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GEOGEO

GEO 07/2019

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, nie hat die Höhlenforschung mehr Aufmerksamkeit erhalten als in jenen Tagen im Juni 2014, in denen Deutschland bangte, ob der Forscher Johann Westhauser aus der tiefsten Höhle des Landes, dem Riesending, gerettet werden kann. Den damals 53-Jährigen hatte in fast tausend Meter Tiefe ein Lehmbrocken am Kopf getroffen, daraufhin lief eine einzigartige Rettung an. Westhauser und seine damaligen Begleiter haben seither viele Anfragen erhalten, die dramatischen Ereignisse unter Tage zu erzählen. Aber sie wollten sich nur einem anvertrauen, von dem sie wissen, dass er ihre Welt versteht: GEO-Redakteur Lars Abromeit. Abromeit war, Jahre vor dem Unfall, mit Westhauser und einigen seiner späteren Retter in die Riesending-Höhle geklettert, als bislang einziger Journalist. Vor dem Abstieg hatten die Höhlenentdecker ihn erst einmal geprüft. Einer der Forscher hatte Seile in den…

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unterwegs

Rückkehr an den Unglücksort Das Wunder vom Untersberg – auch für das GEO-Team bewegend Um den Höhlenforscher Johann Westhauser (Mitte, vorn) und seine Freunde zu porträtieren, die 2014 bei der Rettungsaktion in der bayerischen Riesending-Höhle dabei waren (v. r. n. l.: Ulrich Meyer, Thomas Matthalm und Florian Schwarz), bat Fotograf Mattia Balsamini die Gruppe zum Ort des Geschehens: an den Untersberg. Zum ersten Mal seit dem Unglück trafen die vier dort zusammen. Ein bewegender Augenblick – auch für GEO-Expeditionsreporter Lars Abromeit (2. v. l.). Mehr als zwei Jahre lang hatte er an der Geschichte gearbeitet. Nun freute er sich umso mehr, als die Forscher ihm dankten: Die Gespräche hätten ihnen geholfen, mit den Erlebnissen abzuschließen und wieder als Gruppe zusammenzuwachsen. Abromeit erinnerte sich während der Recherche oft an die Tour, die er…

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resonanz

GEO-AUSGABE MAI 2019 Hirnforschung und Sport In diesem Artikel wird nur darauf eingegangen, mit welchen Maßnahmen man noch mehr aus dem eigenen Körper an Leistung herausholen kann. Auf die negativen Auswirkungen einer ständigen Leistungssteigerung wird dagegen in keinem Satz Bezug genommen. Ich hätte mir eine etwas kritischere Darstellung gewünscht. Sie sollten vielleicht auch einige Leistungssportler befragen, mit welchen großen gesundheitlichen Problemen sie nach dem Ende ihrer sportlichen Laufbahn jetzt zu kämpfen haben. Es ist vielleicht nicht ganz unvernünftig, wenn man das Gehirn auch beim Sport nicht versucht auszuschalten, sondern lieber doch darauf hört. ULRICH WEINDL, ALLING Man wird es niemandem verbieten können, seine Selbstoptimierung durch Ausschalten der Erschöpfungsreaktion zu perfektionieren – ungeachtet der durch die Maximalbelastung der körperlichen Hardware unvermeidlichen Gesundheitsschäden. Höchst problematisch wird dies aber im sportlichen Wettbewerb: Bereits jetzt haben Dopingexperten ihre…

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kosmos

DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO Talentierter Hochstapler Letzte Kontrolle vor der Abfahrt: Die Männer zurren noch einmal ihre Ladung auf dem ramponierten Peugeot fest. Neben Brennholz und Holzkohle haben sie auch einige Bündel Maniok gestapelt, ein beliebtes Grundnahrungsmittel in der Demokratischen Republik Kongo: Das Land ist der zweitgrößte Maniokproduzent der Welt. Transportiert werden die Waren vor allem auf einer der wenigen wirklich befahrbaren Straßen: Diese Lebensader führt rund 330 Kilometer durch den Westen des Landes, von der Hafenstadt Matadi bis zur Hauptstadt Kinshasa, und sichert die Versorgung der Menschen im Landesinneren MADAGASKAR Neugierige Waldmedizinerin Putzmunter lugt sie aus ihrem Versteck hervor: Der graue Schopf deutet auf einen weiblichen Rotstirnmaki hin, nur die Männchen haben einen roten Kopf. Ihr scheint es gut zu gehen, doch wüsste sie sich auch zu helfen, wenn es nicht so wäre: Forscher haben…

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schöne neue badewelt

Zuerst umschloss der Tagebau die Stadt Leipzig, zerstörte Felder, verschlang nahe gelegenen Wald und ganze Dörfer im Umland: Zu Zeiten der DDR befand sich hier ein Teil des Mitteldeutschen Braunkohlereviers. Insgesamt 300 Quadratkilometer Land haben die Schaufelradbagger zum Verschwinden gebracht. Dann kam das Wasser: Nach der Wiedervereinigung wurden immer mehr Tagebaue geschlossen, anschließend die zurückgelassenen Gruben geflutet. Über zwei Jahrzehnte stiegen die Pegel. Nun sind die Seen fürs Baden freigegeben, Ausflugsdampfer und Segler ziehen ihre Runden. Aus der menschengemachten Kraterlandschaft ist ein menschengemachtes Erholungsgebiet geworden. Die Stadt Leipzig vermarktet die Region heute als „Neuseenland“ und wirbt um Touristen: Entstanden sind Yachthäfen und kleine Campingplätze, Tauchclubs, Strandbars und Hotels. Jedes Jahr kommen 700 000 Übernachtungsgäste an die Ufer der neuen Gewässer. Auch neue Bewohner sollen hierherziehen: Dafür bauen die Gemeinden Wohnanlagen, Häuser mit…

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zehntausende bäume an einem tag

Die eine schlägt mit der Spitzhacke ein Loch in den harten Bergboden; die andere gibt den Setzling hinein, tritt die Erde fest: Das dauert keine zwei Minuten. Dann ziehen die beiden Ureinwohnerinnen in den bunten Gewändern weiter. Sie haben viel vor. Die Bewohner entlegener Dörfer in der Vilcanota-Gebirgskette, ungefähr 500 Kilometer östlich der peruanischen Hauptstadt Lima gelegen, pflanzen alljährlich an nur einem Tag Zehntausende von Bäumen. Die lokale Naturschutzorganisation ECOAN (Asociación Ecosistemas Andinos) hatte den „Queuña Raymi“ 2014 ins Leben gerufen, damit die Menschen, die dort oben leben, ihr großes Projekt künftig gemeinsam mit einem Feiertag begehen können: dem Tag der Wiederaufforstung der peruanischen Anden. Die Ureinwohner pflanzen Polylepsis-Bäume, Rosengewächse mit winzigen Blättern, die mit den Bedingungen im Hochland gut zurechtkommen. Ihre Wurzeln schützen die Berghänge vor Erosion; die Blätter der Bäume…

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