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Presse Feminine
Flow

Flow 33/2018

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Bimonthly
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38.93 CHF
8 Numéros

dans ce numéro

2 min.
geduld üben

Als Kind mochte ich die Vorstellung, dass es neben unserer Welt noch Parallelwelten gibt, in der die Uhren vielleicht ganz anders ticken. Daran habe ich gedacht, als ich vor Kurzem Dr. Karen Lloyd, Mikrobiologin an der University of Tennessee, in einem TED-Vortrag hörte. Sie sprach von kleinen Wesen, die im Schlamm auf dem Meeresgrund leben, ohne Licht und Sauerstoff. Und davon, dass diese Mini-Mikroben Hunderttausende von Jahren alt werden können. Wer so lange lebt, hat natürlich ein komplett anderes Verhältnis zur Zeit. Entsprechend reproduzieren sich die kleinen Teilchen nicht mal einfach so in einer Petrischale. Beziehungsweise die Forscher können oder wollen nicht so lange warten. Das kenne ich: Keine Geduld, keine Zeit haben – wie oft geht mir das auch so. Keine Zeit, mich samstags in die Sonne zu setzen und…

2 min.
gesichter dieser ausgabe

Neue Kolumne, Seite 124 Wir freuen uns sehr, euch unsere neue Kolumnistin vorstellen zu können: Holly Becker, eine der bekanntesten Wohnbloggerinnen (decor8blog.com) und auch als Autorin und Stylistin erfolgreich. Die gebürtige US-Amerikanerin, die heute mit ihrem Mann Thorsten und ihrem vierjährigen Sohn Aidan in Hannover lebt, macht sich ab jetzt in jeder Ausgabe Gedanken darüber, was das Leben nicht nur schöner, sondern auch ein bisschen einfacher macht. In dieser Ausgabe fragt sie sich, was ein Zuhause wirklich zum Zuhause macht. „Eines ist sicher“, sagt Holly: „Mit Perfektion hat es nie zu tun. Denn die ist nicht sinnlich und warm. Sie lächelt nicht.“ Kulinarische China-Reise, Seite 98 Die Mutter von Theresa Völkel hat immer lieber gebacken als gekocht. Also nahm die heute 31-Jährige das Kochen schon früh selbst in die Hand. Später studierte sie…

11 min.
das teile ich jetzt mal nicht...

Meine Kinder, sieben und neun Jahre alt, sitzen hinten im Auto und singen ausgelassen zu dem 60er-Jahre-Hit Twist And Shout. Ich denke: Wie süß, das muss ich teilen! Sobald wir geparkt haben, filme ich sie mit dem Handy. Mein Sohn macht noch verrücktere Verrenkungen – so weit alles normal. Doch als meine Tochter sieht, dass ich sie filme, verändern sich ihr Blick und ihre Bewegungen. Bis dahin hatte sie sich mit ihrem kleinen Bruder amüsiert, doch mit einem Mal wird ihr Ausdruck irgendwie hölzerner, ja unsicher. Der Unterschied ist subtil, aber spürbar. Sie wirkt nicht mehr frei und ausgelassen. Sofort bereue ich, das Handy hervorgeholt zu haben, und ich höre auf zu filmen, aber es ist zu spät. Ich habe den Moment verdorben. „JE MEHR WIR NACH DRAUSSEN SCHAUEN, DESTO WENIGER…

3 min.
feel connected

Auf den Trennerseiten dieser Ausgabe schwelgen wir in Erinnerungen — denken an Urlaub, wie er früher war. Wann das Foto auf der Vorderseite aufgenommen worden ist, können wir nicht genau sagen. Den Badeanzügen nach zu urteilen aber wahrscheinlich in den 1950er-Jahren. Zur Zeit der Römer schwammen die Menschen übrigens selbst in den Badehäusern nackt. Im Laufe der Zeit kamen Leinen-, Woll-, Baumwoll- und Trikot-Anzüge in Mode. Mitte der 1970er-Jahre revolutionierte Lycra die Schwimmwelt. Dank des neuen Materials konnten Bikinis und Badeanzüge nun auch knapper geschnitten werden. „Abenteuer sind ein Wert an sich!“, so lautete das Credo von Amelia Earhart (1897 bis circa 1937). Die US-Amerikanerin liebte das Fliegen und sie liebte es, Dinge zu tun, die vor ihr noch niemand getan hatte. Als erste Frau überflog sie allein den Atlantik. Bei…

5 min.
was machst du gerade?

Judith Springer „Mir war es immer wichtig, Ideen in die Tat umzusetzen, statt nur über sie nachzudenken“ 43 JAHRE LEBT IN BERLIN MIT MANN UND ZWEI KINDERN GRÜNDERIN FINE-DEODORANT.COM Was machst du gerade? Wir arbeiten im Moment an der ersten Postkartenedition, mit der wir Künstler aus Berlin fördern. Früher war ich als Kuratorin tätig. Deshalb finde ich es großartig, diese Seite auch mit meinem Label Fine ausleben zu können. WIe kamst du überhaupt auf Fine? Ich war auf der Suche nach einem Deo, das ökologisch, ethisch korrekt sowie gut verträglich ist, hübsch aussieht, wirkt – und angenehm riecht. Keine leichte Aufgabe. Eine Freundin brachte mich dann auf die Idee, es mit einer Eigenkreation zu versuchen. Also habe ich Rezepte aus dem Netz gefischt und herumprobiert. Mein Freundeskreis war total begeistert. Eine Bekannte entwarf dann die hübsche…

6 min.
sich verlieben in 36 fragen

Der Wirbel um die 36 Fragen zum Verlieben begann, als die Schriftstellerin und Dozentin Mandy Len Catron auf der Website der New York Times einen Artikel veröffentlichte. Sie berichtete darin über einen Selbstversuch, für den sie mitten in der Nacht auf einer Brücke vier Minuten in die Augen eines Mannes blickte, um sich in ihn zu verlieben. Vorher hatten sich die beiden 36 Fragen gestellt. Mandy kannte ihr Gegenüber nur flüchtig. Er war ein ehemaliger Studienkollege, den sie länger nicht gesehen hatte. Beim Klettern trafen sich die beiden zufällig wieder und beschlossen spontan, in einen Pub zu gehen. „Es scheint, als könne man sich unter bestimmten Umständen in jeden verlieben“, habe er bei ihrem Treffen gesagt, als sie gerade über Beziehungen sprachen. Dieser Satz erinnerte Mandy an eine Studie des US-amerikanischen…