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GEOGEO

GEO 04/2019

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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CHF 50.92
12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, die Titelgeschichte lädt zu einem Gedankenspiel ein: Was wäre geschehen, wenn die ersten Menschen ortsverbunden geblieben wären? Wenn unsere Vorfahren nicht Afrika verlassen, sondern sich in der weitläufigen Savanne eingerichtet hätten, ein Tier unter vielen, ein besonderes sicherlich, aber keines, das Weltgeschichte schreiben würde? Wären wir dann heute bloß eine lokale Spezies, übertrumpft und an den Rand gedrängt von anderen Menschenarten? Würde es Homo sapiens überhaupt noch geben? Aufschlussreich an diesem Gedankenspiel ist vor allem die Einsicht, dass es nicht sehr weit führt: Wir können uns buchstäblich die Menschheit nicht vorstellen ohne den Aufbruch jener ersten Menschen vor rund 150 000 Jahren, die ins Ungewisse gezogen sind. Natürlich nicht, um die Erde zu erobern, woher hätten sie wissen können, dass es eine Erde gibt? Sondern oft als von…

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unterwegs

Pillen für die Welt Gabriele Galimberti (oben) bekämpft mit Antibiotika seine Nasennebenhöhlenentzündungen, Paolo Woods (unten) nimmt etwas gegen Magenprobleme. Gemeinsam mit Edoardo Delille (Mitte) und Arnaud Robert (ganz unten) fotografierten sie den Inhalt von Medizinschränken auf vier Kontinenten. Wie unterschiedlich Medikation in aller Welt aussieht, zeigt das Langzeitprojekt des vierköpfigen Teams: „Happy Pills“. Recherche im Liegen Orang-Utans bewegen sich meist in den Kronen hoher Bäume. Wenn man sie im Stehen beobachtet, bekommt man schnell eine Genickstarre – deshalb legt man sich am besten hin, wie GEO-Reporterin Anke Sparmann. Primatenforscherin Julia Mörchen notierte derweilen das Verhalten der Tiere auf Protokollbögen, die hinterher ausgewertet werden. Die beiden Frauen beobachteten über Tage hinweg eine Orang-Utan-Mutter mit ihrer Tochter im Regenwald von Sumatra. Die Bedingungen waren nicht ganz so bequem, wie es das Foto suggeriert: „Es ist…

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resonanz

GEO-AUSGABE FEBRUAR 2019 Editorial GEO ist eine Zeitschrift, die sich in lobenswerter Weise für den Erhalt der Natur auf der Erde journalistisch einsetzt. Wie kann es dann sein, dass im Editorial für eine Renaissance der Kernenergie geworben wird? Zwar ist es richtig, sich für die Dekarbonisierung ins Zeug zu legen. Die Kernenergie dabei aber ins Spiel zu bringen, das ist, wie in vergangene Zeiten zu fallen! Vor 20 Jahren konnte die Kernenergielobby diese Art der Energiegewinnung noch als kostengünstigste propagieren und die Atommüllentsorgung als quasi gelöst vermelden. Heute ist Allgemeinwissen, dass das Preisgünstige dieser Energiegewinnung auf einer unzulässigen Nettokostenberechnung beruhte. EDMUND WEBER, BERLIN-KLADOW, PETRA RADEMACHER, POTSDAM Titelthema: Fokus Der Titel von GEO Nr. 02/2019 lautete „Fokus. Weniger Ablenkung, mehr Klarheit . . . “. Ist Ihnen aber bewusst, dass Hefte wie GEO dem Abbringen vom…

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kosmos

CHILE Freiheit für Pferd und Reiter In der dünn besiedelten Region Aysén im Süden Chiles leben noch einige Huasos: Reiter und Landarbeiter, vergleichbar mit Cowboys in den USA. Ihre traditionelle Lebensweise war auch durch die Planung großer Staudämme bedroht. Doch im Jahr 2018 spendete eine Witwe der chilenischen Regierung mehr als 4000 Quadratkilometer Land, unter der Bedingung, das Gebiet unter Naturschutz zu stellen. So entstanden mehrere neue Nationalparks, die nun auch die Lebensgrundlage der Huasos bewahren helfen ISRAEL Schwere Perlenpracht Der Bräutigam macht Fotos von seiner Zukünftigen und ihrem kunstvollen Kopfschmuck, dem Tashbuk. Das Paar feiert vor der Hochzeit das Henna-Fest, ein Fruchtbarkeitsfest. Der Brauch war im Jemen unter Muslimen und Juden verbreitet. Seit einigen Jahren lassen jemenitische Juden diese Tradition wieder aufleben. Ihre Vorfahren waren 1949 und 1950 nach Israel ausgewandert BAHAMAS Paradiesischer Unterschlupf Nachdem sie jahrelang…

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rein in den ring

Typisches Sumo-Training an der zentraljapanischen Asahi-Universität: Die Schüler rennen gegeneinander an, marschieren in der Hocke durch den Sand oder üben Kampftechniken wie den Yorikiri, bei dem der Gegner an seinem Gürtel aus dem Ring geschoben wird. Doch wer genauer hinschaut, dem fällt auf: Während die meisten Schüler klassisch mit bloßem Oberkörper antreten, tragen einige von ihnen Ringer-Anzüge. Es sind Studentinnen, die mit der alten Sumo-Tradition brechen. Denn lange Zeit waren in diesem Kampfsport nur Männer zugelassen. An der Asahi-Universität trainieren hingegen Männer und Frauen gemeinsam. Die männlichen Kämpfer sind zwar schwergewichtiger, doch beim Sumo entscheiden nicht allein Kraft und Körperfülle über Sieg oder Niederlage: Durch Tempo und Beweglichkeit haben gut trainierte Frauen auch gegen Männer Chancen, zu gewinnen. Die Sumo-Studentinnen sind in Japan noch immer eine seltene Ausnahme. Zwar gibt es etwa 300…

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heimat für wilde bisons

Es war das Land der Amerikanischen Bisons, schon immer: die schier endlosen Prärien im Osten der Rocky Mountains, von Kanada im Norden bis Texas im Süden, insgesamt fast drei Millionen Quadratkilometer weit. Dem Futter und den Jahreszeiten folgend, zogen die Tiere über die Great Plains, die „Großen Ebenen“. Mehr als 30 Millionen Tiere lebten dort – bis die europäischen Siedler sie im 19. Jahrhundert beinahe auslöschten. Nur einige Hundert Tiere überstanden die von der damaligen amerikanischen Regierung unterstützte Vernichtung. Doch seit Jahrzehnten erholen sich die Bestände; inzwischen gibt es wieder mehr als 500 000 Bisons. Die meisten davon leben in privaten Herden, in denen sie ihres Fleisches wegen gehalten werden. Jetzt dürfen die Bisons sich sogar ihre angestammte Heimat wieder zurückerobern: in Freiheit, auf dem Land der nordamerikanischen Ureinwohner. »Wir und die Büffel…

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