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Männerzeitschriften
Mannschaft Magazin

Mannschaft Magazin Januar/Februar 2020

Freue dich auf bereichernde Geschichten aus der LGBTIQ-Community. Neun Storys bestehend aus Reportagen, Interviews, Hintergrundartikel und Fotostrecken auf mindestens 130 Seiten bilden das Herzstück jedes Magazins. Wir erscheinen jeweils im Sommer, Herbst, Winter und im Frühling.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Lautes Haus GmbH
Erscheinungsweise:
Quarterly
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10 Ausgaben

in dieser ausgabe

1 Min.
hallo männer

Kein deutscher Minister ist so fleissig wie Jens Spahn. 16 Gesetze in 16 Monaten Amtszeit – das resümierte das Ärzteblatt im Sommer und lobte den Bundesgesundheitsminister: Kein anderes Regierungsmitglied habe so viele Initiativen vorzuweisen wie er. Nun kann er noch einen weiteren Erfolg vorweisen: Das Kabinett hat kurz vor Weihnachten seinen Gesetzentwurf für ein Verbot von Konversionstherapien bei Minderjährigen auf den Weg gebracht. Wer die schädlichen Therapien anbietet, muss künftig mit Bussgeldern und bis zu einjährigen Gefängnisstrafen rechnen. Spahn hatte vorab erklärt, man setze damit ein gesellschaftliches Zeichen an alle, die mit ihrer sexuellen Orientierung hadern: «Es ist ok, wie du bist. Das bedarf keiner Therapie. Denn du bist nicht krank», so Spahn gegenüber dem RND. Die Pseudotherapien seien eine Gefahr für die Betroffenen. Dadurch entstehe oft schweres körperliches und seelisches…

1 Min.
arts

Mann, oh Mann. Die Krise der Gegenwart als Krise der Männlichkeit: Obwohl alles in Bewegung ist, kündigt sich ein konservativer gesellschaftlicher Rollback an. Der Mann scheint in den alten Mustern festzustecken. Was bedeutet es, im Jahr 2020 ein Mann zu sein? Darum geht es in Falk Richters Rechercheprojekt «In My Room»: Momentaufnahmen von Söhnen, die sich an ihre Väter, an Familienrituale, Alltagsgeschichten und gesellschaftliche Entwicklungen erinnern. Ein autofiktionaler Selbstversuch, in die unergründete Blackbox, die Väter hinterlassen haben, einzutauchen auf der Suche nach ihren Spuren. - gorki.de Münchner Freiheit «Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)» darf auf keiner guten Party fehlen. Man kann es herrlich seinem Angebeten zugrölen – in der Hoffnung, dass er textsicher ist und mitgrölt. Weitere Hits wie «Herz aus Glas» und «1000 x Du» spielen die Jungs am…

2 Min.
brands

Sheraton will keine Hochzeiten Der amtierende Mr. Gay Canada, Josh Rimer (links), wollte seinen Verlobten im Sheraton-Hotel im LGBTIQ-freundlichen Urlaubsort Puerto Vallarta heiraten, doch zu seiner grossen Überraschung erhielt er eine Absage. Zur Begründung sagte ihnen die Hotelmanagerin, man sei nicht auf gleichgeschlechtliche Hochzeiten spezialisiert. Ihre Dienstleistung wäre daher ungenügend – und dies möchte man dem Paar an ihrem «speziellen Tag» nicht zumuten. «Ich weiss nicht, ob sie denkt, dass wir in Speedos und mit Gogo-Tänzern daherkommen», scherzt Rimer. «Es ist einfach eine normale Hochzeit, die zufälligerweise zwischen zwei Männern ist.» Nachdem er seinen Frust auf Youtube freien Lauf liess, sprang das Hilton-Hotel in Puerto Vallarta in die Bresche und bot dem Paar eine kostenlose Hochzeit an. Urlaub unter Gleichgesinnten Gay-Aktivreisen bietet einen ausgewogenen Mix aus Sport und Erholung für schwule Männer mit…

2 Min.
community

Diese Firmen sind pro LGBTIQ Der erste «DAX 30 LGBT+ Diversity Index» zeigt, wie stark sich die DAX-Firmen für eine Unternehmenskultur einsetzen, die offen gegenüber Queers ist. Stuart B. Cameron, Initiator des Index und Macher der queeren Karrieremesse Sticks & Stones, war «überrascht», welche Prioritäten Massnahmen für LGBTIQ-Mitarbeitende bekämen. Anders als Sieger SAP gebe es auch Firmen, die in vielen Bereichen keine Punkte erreicht hätten. Cameron weiter: «Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels stellt sich die Frage, inwiefern Arbeitgeber*innen, die sich nicht für eine offene Kultur gegenüber LGBTIQ einsetzen, auch künftig innovationsfähig bleiben können.» Doppelpass gegen Hass Der neue Mr Gay Germany kämpft gegen Homophobie im Fussball: Der Frankfurter Benjamin Näßler, der selber früher im Verein Fussball spielte und «Schiss vor dem Coming-out» hatte, wurde Mitte Dezember in Köln gewählt. Er überzeugte die Jury…

8 Min.
«wenn männer mich anflirten, schmeichelt mir das»

Herr Wartke, mit welcher Motivation schreiben Sie Ihre Lieder? Ich habe durchaus eine Art Sendungsbewusstsein. Was ich schaffen möchte mit meiner Kunst, ist ein differenziertes Bild zu zeigen. Und für Erleichterung sorgen – bei mir selbst und bei meinem Publikum. Indem es gelingt, mit einem komödiantischen Blick die Dinge zu betrachten. Mir hilft es, einen komischen Umgang zu finden, wenn mich etwas aufregt. Es geht mir dann einfach besser. Das hat was Selbst-therapeutisches. Nehmen wir das Thema Religion. Wie sehr regt Sie das auf? In meinen Augen sind Religionen nicht das Problem. Es geht darum, was man daraus macht. Das ist auch die Quintessenz eines Götterdialoges, den ich für mein neues Programm geschrieben habe. Das Problem sind die Idioten, die die Religionen missbrauchen, um damit Homophobie zu rechtfertigen, Völkermord, Kindermissbrauch – was auch…

2 Min.
einmal porno und zurück

Yonatan aus Tel Aviv ist einer der bekanntesten Porno-Darsteller der Welt: Unter dem Künstlernamen Jonathan Agassi ist er der Star Dutzender schwuler Hardcore-Pornos und hat Fans auf der ganzen Welt. Zwischen den Drehs tritt er in seinem neuen Zuhause Berlin in Live-Sex-Shows auf und arbeitet als Escort. Der israelische Regisseur Tomer Heymann hat ihn über einen Zeitraum von acht Jahren mit der Kamera begleitet, auf Pornosets, zu Familientreffen und zum Hustler Ball. Obwohl Yonatan erfolgreich ist und behauptet, dass er den tollsten Job der Welt hat, wirkt er sehr unglücklich und muss seine Gefühle immer stärker mit Drogen dämpfen. Ohne die Bühnenfigur Jonathan Agassi, erklärt er, wäre er schon längst verzweifelt . . . Als Heymann Agassi traf, war er überwältigt von dessen Charisma und schlug vor, den Dokumentarfilm mit ihm…