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art Magazinart Magazin

art Magazin 11/2016

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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füllhornweitwurf an der museumsinsel

TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR chefredaktion@art-magazin.deCéline und Heiner Bastian schenken ihre noble Immobilie der Preußenstiftung im zweiten Anlauf nun »bedingungslos«Hermann Parzinger und Monika Grütters mit Reinhold Würth, dem Großmäzen, der für dieses Mal ausgestochen wurdeLIEBE LESERIN, LIEBER LESER, vielleicht wird man nie erfahren, ob das Ganze nun Hermann Parzingers unglaublich ausgebufftes Meisterstück der Geldeinwerbung war, ein missglückter diplomatischer Balanceakt oder doch nur eine schlichte Kommunikationspanne mit ungeklärter Langzeitwirkung. Am 30. September verschickte die STIFTUNG PREUSSISCHER KULTURBESITZ eine Pressemitteilung, die Gründung eines »Reinhold Würth Zentrums für kulturelle Bildung und Vermittlung im Haus Bastian« betreffend. Sie versammelte die euphorisch-devoten Dankesstatements von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Stiftungspräsident Hermann Parzinger und Generaldirektor Michael Eissenhauer und schaffte es, zwischen vielen Superlativen neunmal das Wort »großzügig« in einem einzigen Text unterzubringen, einmal gepaart mit »nobel«, einmal sogar gesteigert zu…

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betreff: art

Mitten im Gesamtkunstwerk: Sandra Danicke (links), Ute Friederike Schernau und Matthias BurchardtVon außen durften wir das alte Schulhaus in der Nähe von Unna nicht fotografieren – zu groß ist die Gefahr, dass das höchst fragile Origami-Gesamtkunstwerk des Erwin Hapke zerstört oder geplündert wird. Dass es nach dessen Tod überhaupt als Kunst erkannt und so vor dem Sperrmüll gerettet wurde, ist seinem Neffen Matthias Burchardt zu verdanken, der nun vor der schwierigen Frage steht, in welcher Form es erhalten und gezeigt werden kann. art-Autorin Sandra Danicke und Fotografin Ute Friederike Schernau erkundeten mit ihm gemeinsam alle Winkel der Papierwelt, lüfteten ein paar Geheimnisse des einsamen Genies und stießen auf neue Rätsel. Unsere große Reportage über den Outsider, der sich selbst wohl als Museumsdirektor sah, lesen Sie ab Seite 56. Chiharu Shiota…

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bilder+themen des monats

Farbschüttung 1500 Liter Lebensmittelfarbe in leuchtenden Gelb-, Orange-, und Rottönen haben die deutschen Land-Art-Künstler Eka und Alfred Bradler für ihr Werk »Feuer« auf 20 mal 60 Metern die Steilwand hinunter-gekippt. »Man muss schwindelfrei sein«, erzählt Alfred Bradler über die Arbeit an der bröckeligen Kante des Steinbruchs der Firma Eduard Merkle im bayerischen Altental, deren Kalkstein in der Kunststoff-, Baustoff- oder Putzmittelherstellung zum Einsatz kommt. Alle zwei Jahre stellt die Firma den Steinbruch für einen Tag der Kunst zur Verfügung. Die Bradler-Arbeit wird allerdings länger leuchten, da es in etwa ein halbes Jahr dauert, bis die umweltfreundliche Farbe vom Regen restlos weggewaschen sein wird. Gemeinschaftswerk Allein hätte Olek es nicht geschafft, dieses Haus im schwedischen Avesta zu umhäkeln. Die in New York lebende Polin hatte Hilfe: Jemand stellte das Haus zur…

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kunst für eine bessere welt

Virtuelle Bilder aus dem syrischen Folterknast Saydnaya (HTTPS://SAYDNAYA.AMNESTY.ORG/)Wer Zeit auf der Webseite https://saydnaya.amnesty.org verbringt, wird die Erinnerungen an das beschriebene Grauen so schnell nicht wieder los. Dort ist das syrische Foltergefängnis Saydnaya virtuell begehbar, von dem es nur traumatische Horrorgeschichten, aber keine Bilder gibt, weil noch nie ein unabhängiger Beobachter dort war. Es gibt nur Satellitenbilder von Saydnaya. Selbst die Häftlinge wissen nicht, wie es wirklich drinnen im Knast aussieht, weil sie die ganze Zeit die Augen verbunden haben oder sie sich zuhalten müssen, oder weil es sowieso stockfinster ist, auch tagsüber. Alle vegetieren in Dunkelhaft vor sich hin, wenn sie nicht gerade geschlagen oder anders gefoltert werden.»Zu wissen, wie es im Inneren dieser Orte aussieht, wie die Zellen angelegt sind, wo die Wachen sitzen, wie die Flure verlaufen, ist…

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kunst aus dem off

Das Bild, das Ernst Ludwig Kirchner über die Café-Szene gespannt hatteDie Schlittenfahrt im Schnee könnte man mal wieder hängen«, dachte sich Felix Krämer, Sammlungsleiter Kunst der Moderne am Frankfurter städel-museum, und ließ das Bild, das Ernst Ludwig Kirchner zwischen 1927 und 1929 in Davos malte, aus dem Depot kommen. Weil es ein bisschen schmutzig war, gab er es dem Restaurator, der es zur Säuberung vom Keilrahmen nahm. Dann passierte, was eigentlich nie passiert und was bei einem weltbedeutenden und beliebten Großmeister wie Kirchner, dessen Werk als total erschlossen gilt, noch viel unwahrscheinlicher ist: Es tauchte hinter der Schlittenfahrt eine zweite Leinwand auf. »Wir haben das Bild, das in keinem Werkverzeichnis auftaucht, Szene im Café genannt, erzählt Krämer. Er geht davon aus, dass Kirchner selbst es gewesen sein muss, der vor…

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aktuell überschätzt

Totale Entschleunigung mit Botticelli und Hokusai (ERWACHSENENMALBUCH AUS DEM H. F. ULLMANN VERLAG)Sind Sie gestresst? Selbst schuld! Unsere Welt hat doch genug zu bieten, um Belastung, Überarbeitung oder schlichtweg Müdigkeit sofort zu neutralisieren: Yoga, Zumba, Pilates, Slow Food, Raw Food, Häkeln, Nähen oder Stricken sind nur einige der Mittel, mit denen man auf der steten Suche nach der eigenen Mitte weiterkommen kann. Wer das alles ausprobiert hat und trotzdem noch nicht am Ende ist, hat Glück. Es gibt nämlich ein Weiteres, das totale emotionale Balance und tiefen inneren Frieden verspricht: Malbücher.Gemeint sind allerdings nicht diese Dinosaurier- oder Prinzessinnen-Billigdinger, mit denen wir unsere Kinder beschäftigen, sondern luxuriöse Versionen, die Titel haben wie »Die großen Meister«, »Mein phantastischer Ozean« oder »Mein verzauberter Garten«. Letzteres Exemplar hat die Malbuch-Euphorie unter Volljährigen ausgelöst. Seit…

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