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art Magazinart Magazin

art Magazin 09/2019

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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die malerei der millennials wirkt wie aus der zeit gefallen

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, keine Angst, das ist nicht die nächste Titelgeschichte über die (Un)Sterblichkeit der Malerei, denn die ist längst erwiesen. Aber wenn sich drei Museumsdirektoren auf landesweite Ateliersafari begeben, um eine neue Generation zu erkunden, dann ist das Anlass genug , zu schauen, was sich im mutmaßlich ältesten Bildgebungsverfahren gerade tut. 53 Malerinnen und Maler – meist in den achtziger Jahren geboren – haben Stephan Berg vom KUNSTMUSEUM BONN, Frédéric Bußmann von den KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ und Alexander Klar vom MUSEUM WIESBADEN (der jetzt an die HAMBURGER KUNSTHALLE gewechselt ist) nach umfassender Recherche und langen Diskussionen zusammengestellt. Wir haben mit den Kuratoren gesprochen und zeigen in diesem Heft ab Seite 46 eine Auswahl der Positionen. Was mir bei der Galerie des Trios auffällt: wie unpolitisch bis traumverloren die junge Malerei sich…

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betreff: art

Gut, dass Otobong Nkanga die Autorin Camilla Péus im Foyer des Berliner GROPIUS-BAUS abholte. Denn allein hätte Péus das Gastatelier der nigerianischen Künstlerin im entlegensten Winkel des Museums wohl gar nicht gefunden. Obwohl – vielleicht hätte sie der Duft der Seifen hingeführt, die Nkanga hier kistenweise für ihre Performances lagert, eine Aktion, mit der sie schon bei der DOCUMENTA in Athen und Kassel für Aufsehen sorgte. Weit weniger bekannt war die Künstlerin, als Péus, die sich auf Gegenwartskunst aus Afrika spezialisiert hat, sich schon vor Jahren auf einer Messe in London für eine ihrer Zeichnungen begeisterte. Umso spannender für sie, Nkanga nun endlich persönlich zu treffen. Jetzt erinnert der Duft einer der Naturseifen, hergestellt aus besten Ölen von drei Kontinenten, im Hamburger Bad der Autorin an die Begegnung (Seite 22). Im…

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bilder+themen des monats

Tape-Trip Dass man für ein irres Farbrauscherlebnis nicht unbedingt zu LSD zu greifen braucht, zeigt ein Blick in diesen Raum – wer ihn betritt, muss komplett von dem wilden, fluoreszierenden geometrischen Strudelmuster erfasst werden. Verantwortlich für dieses markante Werk ist das Berliner Künstlerkollektiv Tape That, das sich auf das simple Material Klebeband spezialisiert hat. Seit 2011 tapen die sechs Künstlerinnen und Künstler Räume, Wände, Böden, Fassaden und was sich sonst noch bekleben lässt. An dem 30 Quadratmeter großen Raum, der hier abgebildet ist, klebten die Berliner ganze zwei Wochen lang. Er ist Teil der Ausstellung »Tape Art«, die noch bis 1. September im SONGSHAN CULTURE AND CREATIVE PARK in Taipeh stattfindet und den Helden dieser knalligen Kunst gewidmet ist. Magische Metamorphose Es sieht so aus, als hätten sich diese kapriziösen Mondscheinkreaturen ihre schönsten…

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art shirts

Bis zur großen Jubiläumsausgabe im Herbst präsentieren wir jeden Monat ein neues, exklusiv für ART entworfenes Künstlershirt. Das Beste: Mit dem Kauf der handgedruckten Edition (Preis: 50 Euro, zzgl. Versand) erwerben Sie nicht nur ein besonderes Stück Kunst, sondern helfen auch Künstlern in Not. Vom Erlös jedes verkauften Exemplars gehen 10 Euro an die Organisation »Artists at Risk«. Bestellen Sie hier Ihr Lieblingsshirt, und erfahren Sie mehr über das Projekt und alle beteiligten Künstler: www.art-magazin.de/artshirts…

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kunst aus dem off

Madame Brown« war der Deckname, mit dem der schöne Schwede Axel von Fersen (1755 bis 1810) Marie-Antoinette (1755 bis 1793), die Königin von Frankreich, in seinen Briefen ansprach. Den beiden wurde eine lang andauernde Affäre nachgesagt, für die es allerdings keine echten Beweise gibt, vermutlich weil sie außer Decknamen auch Tricks wie unsichtbare Tinte, Geheimschrift, Schwärzungen und Buchstabencodes benutzen. Es war aber auch kein Geheimnis, dass sie sich nahestanden – die Brieffreundschaft bestand immerhin seit etwa 1773 – da waren die beiden gerade mal 18 Jahre alt und Marie-Antoinette zwar schon verheiratet, aber noch nicht Königin. Ein paar dieser verschlüsselten Briefe hat nun die holländische Fotografin Viviane Sassen als faksimilierte Vergrößerungen in der für sie typischen Art mit transluziden Farbfeldern versehen. Ihre dunkelblaue Bearbeitung eines Briefs an Graf von Fersen…

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kunst für eine bessere welt

Anton Kusters, ein 1974 in Belgien geborener Künstler, wählte für seine Arbeit One Thousand and Seventyeight Blue Skies eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit. Fünf Jahre reiste er quer durch Europa, um alle 1078 Konzentrationslager zu besuchen, die von 1933 bis 1945 unter den Nazis existierten. Eine Landkarte zeigt, wie dicht an dicht die Lager in Mitteleuropa angesiedelt waren. Mithilfe der Daten, die das UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUM gesammelt hat, und dem Nachschlagewerk Der Ort des Terrors von Wolfgang Benz und Barbara Distel gelang es Kusters, sie alle zu lokalisieren. An jedem der Orte fotografierte er den offenen Himmel mit einer Polaroidkamera. Jedes der 1078 Fotos versah er mit den Koordinaten und der Opferzahl. Mit den Himmelsaufnahmen versucht Kusters, das Unfassbare einzufangen: »Ein institutionalisiertes völkermörderisches System, das Menschen zerstören wollte,…

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