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GEOGEO

GEO 09/2019

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, gibt es in Deutschland heute weniger oder mehr Tier- und Pflanzenarten als vor der Industrialisierung? Was für eine Frage, denken Sie vermutlich, die Antwort liegt doch auf der Hand: natürlich weniger! Wie könnte es auch anders sein: Jeden Tag hören wir vom dramatischen Artentod, den der Mensch über die Erde bringt. Daran ist nicht zu zweifeln. Und doch ist das Artensterben kein linearer Prozess. An vielen Stellen in Deutschland besteht Grund zur Hoffnung, weil sich Habitate stabilisieren oder sich neue Arten ansiedeln; und längst nicht jeder Neuankömmling ist schädlich. Ähnliches beobachten Biologen an vielen Stellen der Erde. Sogar in Regenwäldern: Wird in ihnen selektiv (!) eingeschlagen, werden also einzelne Bäume entfernt, besitzen sie danach oftmals eine höhere Artenvielfalt als alte, unberührte Wälder. Die Ursache für die lokale Spezies-Vermehrung…

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unterwegs

Höllenritt GEO-Reporter Jörn Auf dem Kampe fuhr per Lift durchs Innere der Erde Bei der Suche nach Leben in der Moab Khotsong, einer der tiefsten Minen der Welt in Südafrika, bewegte sich Jörn Auf dem Kampe auf ungewöhnliche Art fort: mit einer Sesselbahn. Ein vertrautes Gefährt für den GEO­Reporter, hier jedoch in skurriler Umgebung, 3000 Meter unter Tage. Angesichts tropischer Hitze stellte sich ein Wintergefühl nicht ein. Eher eine Ahnung von Hölle. In engen Schächten, überwölbt von Tonnen aus Gestein, unter künstlichem Licht, fühlte sich Auf dem Kampe zeitweise „gefangen“. Die Expedition führte ihn an der Seite einer Mikrobiologin in ein Reich, das Forscher die „Tiefe Biosphäre“ nennen. Seite 118 Reptilien-Retter Auf der winzigen Karibik-Insel Santa Cruz del Islote wohnen 1200 Menschen auf engstem Raum. Gerade deshalb ist Umweltschutz für die junge Generation ein…

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resonanz

GEO-AUSGABE JULI 2019 Höhlendrama Was für ein gigantischer Artikel über Solidarität, Mitmenschlichkeit, Engagement – und christliche Nächstenliebe. Manchmal bin ich durch Kriege, generell Gewalt, einfach durch schreckliche Dinge, die Menschen einander antun, geneigt, den Glauben an das Gute im Menschen zu verlieren. Solche Artikel geben mir dann wieder Mut, Kraft und neuen Glauben. DR. SABRINA HAUSDÖRFER, BERLIN Immer wieder hört man von spektakulären Rettungsaktionen nach Unglücksfällen. Wie Ihr Redakteur Lars Abromeit die Bergung eines Verunglückten aus dem Inneren der Alpen für den Leser nacherlebbar gemacht hat, verdient deswegen besondere Anerkennung. Berührend ist auch die Anmerkung, dass der Rettungswille alle Helfer bis zum Ende der Aktion getragen hat. PETER SCHAARSCHMIDT, ANGERMÜNDE Ich bin immer wieder begeistert, mit welch sauberer Recherche die Artikel in GEO erscheinen. Über die Rettungsaktion war in den Nachrichten zwar zu lesen, aber erst…

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kosmos

IRAN An Traditionen anknüpfen Monate, manchmal sogar ein Jahr lang beugt sich eine Teppichknüpferin in der Provinz Fars über ihren Webstuhl und ihr Werk: Quer zu den aufgespannten Kettfäden knüpft und knotet sie die Fäden zu einem traditionellen Nomadenteppich. Eine andere Frau zwirbelt die langhaarige Wolle der Gebirgsschafe zu Schnüren. Viele der Nomaden führen ihre Künste auch für Touristen vor. Sie sind die wichtigsten Produzenten dieser Teppiche im Iran – wobei ihnen billigere Fabrikprodukte allerdings zunehmend Konkurrenz machen SERBIEN Schlacht mit Blechschäden Bei dieser Weltmeisterschaft scheppert es gewaltig: Bewaffnet mit Handäxten, Schwertern und Stangenwaffen tragen 300 Ritter einen Kampf bei der »Schlacht der Nationen« aus, einer Veranstaltung für mittelalterliche Vollkontaktwettbewerbe, an der rund 40 Nationen teilnehmen. Fällt ein Kämpfer, ist er – man ahnt es – außer Gefecht; welche Mannschaft als letzte steht, gewinnt. Vor…

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mensch gegen elefant

Die Strahlen von fast hundert Scheinwerfern tasten sich über die bewaldeten Hügel. Auf hölzernen Wachtürmen stehen rund 200 Männer und spähen in die Lichtflecken. Die Wächter – je zwei auf einer Plattform – warten auf die Elefanten. Als eines der Tiere plötzlich aus dem Unterholz bricht, pfeifen die Männer schnell Hilfe herbei. Sie umzingeln den Elefanten von drei Seiten und drängen ihn sodann mit Licht und Lärm zurück in den Wald. Kutupalong im Süden Bangladeschs ist das größte Flüchtlingslager der Erde. Rund eine Million Menschen haben hier Zuflucht gefunden: vor allem vertriebene Rohingya aus Myanmar. Zwischen den fragilen Unterkünften aus Holzstangen und Kunststoffplanen wird ein verirrter Elefant schnell zur tödlichen Gefahr. Deshalb gibt es seit Anfang 2018 die Wächterteams. In den Monaten zuvor waren immer wieder Elefanten in das Camp gelaufen. Dort…

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saft vom sonnenkiosk

Auf einer staubigen Straße, etwa drei Autostunden von Ruandas Hauptstadt Kigali entfernt, umrundet eine Menschengruppe einen weißen Kasten. Es ist ein Kiosk, doch er hat weder Snacks noch Brause im Angebot: Hier gibt es Saft fürs Handy. Ausgeklappte Solarpaneele, der Sonne zugewandt, überragen das Behältnis. Aus seinem Inneren baumeln Kabel. Die Kunden laden hier ihre Mobiltelefone, surfen im Internet, bezahlen online Rechnungen. Mobiltelefone symbolisieren den Aufstieg des Landes – doch außerhalb der Hauptstadt kommt der Fortschritt nur langsam an. Zwei Drittel der rund 13 Millionen Ruander haben keinen gesicherten Zugang zu Elektrizität – die meisten, denen er fehlt, leben auf dem Land. Dabei ist das Handy in Subsahara-Afrika oft unverzichtbar. Um so wenig Bargeld wie möglich in der Tasche zu tragen, bezahlen die Ruander im Alltag fast alles per Mobiltelefon: die…

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