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Presse Feminine
Flow

Flow 28/2017

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Bimonthly
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38.93 CHF
8 Numéros

dans ce numéro

1 min.
kleines glück

Danke! Danke, dass ihr diese Zeilen lest. Dass ihr Flow lest. Dass ihr uns so oft Rückmeldung gebt, per Brief und E-Mail, über Facebook oder Instagram. Ich freue mich wirklich, dass es euch gibt. Und ihr Flow so sehr liebt wie wir hier in der Redaktion. Ich habe beschlossen, öfter Danke zu sagen. Auch für Dinge, die eigentlich irgendwie klar sind, selbstverständlich oder alltäglich. Einem Nachbarn, dass er immer Post für mich annimmt. Der Verkäuferin an der Käsetheke, dass sie mich so klasse beraten hat. Der Musiklehrerin meiner Tochter, dass sie mit ihrer Arbeit mein Kind echt glücklich macht. Sie alle haben sich gefreut. Und ich mich genauso. Gemeinsam haben wir diesen kleinen Moment der Dankbarkeit genossen. Ich habe festgestellt: Danke zu sagen macht mich insgesamt zufriedener. Denn mir fallen diese vielen…

2 min.
gesichter dieser ausgabe

Was machst du gerade? Im Alter von 13 Jahren bekam Yelda Yilmaz (31) die Nikon ihres Vaters in die Hände, seitdem hat die in Hamburg lebende Fotografin stets und überall irgendeine Kamera bei sich. Für unsere Rubrik „Was machst du gerade?“ porträtierte sie Stevie Schmiedel, die sich mit ihrem Verein Pink Stinks für Feminismus und gegen Sexismus engagiert. Ein Bereich, der Yelda auch privat sehr beschäftigt und über den die beiden Frauen schnell ins Gespräch kamen. „Eine gute Voraussetzung für ein gelungenes Porträt, denn für das muss sich mein Gegenüber wohlfühlen“, sagt Yelda. Und wenn sie mal keine Menschen fotografiert? „Dann brutzele ich in der Küche und fülle Kochbücher – als Autorin, Stylistin, Fotografin.“ Kürzlich ist Ein Tag in Istanbul beim Hölker Verlag erschienen. Eine kulinarische Reise zu ihren türkischen Wurzeln. Abgeschiedenheit…

11 min.
unsicher sein ist okay

Sonnenblumen, der Nachthimmel oder die Selbstporträts – mit seinem kraftvollen Stil hat Vincent van Gogh beinahe jedes Motiv zu etwas Besonderem gemacht. Doch der Maler war ein unsicherer Mensch, zweifelte an seinem künstlerischen Talent. Das fiel mir auf, als ich neulich eine Ausgabe seiner Briefe las. Einer davon geht an einen führenden Kunstkritiker, der van Gogh in einer wichtigen Zeitschrift für seine Linienführung und die kräftigen Farben gelobt hatte. Statt sich über die Rückmeldung zu freuen, fühlte van Gogh sich unbehaglich. Er schrieb dem Kritiker, dass nicht er, sondern sein Freund Paul Gaugin dieses Lob verdient habe. Auch andere Zeichen von Schmeichelei und Wertschätzung wies van Gogh zurück. Der Zweifel war sein ständiger Begleiter. STÄNDIG IST DA EINE STIMME IM HINTERKOPF, DIE SAGT: „DAS MÜSSTE ABER ETWAS BESSER KLAPPEN“ IMMER MIT DABEI „Unsicherheit…

3 min.
feel connected

Die Trennerseiten dieser Ausgabe zieren Mustertapeten von Rifle Paper Co. Schöne Blumenmuster sind typisch für die Papierprodukte des US-amerikanischen Labels. Angefangen hat alles mit einer Einladung, die die Illustratorin Anna Bond 2008 für ihre eigene Hochzeit gestaltete. Zusammen mit ihrem Ehemann Nathan ging sie kurz darauf mit einer kleinen Papeteriekollektion an den Start. Inzwischen verkauft das Paar aus Florida seine liebevoll gestalteten Produkte weltweit — zum Beispiel über riflepaperco.com. Hast du nun auch den berühmten Kiss-Song im Ohr? Die Hardrocker bemalen ja bekanntlich gern ihre Gesichter. Auch Rachel Castle liebt es, mit Farbe zu spielen. Die australische Künstlerin tut das allerdings lieber beim Sticken, Nähen und Zeichnen und setzt auf heitere statt auf düstere Töne. Die Buchstaben für dieses Kunstwerks hat sie per Hand auf Leinen gestickt. castleandthings.com.au NIMM MICH MIT Trinkbecher aus…

5 min.
was machst du gerade?

Stevie Schmiedel 45 JAHRE LEBT IN HAMBURG MIT IHREM MANN UND IHREN BEIDEN TÖCHTERN GESCHÄFTSFÜHRERIN VON PINKSTINKS DEUTSCHLAND PINKSTINKS.DE „Wir wollen die Menschen für das Thema Sexismus sensibilisieren” Was machst du gerade? Ich arbeite mit meinem Verein an einer neuen Kampagne für eine Schule ohne Sexismus. Wir wollen die Jugend von Anfang an für dieses Thema sensibilisieren und ihnen erklären, worum es geht. Denn viele Menschen wissen gar nicht, was Sexismus bedeutet. Wie erklärst du ihn denn? Sexismus hat nichts mit Sex zu tun. Es geht darum, dass jemand wegen seines Geschlechts diskriminiert wird, und das unabhängig vom Alter. Es fängt schon in der Grundschule an, wenn man sagt: „Hey, ihr starken Jungs, helft doch mal, den Tisch zu tragen.“ Man sieht das auch im Spielzeugladen: Da gibt es Prinzessinnen für Mädchen und Piraten für Jungen.…

7 min.
weniger reden

Sonntagmorgen am Frühstückstisch. Mit der Kaffeetasse in der Hand sitze ich gemütlich auf meinem Stuhl und gucke aus dem Fenster. Mir gegenüber sitzt mein Mann. Wir schweigen. Nach ein paar Minuten fragt er mich: „Bist du schlecht gelaunt? Du sagst ja gar nichts.“ Ich bin erstaunt, dass es ihm tatsächlich gleich auffällt, wenn ich mal nicht spreche. Es ist die erste Woche meines Selbstversuchs „Weniger reden“ – genau genommen erst Tag eins –, und sofort fliegt mein Vorhaben auf. Dass ich ihm nun natürlich nicht wortreich erklären will, warum ich versuche, nicht ständig zu plappern, versteht sich von selbst. Deshalb sage ich nur: „Nee, alles in Ordnung. Ich gucke mir die Wolken an.“ Damit gibt er sich zum Glück zufrieden. Und ich entspanne mich. Auf einmal fühlt es sich ziemlich…