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Reisen & Outdoor
GEO Saison

GEO Saison 11/2019

Warum reisen wir? Um die Welt zu entdecken, Erfahrungen zu machen, den Alltag zurückzulassen, uns zu erholen – bei jedem ist der Mix dieser Gründe ein anderer. Aber die Sehnsucht haben wir alle gemeinsam: Aufbrechen! GEO SAISON ist ständig unterwegs, um dieser Sehnsucht neue Nahrung zu geben. Unsere Leser gehen jeden Monat mit uns auf Entdeckungstour, erkunden neue Destinationen, sehen klassische Ziele mit anderen Augen, entdecken immer wieder kaum bekannte Schätze vor der eigenen Haustür. Dazu erhalten sie wertvollen Service, der das Reisen leichter macht.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
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12 Ausgaben

in dieser ausgabe

1 Min.
willkommen unterwegs!

DIE PLANUNG UNSERER ERSTEN GRÜNEN AUSGABE begann mit einer Umfrage in der Redaktion: Wie sind wir selbst in diesem Jahr gereist? Wer fuhr in den Ferien ins Ausland? Wer blieb im Land? Wer flog? Wer nahm den Zug? Das Ergebnis: Viele stiegen ins Flugzeug, nur zwei nahmen die Bahn. Einer machte sich mit einem alten Wohnmobil mit Dieselmotor auf den Weg, das war ich. Und da stecken wir mittendrin im Dilemma, das mein Kollege Harald Willenbrock in seinem Essay »Wir Ambivalenten« auf Seite 18/19 beschreibt. Denn wir alle fordern mehr Klimaschutz, aber wenn’s auf die eigene Reise geht, sind wir nicht sonderlich konsequent. Die Diskussion über die eigene Haltung hat in den vergangenen Wochen noch mehr als sonst unsere Arbeit geprägt. Denn: Was heißt nachhaltig reisen? Für uns bedeutet es…

1 Min.
unterwegs

Mitfahrvergnügen Vor dem Fahrspaß stand der Fußmarsch: Fotografin Soraya Matos und Autorin Ilona Marx mussten erst drei Kilometer Strecke machen, um an einen Elektroroller zu gelangen. Warum, erfuhren sie später von einem Verleiher: Die Nutzung der Minifahrzeuge ist auf bestimmte Areale begrenzt. Das Verbot, zu zweit zu rollern, war den Reporterinnen dagegen bekannt. Eine kleine gemeinsame Runde im Golden Gate Park erlaubten sie sich trotzdem. ‣SAN FRANCISCO Ab Seite 68 Bis ins Detail Einen grünen Daumen hat Grafiker Marco Stede nicht, Zimmerpflanzen verwelken unter seiner Obhut binnen Stunden. Dafür beweist er viel Fingerspitzengefühl beim Gestalten unserer »Green Issue«. Den passenden Look hatte er allerdings schon vorher. Eine farbenfrohe Tierwelt ... ... ziert unsere Tipps zum Thema Bewusstes Reisen. Illustrator Tim Möller-Kaya hat sie geschaffen. Naturmotive bringt der Kreative gern zu Papier, sich selbst in Szene…

4 Min.
natürlich schön

FELIX GÄNSICKE Ein sehr besonderer Moment: Mit drei Freunden war ich zum Kaltwassersurfen an der Südküste von Island. Über Stunden durchpflügten wir die Wellen des bitterkalten Nordmeers. Obwohl ziemlich erschöpft, fuhren wir danach noch zu einem Hot Pot, einer abgelegenen heißen Quelle im bergigen Hinterland. Der Geheimtipp eines Einheimischen. Weit und breit keine Menschenseele, um uns herum Stille, die kühle Luft in den nassen Haaren, das warme Wasser auf der Haut. Wir schwiegen. Ruhe durchströmte uns, tiefe Entspannung. Friedlichkeit lag über dem Ort. Es war eine helle Augustnacht im hohen Norden. DANIEL ESPIRITO SANTO Es war ein Augenblick der Offenbarung: Zum ersten Mal zeigte sich mir meine neue Heimat in all ihrer Schönheit. Gerade erst hatte ich die Großstadt hinter mir gelassen und war nach Baleal gezogen, ein portugiesisches Küstenörtchen nördlich von Lissabon.…

