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art Magazinart Magazin

art Magazin 08/2016

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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wenn »gemeinnützig« gegen »gemeinfrei« streitet

TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR chefredaktion@art-magazin.deLIEBE LESERIN, LIEBER LESER, »gemeinfrei« ist kein schönes Wort, aber eine gute Sache. 70 Jahre nach dem Tod des Schöpfers erlöschen auch seine Urheberrechte, das Werk geht gewissermaßen in unser aller Vermögen über – nicht das Objekt an sich natürlich, das ja einen Eigentümer hat, aber über Reproduktionen kann eigentlich jeder frei und nach Belieben verfügen. Das stellt nun ein Urteil des Berliner Landgerichts infrage. Die Mannheimer Reissengelhorn-Museen hatten gegen Wikipedia geklagt, weil die Online-Enzyklopädie Reproduktionen verwendete, die der Museumsfotograf erstellt hat. Jeder könne sich die Bilder hier herunterladen und auch für kommerzielle Zwecke nutzen, beispielsweise auf Tassen oder T-Shirts drucken. Man möchte da ein Mitspracherecht. Das Gericht erkannte in den werkgetreuen Ablichtungen eigene Schöpfungen, die ein neues Urheberrecht begründen, das nun quasi per Anstellungsvertrag beim Museum liegt.Hoffentlich…

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betreff: art

Wie ein Besuch im Porzellanladen: Manuel Meyer (links) in Kuba mit dem Künstlerduo Los CarpinterosDie hohen Temperaturen waren nur ein Problem, auf das art-Korrespondent Manuel Meyer bei seiner Recherche in Kuba stieß. Das Gefühl, auf dem Weg zu den Ateliers und Interviews von der Staatssicherheit überwacht und eventuell verhört zu werden, brachte ihn mehr ins Schwitzen als die karibische Hitze. »Vor allem ein kleiner, roter, ominpräsenter Lada aus Sowjetzeiten ließ mich irgendwann unter regelrechtem Verfolgungswahn leiden«, sagt Meyer. Schon bei den Vorrecherchen kam ein banges Gefühl auf: Tania Brugueras automatische Antwort-E-Mail bat darum, eine neue Adresse zu benutzen, da die alte gehackt worden sei. Danilo Maldonado konnte man nur über die Handys von Freunden erreichen, wenn man nicht abgehört werden wollte. Die Aufbruchsstimmung ist in Havanna überall zu spüren, doch…

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bilder + themen des monats

Du süße Biene, du!Robben, ja, die sind niedlich. Eine obszöne Vorstellung, jemand könnte den knuddeligen Eisbabys wehtun wollen. Bei Bienen hingegen springt der Beschützerinstinkt nicht automatisch an. Wie also vermittelt man, dass von ihrem Überleben das Gleichgewicht des Ökosystems abhängt? Der britische Künstler Wolfgang Buttress versucht es. Sein 17 Meter hoher Aluminiumpavillon »The Hive« im Londoner botanischen Garten Kew ist an einen echten Bienenstock gekoppelt. Die Intensität Hunderter flackernder LED-Lichter und das einnehmend melodische Summen darin wird von den vibrierenden Tanzbewegungen der echten Bienen ausgelöst. Der britische »Guardian« hat eine Musik-CD mit Bienensummen unter die besten Alben dieses Jahres gehoben. Vielleicht klappt es jetzt mit dem Imagewandel der süßen Bienchen.Kunst mit GeldsorgenTropische Palmen vor türkisfarbenen Wänden und handgemalten Schildern – herrlicher Karibikkitsch erfüllte die Wechselstube Casa de Cambio auf der…

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alec soth: pointing

»Man kann die Kunst der Fotografie mit der Geste des Zeigens vergleichen« (John Szarkowski) »One might compare the art of photography to the act of pointing« (John Szarkowski) Tötet man ein Glühwürmchen, leuchtet es eine ganze Minute am Stück, entdeckte der FotografAlec Soth, 46, aus Minneapolis, Minnesota, ist einer der bedeutendsten Fotografen der Gegenwart. Er arbeitet seriell, publiziert Bücher und ist Mitglied der Fotoagentur Magnum. In seiner ART-Kolumne »Pointing« nimmt er die Leserinnen und Leser mit auf seine Streifzüge» Man hatte mir von einem Park in Iowa erzählt, in dem Fledermäuse zur Abenddämmerung den Himmel bedecken. Ich habe ihn stundenlang gesucht, doch selbst Google Maps versagte. Schließlich, kurz vor Sonnenuntergang, hat mich ein Bauer hingeführt. Läppische zwei Fledermäuse flogen durch die Luft – Punkte auf der Linse. Ich entschloss mich dazu,…

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kunst für eine bessere welt

Was passiert, wenn Computer sich im Internet als Menschen ausgeben?Pinsel? Brauchen sie nicht. Leinwand oder vielleicht einen Fotoapparat? Nein danke. Das Künstlerrüstzeug des letzten Jahrhunderts hat die !Mediengruppe Bitnik hinter sich gelassen. Schon auf der Kunsthochschule haben die beiden Schweizer das Programmieren gelernt und die Telefonzellen in Zürich wie ein Triangelorchester klingeln lassen. In der Londoner U-Bahn zapften sie das Signal der Überwachungskameras an und forderten die Wachleute zu einem Schachspiel auf – Mitmachen statt Beobachten! Und was macht WikiLeaks-Gründer Julian Assange den ganzen Tag? Die Bitniks schickten ihm eine eingeschaltete Webcam in die ecuadorianische Botschaft nach London, wo der Whistleblower seit 2012 festsitzt. Assange krönte das Experiment mit einer Performance und schrieb Nachrichten, die er in die Kamera hielt.Carmen Weisskopf und Domagoj Smoljo alias !Mediengruppe Bitnik kennen die Möglichkeiten,…

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kunst aus dem off

Seidig schimmern ihre korallenroten Echthaarwimpern, während Ilona Royce Smithkin das Hörgerät justiert. Die Künstlerin fertigt die Wimpern seit Jahren aus Locken ihrer eigenen Haare. Ohne die verführerischen Accessoires geht die 95-Jährige nicht aus dem Haus. Tziporah Salamon, 62, wiederum braucht schon mal bis zu sieben Jahre, bis ein Outfit sitzt. Als endlich die passenden Ohrringe gefunden waren, konnte sie das Gesamtkunstwerk anziehen: »Ist ein Gemälde unvollendet, trage ich es nicht raus in die Welt.« Diese New Yorker Damen weigern sich strikt gegen die grau-beige Seniorenuniform aus Gesundheitsschuhen, Bundfaltenhose und Trenchcoat und feiern stattdessen ein Leben mit Harlekinhosen, XXL-Hornbrille oder Turmhut, den es ausgefallener nicht bei dem berühmten britischen Pferderennen in Ascot zu sehen gäbe.Diese New Yorker Damen und Herren haben Stil und verzichten gern auf die grau-beige SeniorenuniformDer Fotograf Ari…

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