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art Magazinart Magazin

art Magazin 05/2017

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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eine kleine typologie der länderpavillons

TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR chefredaktion@art-magazin.deLIEBE LESERIN, LIEBER LESER,eine herrliche Vorstellung: Vor der BIENNALE zerbrechen sich 85 Kuratoren den Kopf, wie sie ihrem Land in Venedig einen guten Auftritt verschaffen. Neben der großen Ausstellung, zahllosen kleineren und allen 84 anderen Ländern muss sich der eigene Pavillon behaupten – und auch noch daheim auf Akzeptanz stoßen. Um im Kampfgetümmel ein wenig Klarheit zu schaffen, hier der Versuch einer kleinen Typologie der ewigen Lösungsansätze:Die Thesenschau: Der Landeskurator spielt DOCUMENTA und versucht, mit einer Handvoll Künstlern theoretische oder wirkliche Probleme zu beackern. Also Bildhaftigkeit im digitalen Zeitalter oder Migration – oder doch gleich beides. Meist viel zu ambitioniert für den flanierenden Besucher, der nichts versteht und weitergeht.ThesenschauNationalversammlungDie Mini-Retrospektive: Wird meist betagten Künstlern des Landes gegönnt, die man bislang übergangen hat. Gelingt selten, weil der Künstler vor…

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betreff: art

Heinz Peter Schwerfel diskutierte in Paris mit Biennale-Kuratorin Christine Macel über ihr Konzept für VenedigRebecca Harkins-Cross traf die Künstlerin Tracey Moffatt in Australien Kerstin Schweighöfer besuchte den Sammler Axel Vervoordt in BelgienClaudia Bodin sprach mit dem Kanadier Geoffrey FarmerSaskja Rosset fotografierte ihn in einer Gießerei in St. GallenWenn die VENEDIG-BIENNALE im Mai startet, wird so manches Ausstellungsgeheimnis gelüftet. Wir haben allerdings schon viel früher hinter die Kulissen geschaut. Seit Monaten sind ART- Autoren unterwegs, um Künstler und Ausstellungsmacher in aller Welt zu treffen. Zum Beispiel in Australien. Dort ließ sich Rebecca Harkins-Cross von der notorisch pressescheuen Tracey Moffatt erklären, was die Fotokünstlerin für den australischen Pavillon plant (Seite 46). US-Korrespondentin Claudia Bodin entlockte dem kanadischen Künstler Geoffrey Farmer seine BIENNALE-Idee: Springbrunnen und Bronzefiguren, die in St. Gallen gefertigt werden (Seite…

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bilder+themen des monats

Schätze aus dem Wrack des UnglaublichenSo heißt die Ausstellung, mit der Damien Hirst aufs Kunstparkett zurückkehrt, nachdem er sich in den vergangenen Jahren eher um sein Museum und seine Sammlung gekümmert hat als um den Nachschub neuer Werke. Anlass ist die VENEDIG-BIENNALE, und auch der Ort wird der gewohnten Hybris des englischen Tausendsassas der Young British Artists gerecht: Im PALAZZO GRASSI und in der PUNTA DELLA DOGANA zeigt er 189 Schätze, die vom Grund des Indischen Ozeans geborgen wurden (siehe auch Seite 80). Ob Hirst die Objekte dort vorher abgelegt hat oder ob sie von einem gesunkenen Schiff stammen, lässt der Künstler bewusst offen – Hauptsache, die Spannung steigt. Und mit ihr die Preise der Skulpturen.Zweiundzwanzig Meter MalereiJonas Burgert steht in der Berliner Galerie BLAIN | SOUTHERN hinter seinen Malutensilien…

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kunst aus dem off

Madame Robert Delaunay« steht in Versalien auf der kleinen cremeweißen Karte. Es ist Sonia Delaunay-Terk, die sich in ihrer Rolle als Ehefrau eines berühmten Mannes präsentiert – ihr Name taucht nicht auf. Dabei geht die Forschung davon aus, dass viele der Impulse, für die Robert Delaunay berühmt ist – geometrische Abstraktion, Orphismus, Simultaneffekt –, ursprünglich von Sonia ausgegangen oder zumindest mit ihr gemeinsam entstanden sind.Auf Walter Gropius’ Karte prangt schwarz auf weiß in der Mitte ganz allein der Name des berühmten Architekten und BAUHAUS-Direktors und unten links der Wirkungsort: Weimar. Offenbar war Gropius in der Stadt so bekannt, dass ihm eine Adresse überflüssig schien.Bescheidener wirkt da die Visitenkarte des Bildhauers Constantin Brâncu˛i, der in geschwungener Schönschrift seinen Namen präsentiert, plus Adresse in Paris.Visitenkarten sind Objekte der Selbstdarstellung. Auf ihnen kann…

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kunst für eine bessere welt

Keine Route gefunden«, meldet das Navigationsgerät, versucht man von Jerusalem aus, mit dem Auto das nur wenige Kilometer entfernte Bethlehem zu erreichen. Denn seit 2002 trennt eine rund 30 Kilometer lange Mauer die beiden Städte, von denen eine in Israel, die andere im abgeschnittenen palästinensischen Westjordanland liegt. Nur durch Sicherheitsschleusen passierbar, manifestiert sich hinter der bis zu acht Meter hohen Mauer und insgesamt 759 Kilometer langen Sperre eine von den UN mehrfach kritisierte Besatzungssituation.Alles andere als einladend ist der Trip also; und wohl gerade deshalb hat das britische Graffiti-Phantom Banksy, das bereits 2005 Schablonen-Kunstwerke wie das Mädchen mit den Helium-Ballons auf die Grenzmauer sprühte, nun ein Hotel direkt an den Sperranlagen eröffnet. Das Haus heißt »The Walled Off Hotel«, was phonetisch auf die US-amerikanischen Luxushotels der Waldorf-Astoria-Kette anspielt. »Hotel mit…

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aktuell überschätzt

Selbsterfahrungstrips werden zurzeit gern als Performance-Kunst getarnt ABRAHAM POINCHEVAL IM STEINDer Franzose Abraham Poincheval ist momentan der Star unter denjenigen, die als »Extremkünstler« für Schlagzeilen sorgen. Jüngst hockte er acht Tage und Nächte in einem Felsbrocken, ernährte sich von Trockenfleisch und Flüssignahrung und ließ sich dabei per Videoübertragung beobachten. Sein Motto muss wohl »Übung macht den Meister« lauten, denn offenbar kann er nicht genug davon bekommen, für ein paar Tage an merkwürdigen Orten zu hausen – darunter: ein ausgestopfter Bär, ein 20 Meter hoher Mast und eine Glasflasche, in der er sich auf einem Fluss treiben ließ.Ein »Aktionskünstler« der noch extremeren Sorte ist der US-Amerikaner David Blaine, dessen Alleinstellungsmerkmal die akute Lebensgefahr zu sein scheint: Er lässt sich lebendig begraben, in Eis einfrieren, lebt tagelang in Wassertanks und unter Starkstrom.…

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