orten vom Bank-Foyer in Hannover über ein Auktionshaus-Entree in New York bis zum Spielcasino-Flur…

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