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art Magazinart Magazin

art Magazin 03/2019

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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laut, gut und rammelvoll: die erste kinderbiennale

TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR chefredaktion@art-magazin.de Lego-Bauen mit Ólafur Elíasson, Fische erschaffen mit teamLab, Farbschaumaktion mit Stephanie Lüning: Bei der Kinderbiennale wurde der Anhang endlich mal zur Hauptperson LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, es dröhnte und kreischte wie auf dem Schulhof, es roch wie in der Umkleidekabine der Turnhalle – aber es war gut und lustig. Der Ausflug zur rammelvollen KINDERBIENNALE im Dresdner JAPANISCHEN PALAIS gehört jedenfalls zu meinen schönsten und verrücktesten Kunsterlebnissen in letzter Zeit. Ja, KINDERBIENNALE! Die Idee stammt aus der NATIONAL GALLERY SINGAPORE, Generaldirektorin Marion Ackermann hat sie an die STAATLICHEN KUNSTSAMMLUNGEN geholt – mit freiem Eintritt übrigens. Ein Kinderbeirat durfte mitkuratieren, aus 50 vorgeschlagenen Künstlerräumen haben diese ausgewiesenen Zielgruppenexperten zehn ausgewählt: einen riesigen runden Tisch mit einem unendlichen Vorrat aus weißen Legosteinen von Ólafur…

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betreff: art

Was für ein schönes Wort: Hersteller! Hinter dieser Berufsbezeichnung verbirgt sich die Person, die für Papierwahl, Druck und Bindung des Magazins zuständig ist. Bei ART ist das seit der Juni-Ausgabe 2014 René Rott. Kürzlich saß er mit unserer Art-Direktorin Heidi Kuenzer zusammen, die sagte: »Es gibt zwei Künstler, deren Werke man eigentlich im Druck nicht reproduzieren kann – das sind Yves Klein und Mark Rothko.« Rott wollte die Aussage so nicht hinnehmen und erwiderte, dass es ein Druckverfahren gebe, dass auch feinste Farbnuancen wiedergeben könne: CMYK +. Man könne ja mal probieren, die extrem nuancenreichen Bilder von Rothko damit zu drucken. Das Ergebnis finden Sie ab Seite 27: Der Ausklappbogen wurde in der Hamburger Druckerei Langebartels & Jürgens mit CMYK+, das heißt mit hochpigmentierten Farben hergestellt. Art…

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bilder+themen des monats

Das Märchen der GeisterschlösserEs war einmal ein türkischer Bauentwickler namens Sarot, der hatte einen kühnen Plan. Er baute 732 Mini-Schlösser in die Berge der Provinz Bolu zwischen Istanbul und Ankara, um damit reiche, arabische Investoren anzulocken. Jedes der kitschigen Zuckerbäckerhäuschen kostet etwa zwischen 400 000 und 500 000 Euro. Sarot wollte mit »Burj Al Babas« über 170 Millionen Euro einnehmen. Doch der immense Wertverlust der türkischen Lira wirkt sich denkbar schlecht auf den Immobiliensektor aus – bei Schloss 587 wurde Ende 2018 per Gericht der Baustopp angeordnet. Sarot hatte 23 Millionen Euro Schulden angehäuft. Die Firma hofft nun, schnell 100 Schlösser zu verkaufen, damit das groteske Märchen doch noch wahr wird. Ein katastrophales Meer aus MüllAls sei man gerade durch eine Welle hindurchgetaucht, fühlt man sich beim Betrachten dieser…

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kunst aus dem off

Am verstörendsten sind die Details: das Atemschutztuch vor dem Gesicht, die grüne Glaskugel, die ein Auge ersetzt, der aufgemalte Schnurrbart, die Handschuhe. Auf den ersten, schnellen Blick wirken die Figuren, die Tor Seidel in diversen Golfstaaten auf Baustellen am Straßenrand fotografiert hat, wie Menschen: Sie stehen da, halten eine rote Fahne oder eine Winkerkelle, breiten die Arme aus, wollen gesehen werden. Sie sollen Autofahrern den Weg weisen, sie vor Gefahren warnen. Da hätten womöglich Schilder gereicht. Oder Blinklichter. In Abu Dhabi, Dubai, Adschman oder Ra’s al Chaima nimmt man dafür menschlich anmutende Figuren. Hemd und Hose oder ein Overall werden ausgestopft oder über ein Gerüst gestülpt, das aus verschiedenen Materialien bestehen kann. Manchmal sind es Schaufensterpuppen, meisten aber handelt es sich um Gestelle, die aus diversen Baumaterialien wie Stangen…

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aktuell überschätzt

Der neue Umweltaktivist Julian Schnabel mit besorgtem Weltretterblick und seine Plastikmüllvermeidungstasche aus frisch gesammeltem Plastikmüll aus dem Meer. Passend ausgesucht: das fesche Wellenmotiv Die Bienen sterben, der Regenwald verschwindet, und die Meere sind voller Plastikmüll. Zu Abertausenden schwimmen alte Shampooflaschen, Flip-Flops, Orangennetze und anderer Unrat in den Ozeanen herum. In dem Zeug verheddern sich Schildkröten und Vögel, Fische fressen es, Wale scheinen eine fatale Vorliebe für Plastiktüten zu haben – und fast alle sterben daran, dass wir Menschen zu viel Plastikmüll produzieren, benutzen, schnell wieder aussortieren und wegwerfen. Das Zeug verrottet einfach nicht. Das Gute ist, dass man dagegen etwas tun kann. Wenn es nach US-Malerstar Julian Schnabel geht: Handtaschen kaufen. Ernsthaft!Wer sich jetzt für 50 Dollar eine Plastiktasche mit Surfmotiven von Julian Schnabel holt, ersteht nicht nur –…

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als wir noch surrealisten waren: standbilder aus der welt der kunst

Frank Nikol lässt sich für seinen ART-Cartoon von Filmstills inspirieren, die er verfremdet und ihres ursprünglichen Sinns entledigt, sodass ein vollkommen neuer Kontext entsteht. Der preisgekrönte Illustrator lebt in Hamburg und zeichnet unter anderem für »Stern«, »Zeit«, »konkret«. Mehr auf www.exsurrealist.blogspot.de ■…

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