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DER FEINSCHMECKERDER FEINSCHMECKER

DER FEINSCHMECKER

11/2019

"DER FEINSCHMECKER informiert sachkundig und amüsant über attraktive Reiseziele, neue Trends in der Gastronomie, Hotellerie und im Weinbau ebenso wie über regionale Spezialitäten bester Qualität. Die Redaktion und ihre Autoren betreiben weltweit Recherchen vor Ort – unbestechlich und immer genussorientiert. Durch seine Kompetenz in allen kulinarischen Belangen im In- und Ausland ist der FEINSCHMECKER für anspruchsvolle Individualisten ein unentbehrlicher Wegweiser."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Die Einsamkeit des Blumenkohls da auf dem Teller wirkt schon verstörend: Niko Romito, unser Koch des Monats (Seite 54), ist radikal bei der kargen Präsentation seiner Gerichte. Er verlangt uns die maximale Aufmerksamkeit für den Duft und den Geschmack des Kohls ab. Aber die ist gut investiert, denn Romito schafft es, das Wesen, die Aromen seiner Zutaten in ihrer ganzen Fülle und Reinheit am Gaumen zu entfesseln. „Nicht jeder versteht mein Essen“, sagt der Koch, der zu Italiens zehn besten gehört, mit milder Nachsicht. Wer diese Geschmackswunder erleben möchte, findet sie in den Abruzzen, im Restaurant „Reale“ in Castel di Sangro. Sie wollen so früh von Weihnachten noch gar nichts wissen? Ein guter Dresdner Stollen braucht aber nun mal viele Wochen Zeit zum Reifen, damit sich seine Aromen zum saftigen Genuss…

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achtung, baustelle!

MARTÍN BERASATEGUI Lasarte-Oria, Spanien Angerührt blicken wir auf diese Miniaturwelt. Delikate Bauarbeiten scheinen vor sich zu gehen. Liegen da heller Sand und dunkle Erde auf dem Zementgrau des Tellers? Ein paar Bretter, mittendrin ein Container mit goldener Last? „Chocolate, café y té con quínoa crujiente“ heißt das Dessert. Serviert hat es Martín Berasategui, der bereits legendäre baskische Spitzenkoch. Seine avantgardistischen Kreationen sind immer leicht, fantasievoll und heiter. Hier kommen Schokolade, Kaffee und Tee mit knuspriger Quinoa in verschiedenen Aggregatzuständen zusammen und sagen uns: Auch als Küchenstar ist man nie fertig. Das Leben ist eine Baustelle ……

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das beste im november

Über den Dächern von Paris Sie werden gern genutzt für Heiratsanträge, vor allem aber, um exzellent zu essen: die Restaurants im Eiffelturm. In der ersten Etage ist die Brasserie „58 Tour Eiffel“ (o. r.) untergebracht, und in 123 Meter Höhe hat „Le Jules Verne“ frisch renoviert wiedereröffnet (u. r.). Vorangegangen war ein Streit mit Alain Ducasse, der seit 2007 für das Gourmetlokal verantwortlich zeichnete – bis die Betreibergesellschaft die Lizenz neu vergab. Ducasse klagte und verlor. Der neue Mann am Herd ist Frédéric Anton, bekannt von der Pariser Spitzenadresse „Le Pré Catelan“; das „58“ leitet Thierry Marx, der sich bereits in seinem „Sur Mesure“ Meriten erkocht hat. Mit seinen Kreationen will Frédéric Anton „die Magie des Turmes widerspiegeln“, sagt er: „Sie sollen der kulinarische Ausdruck von Kraft und Weiblichkeit, von Schönem…

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workshop

Ein grandioses Gourmet-Vergnügen verspricht das Champagnerhaus Laurent-Perrier: Zum extravaganten Champagner Grand Siècle, dem Flaggschiff des Hauses, haben fünf der besten Köche Deutschlands hochklassige Fünf-Gänge-Menüs kreiert. Für den Grand Siècle hat das Haus Laurent-Perrier von drei Jahrgängen (100% Grands-Crus-Lagen) das Beste mit dem Besten vermählt. Ebenso anspruchsvoll werden die Gerichte der teilnehmenden Küchenchefs sein. Zu den Menüs werden fünf Spitzencuvées von Laurent-Perrier ausgeschenkt, darunter zwei unterschiedliche Itérations von der Prestige-Cuvée Grand Siècle. • KLAUS ERFORT („Gästehaus Klaus Erfort“), Saarbrücken, 7. November, www.gaestehaus-erfort.de • BOBBY BRÄUER („EssZimmer“ in der BMW-Welt), München, 8. November, www.esszimmer-muenchen.de • BORIS ROMMEL („Le Cerf“ im „Schlosshotel Friedrichsruhe), Zweiflingen, 14. November, www.schlosshotel-friedrichsruhe.de • TRISTAN BRANDT („Opus V“), Mannheim, 15. November, www.restaurant-opus-v.de • TORSTEN MICHEL („Schwarzwaldstube“), Baiersbronn, 4. Dezember, www.traube-tonbach.de Reservierung bei den teilnehmenden Restaurants, Menüpreis inkl. Champagnerbegleitung, Wasser und Kaffee: € 270 bzw. €…

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piemont nahrung für die seele

Man kann sie schon beneiden, die Studenten der Universität für Gastronomische Wissenschaft in der piemontesischen Ortschaft Pollenzo: Nicht nur ist ihr prachtvoller Campus umgeben von einem der renommiertesten Weinbaugebiete der Welt, sie dürfen sich dort auch mit schönen Themen beschäftigen. „Es waren großartige und spannende Jahre, an die ich mich mein Leben lang mit Freude erinnern werde“, sagt die gebürtige Kölnerin Katharina Zahn. Von 2011 bis 2014 hat sie hier Geschichte, Anthropologie, Ethnobotanik und Soziologie studiert – all das mit Augenmerk auf Landwirtschaft und Esskultur. Heute betreibt die 31-Jährige mit ihrem Ehemann Emanuel Marengo, ihrem Schwager Massimo Corso und ihrer Schwägerin Cristina dal Zotto ein Restaurant in den Bassa Langa genannten Hügeln. Gerade mal 15 Minuten fährt man von der Uni über eine kurvige Straße durch die Weinberge in Richtung…

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hotel des jahres 2019

DER BADETEICH WIRD MIT WASSER AUS DER EIGENEN QUELLE IM WALD GESPEIST Der Yak-Bulle sieht furchteinflößend aus mit seinen gewaltigen Hörnern, wie er da oben von dem Hang herunterschaut. Da bleibt auch der Herr der kleinen Herde lieber auf Abstand, denn der Bulle beschützt ein neugeborenes Kalb und versteht keinen Spaß. Klaus von Moltke zückt das Fernglas, das er bei sich trägt, wenn er nach den Rindern sieht. Die sind eigentlich in Zentralasien heimisch und sollen hier im Chiemgau den Grundstock einer kleinen europäischen Zucht bilden. Das ist ziemlich vorausschauend im Sinne der Nachhaltigkeit: Die mächtigen Tiere, bei denen die Bullen über eine Tonne wiegen, beweiden die Wiesen und liefern nährstoffreiches Fleisch, Milch, Leder und Wolle, und sogar ihr Kot erfüllt noch einen Zweck als Brennmaterial. Nose to tail im wahrsten…

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