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art Magazinart Magazin

art Magazin 12/2018

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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angela merkel und helmut schmidts letzte rache

  TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR chefredaktion@art-magazin.de  LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,Helmut Schmidt wird ja nachgesagt, dass er ziemlich viel von sich selber hielt, nicht viel jedoch von seinem Nachfolger Helmut Kohl. 1976 erfand er schlau die Galerie seiner Vorgänger im Bonner Bundeskanzleramt als Abfolge allesamt mittelmäßiger Porträts. Dann ließ er sich Zeit. Im Sommer 1986, vier Jahre nach seiner Ablösung, saß er in Leipzig dem Maler Bernhard Heisig Modell, was gleich ein doppelter Coup war: Es entstand das erste gute Bild im Ahnensaal der Bundeskanzler – und außerdem gelang ein viel beachteter deutsch-deutscher Brückenschlag. Man darf annehmen, dass Schmidt wusste, wie schwer das für den anderen Helmut zu toppen sei. Und siehe: Ex-Kanzler Kohl buchte den Heisig-Schüler Albrecht Gehse, der fürchterlich versagte. Gerhard Schröder beauftragte seinen Künstlerfreund Jörg Immendorff, der sich mit einer gemalten…

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betreff: art

Emma Hart empfing den ART-Korrespondenten Hans Pietsch in ihrem Atelier in London-Peckham  Emma Harts Arbeitsräume in einem labyrinthartigen Atelierhaus im Londoner Stadtteil Peckham sind erstaunlich klein. So klein, dass sie die größeren Arbeiten für ihre neue Schau in der FRUITMARKET GALLERY im schottischen Edinburgh hier gar nicht zusammenbauen kann. Also musste sie sich das Atelier einer Kollegin im Erdgeschoss ausleihen. Als die Fotografin für ART kommt und ihre Gerätschaften aufbaut, kann man sich fast nicht mehr bewegen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb. Beide sind Südlonderinnen, beide sprechen mit einem starken Akzent. Das verbindet. Dieses Akzents wegen ist Emma Hart früher oft verspottet worden, erzählt sie ART-Korrespondent Hans Pietsch, er war ihr manchmal sogar peinlich. Darüber sei sie seit Langem hinweg, mit dem Erfolg verstärke sich das Selbstbewusstsein. Deshalb wohl…

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bilder+themen des monats

 Bauhaus-EisbergWeiß, rechteckig, flach, licht – dieser Eisberg verkörpert die BAUHAUS-Grundattribute so perfekt, dass man meinen könnte, Walter Gropius habe persönlich den Eispickel geschwungen. Tatsächlich handelt es sich um einen sehr seltenen, natürlich entstandenen Tafeleisberg, dessen Diagonale laut BBC 1,6 Kilometer misst. Forscher der US-Raumfahrtagentur NASA haben ihn bei einem Flug über die Antarktis entdeckt. Das auf der NASA-Webseite veröffentlichte Foto sorgte für großes Staunen im Internet. Wir nehmen es zum Anlass, um das 100. BAUHAUS-Jubiläum einzuläuten, das 2019 groß gefeiert wird. Hintergründe, Insidergeschichten und alle wichtigen Termine stehen im großen ART-Sonderheft, das ab dem 9. Januar im Handel ist. Griechisches SchlachtfestLange dachte man bei Athen nur noch an Wirtschaftskrise, Bankenrettungsschirm und Grexit. Dann kam die DOCUMENTA und machte die Stadt zur Spielwiese der Weltkunstszene. Deshalb geht es den Griechen wirtschaftlich immer…

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kunst aus dem off

»Pothole-Mosaike« im Uhrzeigersinn: Trump in New York, Gucci-Streifen in Chicago, Taube und Kakerlake in New York, Stieleis in Chicaco, Angry Bird in Jyväskylä (Finnland) Es beginnt mit einem Riss in der Straßendecke. Sobald Wasser hineinläuft und gefriert, bricht der Asphalt auf. Ein hässliches, für Fahrrad- und Autofahrer gefährliches Loch tut sich auf. Schlaglöcher und notdürftig geflickte Fahrbahnen in Amerikas Städten sind zum Symbol der maroden Infrastruktur des Landes geworden: Straßen, Brücken oder Eisenbahngleise verrotten, doch für die Instandhaltung fehlt das Geld.Jim Bachor, 54, ein ehemaliger Werbegrafiker, war es irgendwann leid, all die Löcher im Asphalt zu umfahren. Während seines Kunstgeschichte-Studiums in Italien hatte er die Technik des Glasscherbenlegens erlernt – am Ort des antiken Mosaiks schlechthin: Pompeji. Schon damals hatte ihn fasziniert, dass die Mosaike von Pompeji den Vulkanausbruch 79…

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aktuell überschätzt

Als die Bilder singen lernten: Markus Lüpertz gestaltete die Bühne für Vicente Martín y Solers heute fast vergessene Oper »Una cosa rara« am Theater Regensburg Geht es nach Markus Lüpertz, leben wir in Zeiten visueller Verblödung. Selbstredend müssen deswegen die Maler zu Hilfe eilen, um beispielsweise der Welt zu zeigen, wie man ein unverblödetes Bühnenbild auf die Opernbretter stellt. Gerade hat Lüpertz auf diese Weise die Regensburger Aufführung von Una cosa rara gerettet, aber auch andere Opernhäuser greifen gerne auf die Improvisationskünste deutscher Malergrößen zurück. So tauchten Neo Rauch und Rosa Loy den Bayreuther Lohengrin ins Nachtblau eines romantischen Mythenrätsels, Jonathan Meese ließ sich erzmäßig an Wolfgang Rihms Dionysos aus, und Daniel Richter blies für Alban Bergs »Lulu«- typische Richter-Motive zu Monumentaltapeten auf. So richtig kopf standen die Opernkritiker aber…

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als wir noch surrealisten waren: standbilder aus der welt der kunst

  Frank Nikol lässt sich für seinen ART-Cartoon von Filmstills inspirieren, die er verfremdet und ihres ursprünglichen Sinns entledigt, sodass ein vollkommen neuer Kontext entsteht. Der preisgekrönte Illustrator lebt in Hamburg und zeichnet unter anderem für »Stern«, »Zeit«, »konkret«. Mehr auf www.exsurrealist.blogspot.de ■…

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