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art Magazinart Magazin

art Magazin 08/2019

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

2 Min.
david chipperfields spree-athen 2.0

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, es gilt vom schönsten Gebäude zu schwärmen, das im wiedervereinten Berlin entstanden ist. David Chipperfields neue JAMES-SIMON-GALERIE ist ein Geniestreich, große, beglückende Baukunst, wo man sie eigentlich zuletzt erwartet hätte. Von der Funktion her war ja eher eine Art Bahnhofshalle für die Museumsinsel verlangt: Sammelpunkt für Reisegruppen, Ticketschalter, Infotresen, Schließfächer, Toiletten, Buchladen, Imbiss, Zugang zu den Bahnsteigen, die hier die einzelnen Sammlungen sind, die nacheinander über- oder unterirdisch an das Empfangsgebäude angebunden werden sollen. Zusätzlich sollten noch ein Vortragssaal und eine Sonderausstellungsfläche unterkommen. Eine lange »Einkaufsliste«, die der britische Hausarchitekt der STAATLICHEN MUSEEN ZU BERLIN abarbeiten musste, zusätzlich zu den Denkmalschutzforderungen an der hochsensiblen Kupfergraben-Flanke der Kunstinsel und einem sehr berechtigten Disput um seinen blass-banalen Glas-und-Stahlkiste-Urentwurf. Bauzeit und Kosten haben sich verdoppelt, aber ganz offenkundig wurde beides hier…

4 Min.
betreff: art

Unter den Künstlern der Hauptstadt genießt Peter Herrmann Kultstatus. Kein Zufall also, dass Berlin-Korrespondent Kito Nedo 2010 über einen befreundeten Maler von dem Künstler und dessen fantastischen Bildern erfuhr. Es dauerte neun Jahre, bis sich die Gelegenheit für einen Besuch und ein Interview in Herrmanns Atelier im Wedding ergab. Das Treffen wurde zu einer Lehrstunde in deutsch-deutscher Kunstgeschichte. Denn der ehemals in Dresden beheimatete Maler aus dem Kreis um Strawalde und A.R. Penck hatte die DDR bereits 1984 verlassen. Während des Gesprächs gab es Kaffee, zum Abschied lud der Maler den Journalisten auf ein Glas Pflaumenschnaps ein. Das Porträt beginnt auf Seite 36. Wie ein Planet der Seligen erschien ART-Redakteurin Barbara Hein das Studio von Henrik Vibskov in Kopenhagen. Obwohl an diversen Projekten parallel gearbeitet wird und diverse Deadlines drückten, strahlten…

2 Min.
bilder+themen des monats

Recycling in L.A. Ein extravaganterer Schattenspender als dieses wild-bunte Röhrenzelt ist sicher schwer zu finden in diesem Sommer. Es handelt sich um den Serpentine Pavilion, den José Selgas und Lucía Cano (»SelgasCano«) 2015 für die serpentine gallery in London entwickelt hatten und der nun auf den »La Brea Tar Pits« in Los Angeles zu neuem Leben erweckt worden ist. Dass ein Serpentine Pavilion zum ersten Mal in die USA reist, ist der britischen Co-Working Company Second Home und den natural history museums of los angeles zu verdanken, die einen unkonventionellen Raum für Kreative und Entrepreneure schaffen wollten. Bis 24. November 2019 finden in der psychedelischen Plastikhöhle Vorträge, Filmvorführungen und andere Veranstaltungen statt. Kooperative Kitschkritik Diese Stoffarbeit hat der in Wien lebende Autor Tex Rubinowitz aus Materialresten genäht, die ihm sein Freund Daniel Spoerri,…

2 Min.
kunst für eine bessere welt

Es musste sehr schnell gehen. Deshalb hängte Henning Wagenbreth kurzerhand seine Dachbodentür aus und nutzte sie als Druckstock. DDR-Aktivisten hatten ihn gebeten, ein Plakat für das Gründungstreffen des Neuen Forums zu produzieren. Man schrieb den 9. November 1989 und damit Weltgeschichte. Am 10.11. um 20 Uhr bereits wollte sich die bis dahin inoffizielle Bürgerbewegung in der Ostberliner Gethsemanekirche konstituieren. Wagenbreth musste gleichsam während des Mauerfalls über Nacht liefern. Der zweifarbige Holzschnitt, dem man die Eile kaum ansieht, zeigt einen fröhlichen Matrosen eines vermutlich untergehenden Schiffs: Links steht er in Flammen, während rechts eine Art Wachturm in den Fluten versinkt. Das Poster ist mehr als eine Einladung, es bietet eine pointierte Symbolik des Auf- und Umbruchs in eine herbeigesehnte und doch zwiespältige Zukunft. Auf einem Wellenberg links im Bild sieht man ein…

2 Min.
kunst aus dem off

Ein bisschen schäbig sah diese Wand immer schon aus. Als wäre da ein Bild gewesen, das Spuren auf dem Putz hinterlassen hat. Nun wissen wir: So war es – aber nicht in der Wirklichkeit des Brief-lesendes Mädchens am offenen Fenster von Jan Vermeer (1632 bis 1675), sondern im Leben. Dass Vermeer oberhalb der Dame ein Gemälde mit einem Cupido abgebildet hatte, wussten Fachleute schon aus einer Röntgenaufnahme von 1979. Sie nahmen aber an, Vermeer selbst habe den kindlichen Liebesgott wieder überdeckt, zumal er bei der Komposition auch sonst viel herumprobiert hatte. Doch nun kam der Gegenbeweis, und der Untergrund wird nach Jahrhunderten freigelegt. Eigentlich sollte das Gemälde nur gereinigt werden. Doch während Vermeers kühle Brillanz zurückkehrte, fiel dem Restaurator Christoph Schölzel etwas Seltsames auf: Die Farbe am oberen Teil der Wand…

1 Min.
art shirts

Bis zur großen Jubiläumsausgabe im Herbst präsentieren wir jeden Monat ein neues, exklusiv für ART entworfenes Künstlershirt. Das Beste: Mit dem Kauf der handgedruckten Edition (Preis: 50 Euro, zzgl. Versand) erwerben Sie nicht nur ein besonderes Stück Kunst, sondern helfen auch Künstlern in Not. Vom Erlös jedes verkauften Exemplars gehen zehn Euro an die Organisation »Artists at Risk«. Bestellen Sie hier Ihr Lieblingsshirt und erfahren mehr über das Projekt und alle beteiligten Künstler: www.art-magazin.de/artshirts…