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art Magazinart Magazin

art Magazin 05/2018

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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raubkunst ist peinlich: es ist an der zeit loszulassen ...

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, »Ich kann nicht hinnehmen«, sagte Präsident Emmanuel Macron letzten November in Ouagadougou, »dass sich ein großer Teil des Kulturerbes mehrerer afrikanischer Länder in Frankreich befindet.« Ein einfacher und erlösender Satz, der französische Museumsmenschen endlich aus der Schizophrenie von neuem postkolonialen Denken und altem kolonialen Handeln befreit. Denn längst ist allen bekannt, wie viele Stücke in den westlichen Museen lagern, die mit Gewalt geraubt und als bewusste Demütigung afrikanischen Kulturen gestohlen wurden. Längst ist allen klar, dass es keine moralische Rechtfertigung gibt, sie hierzubehalten. Aber der Museumsmensch ist nun mal ein Sammler und Bewahrer, so ist er erzogen, und dafür ist er angestellt. Und selbst wenn er wollte, dürfte er nichts hergeben, denn er ist nur Verwalter der geraubten Schätze. Und an wen eigentlich sollte er etwas zurückgeben, wenn…

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betreff: art

Einfach war es nicht, ein ruhiges Plätzchen für ein gemeinsames Porträt zu finden. Die Diskussion zum Stand der Fotografie mit vier ausgewiesenen (und entsprechend bekannten) Experten fand an einem Samstag auf der Messe PARIS PHOTO statt – und die war in vollem Gange. Also gab es ein Schwätzchen hier, eine kurze Begrüßung dort, dann klingelte ein Telefon. ART-Korrespondent Heinz Peter Schwerfel sah wertvolle Interview-Zeit verrinnen. Fotografin Stephanie Füssenich (links) ließ sich nicht beirren und blieb ganz ruhig, bis die Aufnahmen von Christoph Wiesner (PARIS PHOTO), Galerist Robert Morat, Krzysztof Candrowicz (TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG) und Emilia van Lynden (UNSEEN) im Kasten waren. Extrem freundlich und offen sei die Fotoszene, hieß es später im Gespräch. Wir können das bestätigen. Das Interview lesen Sie ab Seite 46. Auf Julian Schnabel trifft unsere US-Korrespondentin…

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bilder + themen des monats

Hello Again! Ja, es sieht super aus, wie das Baggermaul nach den Metallstangen schnappt, aber bitte wenden Sie nun Ihre Aufmerksamkeit dem schwarzweißen Wandbild zu. Es ist beim Abriss eines Bankgebäudes in Berlin wieder aufgetaucht. Das ursprünglich 990 Quadratmeter große Gemälde des britischen Pop-Art-Künstlers Eduardo Paolozzi war 35 Jahre verdeckt gewesen. Paolozzi (1924 bis 2005) hatte es im Januar 1977 an der Fassade aufgebracht, in einer Phase, in der er sich der Abstraktion zu-wandte. Laut dpa haben an der Einweihungsfeier mit Korn und Erbsensuppe berühmte Künstler wie Edward Kienholz und Christo teilgenommen. Wer einen Blick auf den verloren geglaubten Paolozzi werfen möchte, muss sich beeilen, denn dort an der Kurfürstenstraße wird der Neubau »The Westlight – Berlin« entstehen. Die inneren Werte Die Blumen, das Haar, das Kleid, die Augenbrauen – Frida Kahlos Markenzeichen…

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kunst für eine bessere welt

Wie an einer Zellenwand prangen 272 Striche auf einer riesigen Mauer in New Yorks berühmter Straße The Bowery. »Free Zehra Doğan« steht rechts unten: »Befreit Zehra Doğan«. Mit seinem neuesten Werk setzt sich der britische Graffitikünstler Banksy für die 28-jährige kurdische Künstlerin und Journalistin Zehra Doğan ein, die für die feministische kurdische Nachrichtenagentur Jinha arbeitet und seit ihrer Verurteilung im März 2017 in einem türkischen Gefängnis sitzt. Tatsächlich scheint das Urteil selbst für die derzeitigen rigiden türkischen Maßstäbe hart und haarsträubend. Denn der Grund, für den Doğan zu beinahe drei Jahren Haft verurteilt worden ist, war nicht etwa ihre kritische journalistische Arbeit, im Zuge derer sie zuletzt aus der von türkischen Truppen belagerten und teilweise zerstörten kurdischen Stadt Nusaybin berichtete, sondern ihre Tätigkeit als Künstlerin – genau genommen ein einziges Bild. Eine…

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aktuell überschätzt

Es gehört zum guten Ton in der deutschen Theaterlandschaft, dass man sich gesellschaftlich öffnen will; und zwar je elitärer man ist, desto energischer. Für Jugendliche, für ausländische Mitbürger, für Ungebildete, einfach für alle soll das deutsche Stadttheater offen sein – natürlich nur so lange, wie kein zusätzliches Programm dafür auf die Beine gestellt werden muss – eines, das vielleicht auch noch etwas mit den Lebensbedingungen der Angesprochenen zu tun hätte. Eine besonders absurde Form dieser Heuchelei liefert nun die SEMPEROPER in Dresden ab, vielleicht die Zugspitze der deutschen Hochkultur im Bereich des bürgerlichen Musiktheaters. Da man als sicherlich hundertstes Theater in Deutschland auch auf das Marketingkonzept gekommen ist, mal einen bildenden Künstler die Spielzeit optisch prägen zu lassen, lud man den Fotografen Andreas Mühe ein, dies zum Antritt des neuen Intendanten…

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als wir noch surrealisten waren: standbilder aus der welt der kunst

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