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FlowFlow

Flow

42/2019

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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CHF 40.50
8 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

access_time2 Min.
mehr klarheit

Ich sortiere aus. Ein T-Shirt nach dem anderen. Auch Hosen, Socken, Vasen, Kissen und sogar Schränke müssen gehen. Ich brauche all das nicht mehr. Ich habe noch genug davon, sodass ich viele Jahre überleben kann. Ich entrümple nicht zum ersten Mal. Mittlerweile fällt es mir recht leicht. Ja, ich habe sogar Spaß daran. Es ist keine überhebliche Freude nach dem Motto: „Dich wollte ich schon lange loswerden.“ Sondern eher eine leise Zufriedenheit. Die Aufräumkönigin aus Japan, Marie Kondo, hat mir vor Jahren die Frage mitgegeben: „Macht dich dieses Teil glücklich?“ Ich nehme seither beim Ausräumen jedes Teil in die Hand und frage mich, ob es mich in den letzten Jahren glücklich gemacht hat. Meist kann ich dann ganz leicht entscheiden. Kann die Teile, die ich weggeben werde, noch einmal liebevoll…

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hinter den kulissen

TITELBILD Beim Zeichnen des Titelbilds dieser Flow hat Clare Owen (32) etwas Neues ausprobiert: „Eigentlich experimentiere ich nicht mit Größenunterschieden. Aber mir gefiel die Idee, die Blume übergroß darzustellen. Außerdem hatte ich Lust, mein Lieblingskleid zu entwerfen“, erzählt sie. Clare teilt sich in Bristol ein Studio mit anderen Kreativen und genießt es, ihren Tag selbst einteilen zu können. Auf Instagram kannst du ihr unter @clarelowen folgen. SCHÖNE DINGE ZEICHNEN Egal, ob Grafikerin Lisa Roskamp (23) für Flow Layouts entwirft, etwas für ihren Etsy-Shop gestaltet oder einen Workshop gibt: Mit Illustration und der Liebe zu Papier hat es immer zu tun. Gerade hat sie sich ihren Traum von einem extragroßen Schreibtisch in ihrem WG-Zimmer erfüllt; sie sitzt entweder links an der drei Meter langen Holzplatte und zeichnet am Computer oder rechts, wo sie mit…

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aufblühen und wachsen

„Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu.“ Dieser Satz, der wahlweise dem Dichter Ödön von Horváth oder dem Sänger Udo Lindenberg zugeordnet wird, passte phasenweise gut auf mein Leben: Vor allem in der letzten Zeit des Studiums und den ersten Jahren im Job fühlte ich mich oft fremd im eigenen Film. Alles lief im Grunde gut, ich hatte Freunde, eine liebevolle Beziehung, kam bei der Arbeit zurecht. Dennoch fühlte sich mein Leben oft farblos und stumpf an, als würde irgendetwas Wichtiges fehlen – ich wusste nur nicht was. Ich fühlte mich wie eine schlecht gepflegte Zimmerpflanze, die zwar nicht eingeht, aber auch nicht wächst. Heute weiß ich: Ich habe in der Zeit einfach zu gut funktioniert, mich nur um Dinge gekümmert, die mir vernünftig erschienen. Ich…

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was machst du gerade?

Petra Fischer „HIER DRAUSSEN DENKE ICH NICHT ÜBER KONTOSTAND ODER BESTELLUNGEN NACH“ 51 Jahre München Mit ihrer Mischlingshündin Lotte Keramikerin 1260grad.de Was machst du gerade? Ich bereite meine Auszeit auf dem Land vor. Seit vier Jahren fahre ich im Sommer für zwei Monate raus aus der Stadt an einen schönen Ort irgendwo in der Natur. Letztes Jahr haben mir Freunde ihren umgebauten Stall im norddeutschen Petersberg zur Verfügung gestellt. Dorthin werde ich auch in diesem Jahr wieder fahren. Meine beiden gepackten Koffer liegen schon im Auto. Die Drehscheibe und 200 kg Porzellan-Rohmasse nimmt eine Spedition mit. Wieso ausgerechnet aufs Land? Ich lebe seit vielen Jahren im Herzen von München. Hier sind meine Wohnung, mein Laden, mein Leben. Trotzdem wird es mir manchmal einfach zu laut und eng. Dann fehlen mir die Weite und die Stille der…

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find me @mowhere

Wie haben wir unseren Alltag bloß organisiert, bevor es WhatsApp gab? Die App hat sich in den letzten Jahren so geschickt in unser Leben geschlichen, dass die meisten sie inzwischen für unabkömmlich halten. Und wirklich: Es ist unheimlich praktisch, sich per Textnachricht zu verabreden, zu fragen, wie es dem anderen geht, oder ein Foto aus dem Urlaub zu verschicken. Ich telefoniere kaum noch; WhatsApp ist meine wichtigste Verbindung zur Außenwelt. Andererseits bedeutet die App eine Flut von Nachrichten, Emojis und Fotos. Wenn ich mein Smartphone nach dem Sport aus der Tasche hole, warten dort oft 30 neue Nachrichten auf mich. Habe ich eine Nachricht gelesen, fühle ich mich verpflichtet, schnell darauf zu antworten. Schließlich sieht mein Gegenüber ja, dass ich online war. Und sogar, wenn mein Handy stumm geschaltet ist,…

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vanlife auf sardinien

„Wir wechseln uns am Steuer ab, hören Musik und reden.“ Ich habe lange von einem Campingbus geträumt, mit dem wir losfahren können, wann immer uns das Fernweh packt. Mehr in der Natur zu sein und immer einen Schlafplatz dabeizuhaben – diese Vorstellung ließ mich nicht mehr los und ich sparte jeden Euro, den ich übrig hatte. Als ich den himmelblauen Bulli mit dem Zu verkaufen-Schild an der Straße sah, wusste ich: Der ist es. Auch mein Freund Julian war begeistert, wir kauften den 30 Jahre alten Bus und freuten uns auf unser erstes großes Abenteuer mit ihm: ein Campingurlaub auf Sardinien. Und so finde ich mich mit gepackten Taschen auf dem Parkplatz in unserer Straße wieder, bereit für die Abfahrt. Das Einzige, was wir vorher gebucht haben, ist die Fähre vom…

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