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stern Gesund Leben

GUT? FÜRS GESCHÄFT!

Spinat, Mangold und Grünkohl enthalten viel Folsäure

Können wir nicht noch deutlich mehr für unsere Gesundheit tun, wenn wir unserem Körper Vitamine und Mineralien zusätzlich zur Nahrung gönnen? Allein in Deutschland werden jährlich über eine Milliarde Euro für Ergänzungsmittel umgesetzt. Aber helfen solche Pillen und Pulver wirklich? Nein, sagen jetzt die Autoren einer großen Übersichtsstudie. Nur eine Ausnahme gibt es: Folsäure, ein B-Vitamin, das besonders für das Kreislauf- und Nervensystem von Bedeutung ist. Die genaue Funktion ist allerdings wegen der komplexen Verhältnisse im Stoffwechsel noch unklar. Die Autorengruppe aus Kanada, Frankreich und den USA hatte ihre Einschätzung der Nahrungsergänzungsmittel kürzlich im »Journal of the American College of Cardiology« veröffentlicht und sich entsprechend auf die Vorbeugung und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen konzentriert.

Ausgewertet wurden alle relevanten Studien, die zwischen Januar 2012 und Oktober 2017 erschienen waren. Der Zeitraum wurde so gewählt, weil er damit die letzte große Untersuchung dieser Art ergänzt. Auch deren Urteil war ernüchternd ausgefallen. Mit den neuen Studien, die seither durchgeführt wurden, konnte nun wenigstens eine Substanz ausgemacht werden, deren Nutzen sich hinreichend belegen lässt: die Folsäure. Ziel ist es allerdings nicht, möglichst viel von diesem Vitamin aufzunehmen, sondern einen bestimmten Level nicht zu unterschreiten. Bei einer großen chinesischen Studie wurde das mit einer Tagesdosis von 0,8 Milligramm gewährleistet. Dabei sank das Risiko eines Schlaganfalls der so versorgten Probanden mit Bluthochdruck gegenüber einer Vergleichsgruppe ohne Folsäure-Ergänzung um 20 Prozent. Insgesamt aber bleibt es bei der bekannten Empfehlung: Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, muss nichts ergänzen.

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