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Kultur & Literatur
P.M. Fragen & Antworten

P.M. Fragen & Antworten

08/2020

Die Turbovariante der Wissensmagazine. Schnell und kompetent: kurze Texte, spannende Inhalte, präzise Informationen und starke Bilder. Das Heft gibt monatlich Antworten auf interessante Fragen aus Wissenschaft, Gesundheit, Geschichte, Politik, Natur, Kultur, Psychologie, Freizeit, Gesellschaft und Style.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
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12 Ausgaben

in dieser ausgabe

1 Min.
editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, die Erderwärmung hat massive Folgen für unsere Alpen, die viele Menschen gerade in den Sommermonaten so gerne bereisen: »Wetterextreme, Muren, Gletscherschmelze verändern die Landschaft, gestiegene Temperaturen verursachen Klimastress für ihre Bewohner«, schreibt unsere Autorin in der Titelgeschichte. Mit Bewohnern meint sie in diesem Fall aber nicht die Menschen, sondern die rund 30 000 Tierarten, die im Alpenraum leben. Sind einige von ihnen ohnehin schon bedroht, etwa weil sie früher extrem gejagt wurden, so macht ihnen nun auch noch der Klimawandel zu schaffen. Barbara Lich hat bei Wissenschaftlern nachgefragt, wie es um Bartgeier, Steinadler, Tagfalter und Steinböcke wirklich steht. Und sie gibt Tipps, wie jeder den Experten bei ihrer Forschung helfen kann. Viel Spaß beim Lesen! Christiane Löll…

16 Min.
in der coronakrise machen wir gigantische schulden , um die wirtschaft zu retten wer soll das alles bezahlen ?

Die Welt ist seit Wochen voller Pakete, Töpfe und Programme, immer in Milliardenhöhe, gern zwei- bis dreistellig: gegen Corona, für Selbstständige, für Start-ups, für den Mittelstand, für Europa, für den Wiederaufbau, den Neustart, Garantien, Liquiditätshilfen, Kredite, Direkthilfen. 50 Milliarden für Selbstständige. 600 Milliarden als Schutzschild für Unternehmen. Ein Rettungsfonds für Europa: 750 Milliarden Euro. Das Konjunkturpaket: 130 Millarden. Zahlen, hat man dieser Tage das Gefühl, sind extrem und relativ geworden, manchmal auch wahllos und willkürlich. Fehlten nicht vor wenigen Monaten noch Millionen für Turnhallen, Kitas und Universitäten? Nun geht es nur noch um Milliarden, gar um Billionen. Und viele fragen sich nicht nur, woher diese Summen kommen, sondern auch, wohin das Geld fließt: Wenn wir damit die Lufthansa retten, fehlt es dann für den Breitbandausbau? Oder fließt es trotzdem, weil wir…

2 Min.
kann man bald nicht mehr surfen am gardasee?

Aus Surferkreisen ist zu hören: Die Winde am Gardasee in Italien wehen nicht mehr verlässlich, der Klimawandel ist schuld, bald wird man nicht mehr surfen können. Was ist da dran? Der Gardasee ist berühmt für seine regelmäßigen Winde, er liegt zwischen den Alpen im Norden und der Po-Ebene im Süden. Ab dem frühen Morgen bläst der Pelèr, ein Schönwetter-Nordwind, durch ein Flusstal auf den See. Ab mittags dreht sich die Lage, dann bläst die Ora, ein Südwind, bergaufwärts. Warum das so ist, kann man sich so erklären: Man stelle sich zwei gleich große Kuben vor, also Würfel. Der eine ist über Berge gestülpt, der andere steht in der Ebene. Der Kubus über den Bergen beinhaltet weit weniger Luft als der in der Ebene, weil eben die Berge Platz wegnehmen. Somit ist…

2 Min.
wie kehrt der im 17. jahrhundert ausgerottete waldrapp in die alpen zurück ?

Der Waldrapp ist eine auffällige Erscheinung: nackter Kopf, langer, roter Schnabel und markante schwarze Federn am Hals. Noch bis ins 17. Jahrhundert war der etwa gänsegroße Ibisvogel ein gewöhnlicher Anblick in Mitteleuropa. Dann wurde er ausgerottet. Die Menschen jagten und verspeisten ihn. Außerdem gab es klimatische Veränderungen durch die Kleine Eiszeit, eine Zeit zwischen 1300 und 1900, in der es in Europa recht kühl war. In freier Wildbahn kommt der Waldrapp aktuell nur noch in Marokko vor, er gilt als hochgradig bedroht. Aber inzwischen fliegen die Vögel dank eines Auswilderungsprojekts wieder über den Alpen. Im bayerischen Burghausen gibt es seit 2004 eine Brutkolonie, im österreichischen Kuchl folgte eine weitere im Jahr 2007. Eine dritte Kolonie in Überlingen am Bodensee wird gerade aufgebaut. Rund 130 Tiere zählt das Projekt insgesamt. Vergangenes Jahr…

1 Min.
warum klatschen sich ameisen ab auf dem weg zum futter?

FÜR IHREN STAAT sind Ameisen ständig auf der Suche nach Futter. Findet eine Späherameise eine Quelle, so läuft sie zurück zum Bau und hinterlässt dabei eine Duftspur. So kann sie selbst die Quelle schnell wiederfinden und andere aus ihrem Staat ebenfalls. So bildet sich entlang der Spur eine Ameisenstraße, über die die Futterquelle ausgeschöpft wird. Dabei kommt es immer wieder vor, dass Ameisen sich begegnen, innehalten und einander für gewöhnlich mit ihren Antennen betasten. »Mehrere Studien haben gezeigt, dass dies keine zufälligen Begegnungen sind«, sagt die Ameisenforscherin Daniela Römer von der Universität Würzburg. »Im Gegenteil suchen die Ameisen gezielt den Kontakt, man könnte also tatsächlich von Abklatschen sprechen.« Wobei der Kontakt auch dem Austausch dient: Die eine gibt der anderen Infos über die Nahrungsquelle weiter und animiert sie, ebenfalls Futter zu…

2 Min.
wie schnell können ameisen laufen?

Wir kennen das vom sommerlichen Strandurlaub: Wenn die Mittagssonne den Sand derart aufheizt, dass man ein Spiegelei darauf braten könnte, dann trippeln wir möglichst schnellen Fußes zu unserer Stranddecke, auf dass wir uns die Füße nicht verbrennen. Und genauso macht es die Silberameise in der Sahara – die laut neuesten Studien schnellste aller Ameisen. Schon länger war die Silberameise (Cataglyphis bombycina) als Sprinttalent bekannt. In der Nachmittagshitze, der viele Tiere in dem trockenen Sandmeer zum Opfer fallen, spielt das Tierchen seine Stärke aus. Die Ameise verlässt ihr schattiges Nest und huscht flinken Schrittes über den sengenden Boden, um Hitzeopfer zu suchen und zu erbeuten. Welches Tempo sie dabei erreicht, war lange Zeit nicht bekannt. Ein Team um Harald Wolf vom Institut für Neurobiologie der Universität Ulm hat schließlich in der Wüste…