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GEOGEO

GEO GEO Perspektive

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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CHF 50.92
12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

access_time3 Min.
editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, halten Sie Ihre Mitmenschen für glücklich? Überlegen Sie gut, man kann sich leicht täuschen. Die meisten Menschen hierzulande glauben, die meisten anderen Menschen wären unglücklich. Weit gefehlt. Bei Umfragen geben mehr als 80 Prozent aller Menschen an, mit sich und ihrem Leben sehr zufrieden zu sein. Anderes Beispiel: extreme Armut. Hat sie sich in den vergangenen 20 Jahren verringert, vergrößert oder blieb sie unverändert? Auch hier sind wir meist zu pessimistisch. Die extreme Armut auf der Welt hat sich nämlich nahezu halbiert – aber das wissen nur sechs Prozent der Deutschen. Diese Beispiele zeigen: Es ist leicht, ein schiefes Bild von der Welt zu pflegen. Wie aber leben unsere Mitmenschen wirklich, was bewegt sie, welche Träume haben sie? In diesem Sonderheft geben sieben Menschen darauf Antworten. Sieben der derzeit rund…

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die welt mit den augen der anderen sehen

CHINA Yanghua Wu schuftet für den Aufstieg Die Bäuerin durfte nie schreiben und lesen lernen. Damit es ihrer Tochter Baiyun und ihren drei anderen Kindern besser geht, wurde sie Tagelöhnerin – und ihre Familie Teil von Chinas einzigartiger Aufstiegsgeschichte CHILE Christian Boesch verbessert die Welt Eigentlich wollte der österreichische Opernstar in Chile nur ein neues Leben als Landwirt beginnen. Dann gründete er eine Musikschule – und verändert seither die Welt der Ureinwohner. Auch, indem er für ein Musikcamp eine Hütte versetzt KENIA Jeneria Lekilelei schützt die Löwen Das Hirtenvolk der Samburu kennt einen Feind: Löwen. Sie reißen Vieh und töten manchmal auch Menschen. Doch der Krieger Jeneria (Mitte, in karierter Tracht) hat den Schutz der Tiere zu seiner Mission gemacht – und viele andere junge Männer unterstützen ihn DÄNEMARK Nadia Witt schmiedet ihr Glück Sie hat sich ihren größten Traum allein…

access_time6 Min.
das leben der anderen

SIND SIE GLÜCKLICH? Oder ziemlich glücklich? Und was glauben Sie, wie andere Menschen diese Frage beantworten würden? Umfragen sind eine feine Sache. Sie geben uns Einblick in das Leben und Denken fremder Menschen. Und mitunter zeigen sie, wie sehr wir ihnen mit unserer Einschätzung Unrecht tun. Bei der Glücksfrage etwa. Im Schnitt halten wir in Deutschland nur 45 Prozent unserer Mitmenschen für mehr oder weniger glücklich. Tatsächlich aber zählen sich 84 Prozent zu den Glücklichen. Weltweit sind es ähnlich viele: 83,6 Prozent. Eine erstaunliche Zahl, die auf Umfragen des World Value Survey in 60 Ländern beruht. Die größten Unglücksländer wie Syrien und Somalia sind nicht darunter, dennoch ist es um das Leben vieler Menschen besser bestellt, als wir gemeinhin vermuten. Dass sich der Anteil der Menschen in extremer Armut weltweit in den letzten 20…

access_time24 Min.
eine frau, vier kinder: ein traum

EINE ZERBRECHLICH wirkende Frau steht bis zu den Schienbeinen in nassem Beton, um sie herum planieren brüllend laute Maschinen den Boden. Mit 56 Jahren ist Yanghua Wu , genannt Mutter Wu, die Älteste in der Baubrigade, die im südchinesischen Kreis Liping eine Schule renoviert. Jede Schaufel nassen Beton, die Mutter Wu hebt und verteilt, ist ein paar Yuan wert, jede ihrer Bewegungen bringt sie ihrem Lebensziel ein Stück näher: Sie will ihrem jüngsten Kind ein Geschenk hinterlassen – finanzielle Sicherheit. „Solange mein Körper durchhält, werde ich weiterarbeiten“, sagt sie. „Noch fünf Jahre, dann habe ich genügend Geld für meinen Sohn zusammengespart.“ Er ist ihr Augenstern. Alle ihre Kollegen stammen aus Bergdörfern in der Provinz Guizhou; sie ist eine der ärmsten Regionen Chinas. Die Arbeiter rackern vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung auf…

access_time2 Min.
traum vom aufstieg

»Menschen, die in Armut leben, sind das größte globale Problem« ZUSTIMMUNG global 56 % EXTREME ARMUT Immer weniger Menschen leben von täglich weniger als 1,90 $ RÜCKGANG 1820 1,02 Mrd. Menschen (94% der Weltbevölkerung) 1970 2,22 Mrd. Menschen (60%) 2015 0,70 Mrd. Menschen (9,6%) * Internationale Dollar (kaufkraftbereinigt) 117 US$, Kambodscha: Familie Ourn lebt vom Müllsammeln und träumt von einem Motorradtaxi VERTEILUNG DER ARMUT (2013) 383 Mio. Menschen in Afrika Asien: 327 Mio. Südamerika: 19 Mio. Nordamerika: 13 Mio. Ozeanien: 2,5 Mio. Europa: 0,7 Mio. WISSEN 87 % der Befragten aus 24 Ländern glauben, dass die extreme Armut in den letzten 20 Jahren gestiegen oder gleich geblieben ist. Dass sie gesunken ist, wissen in Deutschland nur 8%, in China 50 %,in Indien 27 % 47 US$, Myanmar: Nach Hochwasser hofft Familie Macho, eines Tages neues Land kaufen zu können MITTELKLASSE Die Mittelklasse wächst so schnell wie nie zuvor. Zu ihr gehört, wer täglich 10 bis 110…

access_time19 Min.
papageno im paradies

UM SÄMTLICHE MUSIKER erfassen zu können, muss sich Christian Boesch einmal um die eigene Achse drehen. Der wuchtige Mann mit den tiefen Falten im sonnengebräunten Gesicht steht auf einem Podest inmitten von Streichern, Bläsern, Zupfern und vielen weiteren Instrumentalisten. Ein Meer aus 1211 Musikern. Dahinter erheben sich lange Tribünen, auf denen dicht an dicht das Publikum sitzt. Boesch lächelt, ein Glitzern in den blauen Augen. Volles Haus! Wie immer. Wie damals, als der Österreicher mit der Baritonstimme in den wichtigsten Opernhäusern der Welt gefeiert wurde. Mailand. New York. Wien. Zürich. Und immer wieder Salzburg, seine geliebte Mozartstadt. Das heutige Konzert findet in einer Turnhalle statt. In einer Kleinstadt im Süden von Chile: Villarrica. Manche der Zuschauer, Männer wie Frauen, haben dicke Wollpullover an. Oder Anoraks. Einer ist im Poncho erschienen. Und die Musiker tragen…

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