Liebe Leserin, lieber Leser, als der australische Physikprofessor Thomas Parnell im Jahre 1927 ein wenig Pech in einen Trichter füllt, es drei Jahre aushärten lässt, um dann das Tropfverhalten der zähen Masse zu erforschen, ahnt er nicht, dass der erste Tropfen erst 1938 fallen würde.
Der zweite Tropfen löst sich weitere neun Jahre später. Den dritten erlebt Parnell nicht mehr. Das Experiment läuft dennoch weiter. Zwischen dem sechsten und siebten Tropfen, im Jahre 1984, haben zwei Forscher dann genug Daten, um zu errechnen, dass Pech 230 Milliarden Mal zäher als Wasser ist.
Inzwischen ist der neunte Tropfen gefallen, Parnells Nachfolger hat das Ereignis leider nicht mehr erlebt. Aber das Experiment gilt als der langlebigste Laborversuch der Geschichte.
Muss Forschung so, nun ja, zäh sein? Nein, das muss sie nicht. Aber oft:…
