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Capital

08/2019

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Richtung vorgibt, und währenddessen erleben wir ein Spektakel, als hätte die Praxis, in der wir warten, Bühnen statt Behandlungsräume, aus denen immer wieder erregte Ärzte und Schwestern stürmen. Wir warten, dass im Handelskrieg etwas passiert, eine Einigung, ein Showdown, die ultimative Eskalation. Eskaliert aber wird nur in launischen Perioden eines Präsidenten, dann wird sich rhetorisch versöhnt, es wird sich getroffen, am Rande von Gipfeln oder bilateral, es wird gesprochen, verhandelt, vertagt. Die Entscheidungsfindung und Kompromisssuche ist oft eine Inszenierung dessen, was Max Weber als das „Bohren harter Bretter“ bezeichnet hat. Es wird in der Luft gehobelt, es werden Späne geworfen. Wir aber warten gebannt auf eine Einigung zwischen den USA und China, denn erst dann wissen wir, in welche Richtung die Weltwirtschaft driftet. Aber was, wenn das Ringen ein Dauerzustand wird? Die…

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betr. capital

ZUM EDITORIAL ÜBER DEN KLIMASCHUTZ (CAPITAL 07/2019) Es wird Zeit, dass die große, umwälzende Kraft des Kapitalismus endlich wieder einmal auf etwas Sinnvolleres gerichtet wird als darauf, dass wir Reichen immer mehr und immer noch mehr neue Bedürfnisse erfinden und diese zulasten ärmerer Länder und ärmerer Gesellschaftsschichten befriedigen. Wir haben einen umfassenden Kulturwandel nötig – und dieser steht angesichts von Fridays for Future ganz bestimmt auch bevor. Es geht dabei nicht um Verbote, Verzicht und Askese, sondern um etwas anderes: Wir müssen angesichts immer neuer überflüssiger Angebote neu lernen, beurteilen zu können, was wir wirklich brauchen, was wir wirklich wollen und was unsere wirklichen Interessen sind. MORITZ MALSCH, Berlin Der Autor hat völlig recht, es muss immer ein Gleichgewicht herrschen zwischen Klimaschutz (Umweltschutz) und sozialem Frieden. Es bringt nichts, radikal grün zu denken,…

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neuer chef für china

Bei Beiersdorf übernimmt Personalchef Zhengrong Liu zusätzlich operative Verantwortung für das brachliegende Chinageschäft. Der 51-jährige Vorstand aus Schanghai, seit vielen Jahren deutscher Staatsbürger, soll endlich Erfolge auf dem am schnellsten wachsenden Kosmetikmarkt der Welt erzielen. Bisher versuchte sich in China sein Vorstandskollege Ralph Gusko, der jedoch spätestens Ende 2019 gehen muss. Auch der frühere Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich mischte sich streckenweise stark ins dortige Geschäft ein – ebenfalls vergeblich. Nun will sein Nachfolger, der Belgier Stefan De Loecker, die Dauerbaustelle endlich beseitigen. Beiersdorf kommt bisher vor allem mit der Hauptmarke Nivea nicht richtig voran, während das Geschäft mit der Luxuslinie La Prairie besser läuft. Der Hamburger Konsumgüterkonzern hält sich traditionell bedeckt mit konkreten Zahlen zu seinem Chinageschäft, Insider sprechen jedoch von „grottenschlechten“ Ergebnissen – vor allem verglichen mit anderen Regionen in Asien,…

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ktg-gläubiger gehen weitgehend leer aus

Drei Jahre nach der spektakulären Pleite des Agrarkonzerns KTG Agrar zeichnet sich ab, dass die etwa 12 000 Anleihegläubiger ihre Forderungen weitgehend abschreiben müssen. Das ergibt sich aus dem Vergleich zur Haftung der früheren KTG-Vorstände und -Aufsichtsräte, den Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus kürzlich geschlossen hat. Nach Capital-Informationen aus Verfahrenskreisen ist durch die Einigung nur ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag geflossen. Ursprünglich hatte Denkhaus die Ex-Führungskräfte auf die Zahlung von 189 Mio. Euro verklagt. Über Anleihen hatte der einstige Börsenstar KTG knapp 350 Mio. Euro bei Anlegern eingesammelt. Im Juli 2016 meldete das Unternehmen Insolvenz an – laut Denkhaus ein Jahr zu spät, da es schon im Sommer 2015 überschuldet gewesen sei. Für die Transaktionen, die der Konzern noch abwickelte, wollte er Ex-Chef Siegfried Hofreiter sowie sieben frühere Vorstände und Aufsichtsräte in Haftung nehmen…

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aufbrecher

JANIK JASKOLSKI und sein Bielefelder Start-up Semalytix helfen Pharmafirmen, ihre Medikamente besser zu verstehen – davon profitieren auch Patienten DAS PROBLEM Entwickelt eine Pharmafirma ein neues Medikament, geschieht das auf Grundlage klinischer Studien. Was aber passiert nach der Zulassung? Wie geht es Patienten damit wirklich? Daten dazu gibt es – theoretisch. Krankheitsverläufe, Berichte von Pharmavertretern oder Social-Media-Posts von Betroffenen ergeben allerdings derart große Datenmengen, dass sie von Hand unmöglich zu erfassen sind. DIE LÖSUNG Semalytix, 2015 aus einer Forschergruppe der Uni Bielefeld hervorgegangen, hat eine künstliche Intelligenz mit hohem Leseverständnis entwickelt. Der darauf aufbauenden Software können Anwender Fragen stellen, die diese mithilfe der Daten beantwortet. Zum Beispiel: Warum verschreiben Ärzte genau dieses Medikament? DER MARKT Die Frage-Antwort-Software kommt an – schon jetzt hat das Start-up 60 Mitarbeiter. Im Blick hat Jaskolski die über 200 Pharmariesen mit jeweils…

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deutschland digital

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IM OP DIE LAGE Ein Problem für Herzchirurgen sind Blutungen, zu denen es nach Operationen kommen kann. Sie gehören zu den häufigsten Komplikationen überhaupt und stellen eine große Gefahr für das Leben von Patienten dar. Je früher sie erkannt werden, desto wirksamer können die Mediziner eingreifen. Allerdings werden problematische Fälle auf der Intensivstation oft erst sehr spät bemerkt. DAS KONZEPT Ein Team am Deutschen Herzzentrum Berlin arbeitet daran, mit einer eigenen Software mögliche Nachblutungen vorherzusagen. Dazu werden Blutdruckwerte, Daten zur Herzaktivität und Krankheitsverläufe früherer Patienten ausgewertet. Ein Algorithmus sucht diese Daten nach Mustern ab und wird immer weiter verfeinert. In Zukunft soll das System eine Warnmeldung absetzen, wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Komplikation hoch ist. Können Ärzte nicht aufgrund ihrer Erfahrung besser als Computer Komplikationen verhindern? Kein Arzt kann 50 000 Patientenepisoden im Kopf…

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