8 Min.
wir ambivalenten

Alle reden von Klimakrise. Wie sieht eigentlich meine ganz persönliche Reise-Klimabilanz aus? Neulich, kurz vorm Abflug in meinen Sommerurlaub, wollte ich es genauer wissen. Ich rief bei Nikolaj Koch von »Arktik« an. Das ist eine jener Organisationen, bei denen man seinen individuellen CO₂-Ausstoß berechnen und »Wiedergutmachung« leisten kann, indem man zum Beispiel Bäume pflanzen oder Solarkocher sponsern lässt. Ich hatte keine Ahnung, wie ernüchternd die Antwort ausfallen würde. Nikolaj erklärte mir zunächst die goldene Klimaschützerformel »Vermeiden – reduzieren – kompensieren«, also: Viel besser als der Ausgleich klimaschädlicher Reisen sei es, sie so weit wie möglich zu reduzieren oder am besten ganz zu vermeiden. Das wusste ich natürlich schon. Eigentlich zähle ich mich zu jenen leicht angegrünten Typen, die man früher LOHAs (Lifestyles of Health and Sustainability) nannte: Strom kaufe ich bei…

1 Min.
fotos gegen artensterben

NULL BOCK . . . auf Artensterben hat der peruanische Fotograf PEDRO JARQUE KREBS. »Jedes Jahr verschwinden 55 000 Spezies. Das sind 150 am Tag, sechs in der Stunde. Die Erde verliert an Vielfalt und Schönheit, aber vor allem gerät sie immer weiter in eine bedrohliche ökologische Schieflage.« Der vielfach ausgezeichnete Tierfotograf geht dagegen an – mit seinen Mitteln. Im Bildband »fragile« (siehe auch Seite 26) fängt er Tiere ein – fotografisch und in all ihrer Anmut: Pandas und Krokodile, Zebras und Giraffen, gar nordafrikanische Mähnenspringer (unten). Der 56-Jährige will uns allen vor Augen führen, für was es sich zu kämpfen lohnt: »Handeln ist angesagt – von jedem einzelnen und von der Gemeinschaft.« Bei all dem käme es für ihn auf die richtige Haltung an: »Entscheidend ist, dass wir die Hoffnung…

1 Min.
und ich?

SO IST ES 1 STROM UND GAS aus fossilen Energieträgern, veraltetes Heizsystem, Zwei-Personen-Haushalt mit 100 m2 2 EIN GROSSER DIESEL-SUV für jede Distanz und ca. 10 000 Kilometer pro Jahr 3 ZWEI FLUGREISEN pro Jahr, Kurzstrecke und Interkontinentalflug 4 LEBENSMITTEL: oft aus Übersee, nicht saisonal, fleischlastig WEITERER KONSUM: durchschnittlich hoch, auch Onlinebestellungen SO KÖNNTE ES SEIN 1 STROM UND GAS aus erneuerbaren Energien durch Wechsel zu Ökostromanbieter oder Solaranlage. Dazu ein effizientes Heizsystem im Niedrigenergiehaus mit wenig ungenutzter Fläche 2 KLEINWAGEN MIT LPG-GAS ODER E-AUTO für 7000 Kilometer pro Jahr. Kurze Strecken mit dem Rad 3 URLAUBSREISEN mit Bahn (4000 Kilometer pro Jahr) oder Fernbus (2000 Kilometer) 4 LEBENSMITTEL AUS DER REGION, saisonal, manchmal bio, vegetarisch WEITERER KONSUM: langlebige Produkte, Kauf von Gebrauchtem, lokale Geschäfte statt online Weitere spannende Grafiken in Esther Gonstallas »Das Klimabuch«, oekom verlag, 24 €…