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art Magazinart Magazin

art Magazin 12/2016

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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eine diplomatische zitterpartie

TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR chefredaktion@art-magazin.deIm Tehran Museum of Contemporary Art: ART-Redakteurin Ute Thon 2014 in journalistischer und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier 2015 in diplomatischer MissionLIEBE LESERIN, LIEBER LESER,»Es bleibt spannend bis zum Schluss«, sagt Hermann Parzinger im ART-Interview (Seite 34) zur großen Teheran-Ausstellung in Berlin. Zumindest was unseren Redaktionsschluss betrifft, hat der Präsident der STIFTUNG PREUSSISCHER KULTURBESITZ schon mal recht behalten. Kurz vor Drucklegung dieses Hefts war plötzlich wieder offen, ob die Sammlung aus der Zeit des Schah nun pünktlich, doch etwas später oder gar nicht zum großen Gastspiel ausreisen würde.Die Geschichte dieser Ausstellung als diplomatische Mission reicht schon ein paar Jahre zurück. Sie ist ein Nebenschauplatz des umkämpften Annäherungsprozesses des Mullah-Regimes im Iran und der westlichen Welt. Schon 2014 – ART-Leser werden sich erinnern – hatten wir die seltene Gelegenheit zu…

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betreff: art

Dreharbeiten zu »Paula« mit Carla Juri (im Pelz)Für ART am Set dabei: der Fotograf Jörg BrüggemannBei den Dreharbeiten eines Films verbringt man die meiste Zeit mit Warten. Trotzdem waren art-Korrespondent Michael Kohler und Fotograf Jörg Brüggemann am Set von »Paula« ständig auf dem Sprung, um niemanden im Weg oder gar dumm im Bild herumzustehen. In jeder Drehpause wuselte das Filmteam geschäftig durcheinander und wartete dann ebenso gespannt auf die Verwandlung der Schauspielerin Carla Juri in die Malerin Paula Modersohn-Becker wie die Gäste. Entgegen dem Klischee sagte Regisseur Christian Schwochow übrigens nicht ein einziges Mal »Action!«, sondern immer nur »Und bitte …«. Den großen Drehbericht lesen Sie ab Seite 86. Hannah Schuh (links) und Barbara Hein mit der Bildauswahl für 2017 Wenn die Serie »Frühe Erkenntnis« produziert wird, geht es rund…

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bilder+themen des monats

Kunst mit Vogel Anne Imhof, Jahrgang 1978, die vergangenes Jahr den Preis der Nationalgalerie gewonnen hatte, kehrte mit ihrer Preisträger-Präsentation Angst II nach Berlin zurück. An zehn Abenden füllte sie den hamburger bahnhof mit Musik, Rauch und einer mystischen Choreografie, in der neben Darstellern auch Seiltänzer und Falken mitwirkten. Gegeben wurde der zweite Akt einer Performance-Oper. Der erste Akt war in Basel gezeigt worden, der dritte ist gerade auf der montréal-biennale zu sehen. Die Musik hat Imhof eigens für die Angst- Trilogie komponiert. Die in Spuren zerlegten Stücke werden über Mobiltelefone abgespielt und fügen sich zu einem orchestralen Ganzen. Anne Imhof hat mit Performance Erfolg: 2017 wird sie Deutschland auf der venedig-biennale vertreten. Geflüstergarten In seiner neuesten Arbeit spielte der belgische Künstler Hans Op de Beeck mit unseren religiösen und…

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kunst für eine bessere welt

Keine erkennbaren religiösen Symbole – und doch erkennbar ein religiöser OrtQuerschnitt durch das »House of One«, in dem die drei großen Religionen einander begegnen sollenHouse of one heißt der Ort am Petriplatz im Zentrum Berlins, an dem künftig nicht nur Christen, Juden und Muslime gemeinsam lehren und beten können sollen, auch nichtreligiöse Menschen sind hier willkommen. Geplant ist ein Haus, »in dem das Miteinander der Religionen friedvoll, in großer Offenheit und in Würdigung der Verschiedenheit gelebt wird«. Die Initiative ging von der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien aus. Sie hat die Idee 2011 mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, dem Rabbinerseminar Abraham-Geiger-Kolleg und der muslimischen Dialoginitiative Forum Dialog e. V. auf den Weg gebracht.2012 folgte ein internationaler Architektenwettbewerb, den das Berliner Architekturbüro kuehn malvezzi gewonnen hat. Geplant ist ein Ziegelbau…

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kunst aus dem off

Nur Obst und Hände: weibliche Aneignung der typisch männlichen Pornoperspektive (BLOOD ORANGE, FOTO, 2016)PASSION FRUIT, VIDEOSTILL, 2016Meist sind es Zitrusfrüchte, die Stephanie Sarley mit ihren Fingern umspielt, streichelt, in sie eindringt, bis der Fruchtsaft in die Kamera spritzt. Hin und wieder penetriert sie auch Kiwis, Erdbeeren, Melonen und Papayas. Aber auch wenn Sarley ihre Finger in das Obst gleiten lässt, liest sich das nicht als maskulin-phallischer Akt. Die Frucht als Substitut für das (weibliche) Geschlechtsorgan wird von Sarleys Fingern verwöhnt – konträr zum typischen Narrativ der Mainstream-Pornografie. Was Sarley mit ihren Videos repräsentiert, ist eine weibliche Sexualität ohne männliches Zutun, ihre Anerkennung als eigenständiges Phänomen, welchem Sichtbarkeit gebührt. Weibliche Lust wird insbesondere in der Öffentlichkeit zensiert, sofern sie nicht dem männlichen Blick dient oder mit Unterwürfigkeit und Scham gekoppelt ist.Was…

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aktuell überschätzt

Briefmarkensammeln ist ein Hobby - aber auch Kunst? (EVGENY ANTUFIEV, ETERNAL GARDEN)Immer gut: eine Prise KolonialgeschichteDANIEL MAIERREIMERS REISE VON AUCKLAND NACH CHRISTCHURCHEinst roch es nach Moder und alten Folianten, jetzt ist es hip: das Archiv. Denn unter den Künstlern ist die Sammelwut ausgebrochen. Wie emsige Bienen tragen sie Material zusammen. Pedro G. Romero beispielsweise hortet Dokumente zur »Geschichte des antiklerikalen Ikonoklasmus«, Astrid S. Klein sammelt »künstlerische Forschungen in Kamerun«. Evgeny Antufiev hat Schmetterlinge und Pflanzen zusammengetragen, Amie Siegel all das, was sie zu Sigmunds Freuds Antikenkollektion finden konnte. Es wird gesammelt, bis sich die Regale biegen. Oder die Festplatten glühen, denn am allerliebsten wird downgeloaded, was das Netz hergibt. Gelangt das bunte Potpourri dann in den Ausstellungsraum, sprechen Kuratoren gern von »De- und Rekontextualisierung«.Sammler, behauptete Goethe, seien glückliche Menschen. Gerade…

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