ENTDECKENBIBLIOTHEK
searchclose
shopping_cart_outlined
exit_to_app
category_outlined / Wissenschaft
GEOGEO

GEO 06/2019

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Mehr lesenkeyboard_arrow_down
ABONNIEREN
CHF 50.92
12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

access_time2 Min.
editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, seit die Mondfahrer des Apollo-Programms uns das Bild der Erde als blauer Planet geschenkt haben, war dort stets eine weiße Haube zu sehen – das ewige Eis am Nordpol. Dieses Bild wird bald nicht mehr gültig sein. Wir stehen vor einer welthistorischen Veränderung: In Kürze wird der Nordpol im Sommer völlig eisfrei sein – zum ersten Mal seit Millionen Jahren. Dort, wo stets ein dicker Panzer aus Eis schwamm, wird sich ein neuer Ozean auftun. Und die Erde wird nicht mehr sein wie zuvor. Als Jugendlicher war ich fasziniert davon, dass erst 1968 ein Mensch den Nordpol nachweislich über das Eis erreicht hat – nicht viel früher also, als jene Astronauten erstmals den Mond betraten. So gewaltig, so unbezwingbar war das Packeis, gemacht, niemals zu vergehen. Diese Ewigkeit wird…

access_time3 Min.
unterwegs

Expedition in eine Welt, die sich rasant verändert Zwei Fotografen bereisten monatelang die Gestade des auftauenden Nordpolarmeeres Selbst für GEO-Verhältnisse ist dies eine Recherche von außergewöhnlichen Dimensionen: zwei Fotografen, drei Monate vor Ort, auf drei Kontinenten. Yuri Kozyrev und Kadir van Lohuizen dokumentierten die Folgen des Klimawandels in den arktischen Regionen Europas, Asiens, Amerikas. Gemeinsam, doch jeder für sich; in ständigem Kontakt miteinander, doch nie zu zweit an einem Ort: Kozyrev fotografierte in Sibirien, van Lohuizen in Kanada und Alaska, auf Spitzbergen und Grönland. Beide waren einen ganzen arktischen Sommer lang unterwegs, von Juli bis Oktober. Doch das war nur die Kür. Die journalistische Pflicht: ein zeitraubendes, allzu oft frustrierendes Ringen um Genehmigungen, zum Fotografieren etwa von Industrieprojekten und Militärbasen, das der Arbeit vor Ort lange Monate vorausging. Kadir van Lohuizen, geboren 1963,…

access_time3 Min.
resonanz

GEO-AUSGABE APRIL 2019 Titelthema: Der Aufbruch des Menschen Die Vielfalt der Menschen begeistert mich und lässt mich demütig werden. Merken Rassisten nicht, wie reich uns das macht? Ich sage voller Respekt: Es gibt keine Hässlichen, nur andere – das ist wunderbar. Machen Sie weiter so. DIETER SCHUMACHER, VIA E-MAIL Allein schon für diese Grafik mit den Wanderungen des Homo sapiens habe ich den Preis für das @geomagazin gern bezahlt. @JAMESBARNACLE89, VIA TWITTER Das Turbo-Huhn Mein Kompliment an Florentin Schumacher für seine Reportage „Huhn für die Welt“. Der Artikel hat manche Fragen beantwortet, die ich mir beim Einkaufen stelle und anschließend verdränge. Mich hat beeindruckt, wie nach aller Kritik schließlich die Massentierhaltung unerwartete Punkte erzielt. Kein Dogmatismus, keine political correctness, sondern Berichten, Nachfragen, Nachdenken – so geht das Thema noch lange in meinem Kopf herum. Wegen solcher Beiträge…

access_time1 Min.
kosmos

SCHWEIZ Auf der hohen Kante Nur ein schmaler Pfad führt entlang des Grates zum Altenalptürm auf 2033 Meter Höhe. Zu Füßen des einsamen Langstreckenläufers tun sich Abgründe auf, Hunderte Meter tief. Knapp 30 Kilometer Luftlinie vom Bodensee entfernt erhebt sich das Alpstein-Massiv. Von seinem höchsten Punkt aus, dem Säntis, können Besucher in sechs Länder blicken: die Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien SÜDSUDAN Hoffnungsträgerinnen Ihren erfolgreichen Abschluss feiern die Absolventinnen der Akademie für Luftfahrtmanagement in Juba, der Hauptstadt des Südsudan. »Heute sind Sie ein Star Ihrer Klasse, morgen werden Sie ein Stern am Himmel Ihres Landes sein!« steht auf ihren Urkunden. Für die Frauen ist es ein großer Tag – zumal in ihrem vom Bürgerkrieg verwüsteten Heimatland nur eines von vier Mädchen zur Schule gehen kann AUSTRALIEN Catwalk zum Friseur Das Schaf, das über den Laufsteg in…

access_time2 Min.
ein zug, der das selbstbewusstsein befördert

Wann genau der Zug ankommt, weiß in Schefferville oft keiner. Zwölf Stunden würde er brauchen, führe er die rund 580 Kilometer von Sept-Îles, einer Stadt im Osten Quebecs, ohne längere Unterbrechung in Richtung Norden. Doch meistens hält die Regionalbahn immer wieder an, um auf freier Strecke Passagiere abzusetzen oder mitzunehmen. Bahnhöfe gibt es dort nicht. Wer mitfahren will, winkt dem Lokführer; lange Verspätungen sind normal. Zweimal in der Woche fährt der Zug, selbst im Winter, wenn eingefrorene Weichen den Bahnbetrieb erschweren: Schefferville, die Endstation, liegt in der subpolaren Zone. Das Retortenstädtchen wurde in den 1950er Jahren gegründet, als man in der Nähe Eisenerz entdeckte. Schnell bauten Minenbetreiber für etwa 5000 Menschen Häuser, eine Klinik, ein Kino und ein Schwimmbad. 30 Jahre später wurden die Minen geschlossen, die Arbeiter zogen fort. Rund…

access_time2 Min.
erntehilfe aus dem weltall

Als im Jahr 2015 heftige Regenfälle im indischen Bundesstaat Tamil Nadu die gesamte Saat zerstörten, konnten Behörden die Reisbauern bereits einige Tage später mit 50 Tonnen Reissamen und 30 000 Setzlingen versorgen – und so die Ernte sichern. Indien ist abhängig von dem Getreide: Das Land produziert im Jahr rund 110 Millionen Tonnen Reis; es ist das Hauptnahrungsmittel in weiten Teilen Asiens. Ohne Reis könnten sich viele der rund 4,5 Milliarden Bewohner des Kontinents nicht ernähren. Da die Bevölkerung in Asien weiterhin rasch wächst, müsste die Reisproduktion in den Anbaugebieten sogar bis zur Mitte des Jahrhunderts in etwa verdoppelt werden. Doch Naturkatastrophen wie Überflutungen, Taifune und Dürren sind in Indien und Südostasien keine Seltenheit und gefährden die Lebensmittelversorgung ganzer Regionen. Je schneller die Kleinbauern allerdings auf die Verwüstungen reagieren können, desto…

help