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art Magazinart Magazin

art Magazin 02/2018

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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trophäenjäger, rekordpreise und wahre kunstversteher

   TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR  chefredaktion@art-magazin.de    LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, astronomische Preise und schwindelerregende Auktionsrekorde für Spitzenkunstwerke sind eigentlich nichts Neues. 2004 hielten bei SOTHEBY’S in New York die Leute noch den Atem an, als die Gebote für Picassos Junge mit Pfeife erstmals die magische 100-Millionen-Dollar-Marke überschritten. Ein paar Jahre später war es dann fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass ein anderes Picasso-Bild, Die Frauen von Algier, einen dreistelligen Millionenbetrag erzielte. Der Hammer fiel bei 179 Millionen Dollar. Auch ein Modigliani wurde inzwischen für 170 Millionen Dollar versteigert, ein Triptychon von Bacon für 142 Millionen. Und gerade erreicht uns die Nachricht, dass Warhols Orange Marilyn für 250 Millionen Dollar an einen Hedgefonds-Milliardär verkauft wurde.Ein Schnäppchen, wenn man den Preis mit dem vergleicht, was ein arabischer Prinz (offiziell heißt es: die Tourismusbehörde Abu Dhabis) im November bei…

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betreff: art

Profis: Georg Baselitz (links), Herlinde Koelbl (Mitte) und Heinz Peter Schwerfel (rechts)  Trotz seiner großen Erfolge hat Georg Baselitz auch im 80. Lebensjahr immer noch keine Zeit zu verlieren. Nach seinen vergeblichen Versuchen, der ART-Redaktion den Besuch und das Gespräch in seinem Atelier auszureden, hatte er nur noch ein paar wichtige Fragen: Wie lange wird das alles bloß dauern? Zwei oder drei Stunden? Bleibt noch genug Zeit zum Malen am Nachmittag? Dann die Überraschung am großen Tag: Kein einziger Blick auf die Uhr, locker und entspannt beobachtete Baselitz die Vorbereitungen zum Interview durch ART-Korrespondent Heinz Peter Schwerfel und die Fotoaufnahmen, die von keiner Geringeren als der mit vielen Preisen geehrten Fotografin Herlinde Koelbl durchgeführt wurden. Es gab nur einen einzigen heiklen Moment, als er Koelbl plötzlich betont beiläufig fragte, welcher…

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bilder+themen des monats

 Memento moriEin Kind und ein Totenschädel – besser als diese Momentaufnahme aus der australischen national gallery of victoria kann die barocke Vanitas-Motivik, der Verweis auf die eigene Sterblichkeit, in der Gegenwart kaum in Szene gesetzt werden. Das Bild entstand zufällig in Ron Muecks Arbeit Mass (2016/17), für die der australisch-englische Bildhauer 100 Riesenschädel individuell gestaltet hat. Sie türmen sich bis zum 15. April 2018 in der national gallery zwischen den Gemälden des 17. und 18. Jahrhunderts. Während man noch die Perfektion bewundert, mit der Mueck seine Arbeiten aus Fiberglas und Polyesterharz formt, erschaudert man. Denn die zu Haufen getürmten Köpfe erinnern an ein Massengrab nach der Vertuschung eines Massakers. Atompilz in Bonbon-FarbenWas hier so bunt und lustig aussieht wie ein normales Feuerwerk, ist in Wahrheit eine ernste Angelegenheit. Diese Farbexplosion ist…

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kunst für eine bessere welt

Keine Almosen: Clemencia Labin (Mitte) bei der »Trueque«- Aktion in Maracaibo, wo Leute Kunst gegen Lebensmittel tauschen konnten Mit seinen Ölvorkommen könnte Venezuela eines der reichsten Länder der Erde sein. Stattdessen leidet die Bevölkerung unter der korrupten Politik der Maduro-Regierung – und unter Hyperinflation. Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass die Verbraucherpreise dieses Jahr um astronomische 2300 Prozent steigen könnten. Die Lage ist prekär, für ihre wertlosen Bolivares muss die Bevölkerung stundenlang Schlange stehen, öffentliche Dienste und das Gesundheitssystem sind zusammengebrochen. Wer keine Dollar besitzt, dem fehlt es am Notwendigsten: Lebensmittel, Medikamente, Klopapier, Glühbirnen. Das wollte Clemencia Labin nicht länger hinnehmen. Die engagierte venezolanische Künstlerin lebt in Hamburg, hat jahrelang ein Kunstfestival in Maracaibo organisiert und ihr Land 2011 auf der VENEDIG-BIENNALE vertreten. Jetzt startete sie eine Kunstaktion, die ganz praktisch…

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aktuell überschätzt

Urs Fischers Knet-Skulptur von Katy Perry, bevor Besucher daran gearbeitet haben und danach BLISS, 2017, 290 X 315 X 183 CM Millennials – glaubt man Leitartikeln, Soziologen und Mode-Blogs –, so heißt die um die Jahrtausendwende aufgewachsene Generation der heute etwa 25-Jährigen, die zwar über wenig Geld und Sicherheiten verfügt, aber ihr Leben dennoch gern in vollen Zügen genießen will. Längst sind sie mit ihrer ausgeprägten Konsumlaune, ihrem Hang zum bunten Kitsch und ihrem versierten Umgang mit sozialen Medien zur Lieblingszielgruppe im Bereich Mode oder Ernährung geworden, was der Welt kurzlebige Trends wie Toilettenpapier mit Einhorn-Motiven oder regenbogenfarbene Muffins beschert hat.Wer im Dezember 2017 den Showroom in der Spring Street Nummer 39 im New Yorker Galerienviertel SoHo besucht hat, konnte herausfinden, was passiert, wenn ein bildender Künstler die Anfrage »Was…

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kunst aus dem off

2012.06.27 08:27:29 2012.07.18 08:25:48 Die Hauptfigur des Kultfilms Smoke (1995) von Paul Auster und Wayne Wang ist ein fotografierender Kioskbesitzer in New York. Jeden Morgen steht er mit der Kamera auf der Straße, um ein Foto von der Kreuzung zu machen, an der sein Laden liegt. Die Schnappschüsse klebt er in ein Album, um das Vergehen der Zeit sichtbar zu machen. Daran erinnert die Serie des dänischen Fotografen Peter Funch 42nd and Vanderbilt. An eben dieser Kreuzung fotografierte er zwischen 2007 und 2016 Passanten in der morgendlichen Rushhour auf ihrem Weg. Aus der Vielzahl der anonymen, zufälligen Porträts hat er mit viel Geduld die einander zugeordnet, die dieselbe Person an unterschiedlichen Tagen zeigen. Manchmal liegen nur Tage zwischen den Bildern, manchmal Monate oder gar Jahre.2012.05.31 09:05:54 2012.07.17 09:05:13 2012.07.18 09:16:02 2012.07.23 09:15:20   2012.05.31 09:27:44   2012.07.11 09:21:54 Da ist…

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