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Presse Feminine
Flow

Flow 34/2018

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Bimonthly
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38.93 CHF
8 Numéros

dans ce numéro

2 min.
kraft tanken

Ich sorge mich oft. Um das Wohl meiner Kinder zum Beispiel. Haben sie innige Freundschaften? Erleben sie genug Natur, auch wenn wir mitten in der Stadt wohnen? Lasse ich ihnen genug Ruhe oder überfordere ich sie mit all dem, was Eltern heute so wollen und anbieten? Und ich sorge mich um meine Eltern. Um ihre Gesundheit. Ob wir uns oft genug sehen. Und dass ich sie hoffentlich noch lange habe. Ich sorge mich um die Freundin, die sich getrennt hat und immer wieder unter dem gemeinen Ex leidet, und um den Freund, der nicht mehr mit seiner Freundin, aber auch nicht ohne sie leben kann. Ich sorge mich um den Frieden, die Umwelt und manchmal auch ein bisschen um die Zukunft. Nur um mich selbst mache ich mir keine Sorgen.…

2 min.
gesichter dieser ausgabe

Lesevergnügen, Seite 108 Einen Lesekreis zu besuchen steht auf der Liste der Dinge, die Redakteurin Kerstin Teuber (31) als Nächstes vorhat. Sie ist seit Kurzem Teil des Flow-Teams und schreibt in dieser Ausgabe darüber, wie wir uns noch intensiver mit Büchern beschäftigen können. „Ich habe Lust, mit anderen mal in Ruhe über einen Roman zu diskutieren. Und ich mache mir endlich Notizen in den Büchern, die ich lese. Davor hatte ich bisher zu viel Respekt.“ Kerstin ist außerdem begeisterte Konzertgängerin, am liebsten unter freiem Himmel, deshalb freut sie sich so auf den Sommer. „Die Musik hat draußen einen ganz anderen Sound, sie klingt viel intensiver als in einer Halle oder auf einer Platte.“ Rücksicht nehmen, Seite 11 Die Menschen, die die französische Illustratorin Jennifer Bouron (26) zeichnet, tragen Hüte, gepunktete Kleider oder geblümte…

11 min.
wie gut es uns tut, rücksicht zu nehmen

ANSTÄNDIG SEIN BEDEUTET, RÜCKSICHT AUF ANDERE ZU NEHMEN, AUCH WENN EINEM GERADE NICHT DANACH ZUMUTE IST Die junge Frau direkt hinter mir in der Schlange an der Supermarktkasse tippt mir leicht auf die Schulter. „Da drüben macht noch eine Kasse auf“, sagt sie und lächelt. Gleichzeitig stellt sie ihren Einkaufswagen ein klein wenig quer, sodass die anderen Wartenden sich nicht trauen, vorbeizustürmen. Einen Moment starre ich sie entgeistert an, weil sie mir einfach so den – berechtigten – Vortritt lässt. Dann murmele ich: „Danke, das ist aber nett.“ Statt des Ärgers darüber, dass ich mal wieder geträumt habe und deshalb länger anstehen musste, begleitet mich gute Laune auf dem Heimweg. Allerdings nur, bis ich zu Hause in das bedröppelte Gesicht meiner Tochter schaue. Sie hat in Physik eine Sechs kassiert. Was denn…

3 min.
feel connected

Die Illustrationen auf den Trennerseiten in dieser Ausgabe hat die schwedische Designerin Lotta Kühlhorn entworfen. Jeder Spaziergang draußen ist für die Künstlerin eine Quelle der Inspiration. Ihre Eindrücke aus der Natur verarbeitet Lotta am liebsten sofort zu einem grafischen Muster oder einer Collage. Wie die Kirschen, Erdbeeren und Äpfel auf der Vorderseite, die Lust auf Sommer machen. Christin Stapff ist nach eigener Aussage ein echter Tollpatsch: „Ich lasse oft Dinge fallen. Sehr oft.“ Wenn sie sich aber in ihre kreative Arbeit vertieft, ist sie ganz ruhig und konzentriert. Am liebsten kombiniert die Berlinerin Handlettering mit zarten Aquarellen und Poesie. Wenn sie gerade keinen Stift oder Pinsel in der Hand hat, kocht und backt Christin gern. Auf ihrem Blog maedchenkunst.de kannst du dir noch mehr ihrer Arbeiten anschauen und Anleitungen zum Nachmachen…

5 min.
was machst du gerade?

Joyce Zethof „Man braucht beim Backen nicht viel und schafft mit seinen Händen etwas wirklich Schönes“ 33 JAHRE LEBT IN AMSTERDAM MIT ROY GRAFIKERIN JOYCEZETHOF.COM Was machst du gerade? Ich habe mir einen Tag freigenommen, um zu backen. Es gibt für mich nichts Schöneres, als im Pyjama Rezepte auszuprobieren und an nichts anderes zu denken. Bis vor einem Jahr war ich festangestellt in einem Grafikstudio, aber seit ich selbstständig bin, kann ich mir meine Zeit selbst einteilen. Hast du dich deshalb selbstständig gemacht? Ja. Das war eine schwierige Entscheidung: Ich habe mich mit meiner Arbeit wohlgefühlt, aber der Weg dorthin war so weit, dass ich jeden Tag fast anderthalb Stunden im Auto saß. Ich lebe im Osten Amsterdams und war so wenig zu Hause, dass ich oft nur meine eigene Straße sah. Das hat mich auf…

10 min.
mehr zeit für freunde

Bisher hatten unsere Telefontreffen immer gut geklappt. Doch als meine Kölner Freundin und ich neulich mal wieder versuchten, uns am Wochenende an die Strippe zu kriegen, verpassten wir uns dauernd. Und an den beiden folgenden Samstagen und Sonntagen auch. Als wir uns einen Monat später endlich erwischten, waren wir beide erst sauer, dann vor allem ratlos: Es kann doch nicht so schwer sein, sich mal eine halbe Stunde Zeit für eine Freundin zu nehmen, fanden wir beide und rekapitulierten, was in letzter Zeit los war. Letztlich hatten wir beide ständig Leute getroffen, waren auf Geburtstagen, Schulaufführungen, bei Verwandtschafts-Kaffeetrinken und abends tanzen. Und zwischen diesen Freizeitterminen hatten wir gekocht, Urlaube gebucht, Job-Kram vorbereitet oder mal eine Stunde auf dem Sofa gehangen – das Telefon auf stumm geschaltet. Unsere Freundschaft, stellten wir…